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Katholikentag 2028 in Paderborn

Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

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Gute Gründe für jeden Monat

 

 

Zum Impuls

© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
27.09.2026

Wer pilgert, ist nie allein unterwegs

Gemeinsam auf dem Weg: Beim Pilgern erleben Jugendliche und Gläubige Erzbischof Udo Markus Bentz ganz nah. Ein bewegender Tag in Gemeinschaft und voller persönlicher Begegnungen, ehrlicher Ratschläge und neuer Motivation.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

Über den Struggle, gut genug zu sein

Jugendgottesdienst „Du bist gut genug“ in der Popakademie Witten mit Erzbischof Bentz
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Sag niemals: Das wird nichts!“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht das Agnesheim Funckenhausen in Hagen. Beim Schwarzlicht-Minigolf erlebt er Jugendliche, die einander Mut machen – und erfuhr, wie die Kinder- und Jugendhilfe sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Wie viele Freunde hat ein Erzbischof? Und wie hält er Kontakt zu Gott?

Beim Besuch der katholischen Grundschule in Herne im Rahmen seines Amtssitzwechsels stellte sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Fragen der Kinder. Mit Eltern und Lehrkräften sprach er über das katholische Profil ihrer Schule.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Wir wollen Zukunft und wir haben eine Zukunft“

Neue Energie in unsicheren Zeiten - Erzbischof Bentz beim Amtssitzwechsel im Austausch mit Industrie, Schülern und Engagierten
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si' © Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si'
22.09.2026

Franz von Assisi im Heute: Glauben draußen erlebbar machen

Leonie Jedicke möchte Menschen mitten in der Natur mit dem Glauben in Berührung bringen. Die Dekanatsreferentin im Dekanat Waldeck sieht in der Schöpfungspastoral eine große Chance. Ein Beitrag unserer Serie "800 Jahre Franz von Assisi".

Unsere Nachrichten

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
28.09.2026

Erzbistumsarchiv verfolgt ehrgeiziges Ziel

Bestände-Übersicht des Archivs des Erzbistums Paderborn geht am 5. Oktober 2026 online / Digitale Präsentation der Archivalien ist langfristiges Ziel des engagierten Archiv-Teams
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

„Da beginnt ein Stück Himmel“

Einsatzorte in Bergkamen, Schwerte und Dortmund: Weihbischof Josef Holtkotte entsendet neue Gemeinde- und Pastoralreferenten in den Dienst der Kirche
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

Eine katholische Art, Medizin zu leben?

Erzbischof Bentz besucht beim Amtssitzwechsel Kinderklinik, pflegende Ordensschwestern und Klinikseelsorge im Marien Hospital Witten
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Wir wollen die Zukunft dieser Region mitgestalten“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zieht erste Bilanz seines „Amtssitzwechsels“ in die Region mit den Städten Witten, Wetter, Hagen, Castrop-Rauxel, Herdecke und Herne / Begegnungen bestärken den Paderborner Erzbischof, Engagement vor Ort zu fördern und neue Wege im Glauben zu ermöglichen
© Mariengymnasium Arnsberg
25.09.2026

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft gehen

Klimagerechter Erweiterungsbau am Mariengymnasium Arnsberg eingeweiht / Begrüßung des neuen Schulleiters OStD i. E. Andreas Thiemann
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen

Während seines Dialog- und Begegnungsformats „Amtssitzwechsel“ hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in Witten mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortlichen über gemeinsame Zukunftsaufgaben im Westen des Erzbistums Paderborn gesprochen.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Pilgern beim Amtssitzwechsel von Erzbischof Bentz in Hagen - die Highlights

Und so machten sich rund 130 Männer und Frauen, jung und alt, im Rahmen des Amtssitzwechsels auf den Westfälischen Jakobsweg. Und entdeckten: Wenn wir in Bewegung sind, kommt auch innerlich etwas in Bewegung.

Kleinenberger Mysterienspiele

Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

Glaube, Tanz und Trommeln: So feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld ihr Gemeindefest

Wie feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld Gottesdienst? Beim Gemeindefest der afrikanischen Gemeinde in der Kirche Christkönig erleben wir einen Gottesdienst voller Musik, Gesang, Bewegung, Gebet und Gemeinschaft.

KNA Newsticker

28. September 2026 20:00

Papst sieht Chancen für die Kirche in Deutschland

Rom (KNA) Papst Leo XIV. traut den Kirchen in Deutschland trotz ihrer derzeitigen Krise eine positive Entwicklung zu. Bei der "fliegenden Pressekonferenz" von Metz nach Rom sagte er am Montagabend, er teile nicht die Ansicht, dass die Kirche in Deutschland auf dem Weg des Absterbens sei. Er verw ...

Rom (KNA) Papst Leo XIV. traut den Kirchen in Deutschland trotz ihrer derzeitigen Krise eine positive Entwicklung zu. Bei der "fliegenden Pressekonferenz" von Metz nach Rom sagte er am Montagabend, er teile nicht die Ansicht, dass die Kirche in Deutschland auf dem Weg des Absterbens sei. Er verwies auf die katholische Kirche in Frankreich, die viele bereits abgeschrieben hätten, die sich aber in den letzten vier Tagen bei seinem Besuch ganz anders gezeigt habe.

Für Deutschland zeigte er sich überzeugt, dass es auch dort "sehr viele Menschen gebe, die ihren christlichen Glauben leben und feiern wollen". Dafür müsse die Kirche den richtigen missionarischen Geist finden. Er sei daher optimistisch, obwohl er die vorhandenen Probleme sehe und erkenne.

Es gebe eine Krise, die nicht nur die katholische Kirche, sondern auch die protestantischen Kirchen hart getroffen habe. Sie treffe auch die Gesellschaft in Deutschland insgesamt. Der Papst betonte, er wolle mit dem Leitungspersonal der Kirche in Deutschland gemeinsam Wege suchen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Einen Termin für eine Deutschlandreise gebe es jedoch noch nicht. Außer dem Weltjugendtag in Korea gebe es für 2027 noch keine festen Termine in seinem Reisekalender.

28. September 2026 17:15

Bischöfe beraten über Streitthemen - Wilmer: AfD-Wählern zuhören

Fulda (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, hat sich dafür ausgesprochen, auf AfD-Wähler zuzugehen. "Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen", sagte Bischof Wilmer am Montag in Fulda. Die Kirche müsse die Fra ...

Fulda (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, hat sich dafür ausgesprochen, auf AfD-Wähler zuzugehen. "Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen", sagte Bischof Wilmer am Montag in Fulda. Die Kirche müsse die Fragen und Nöte der Menschen ernst nehmen.

Zum Auftakt der Herbstvollversammlung der Bischöfe bekräftigte Wilmer, dass der völkische Nationalismus der AfD mit dem Christentum unvereinbar sei. Zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren sagte der DBK-Pressesprecher Matthias Kopp: "Es liegt nicht an der Kirche, ein solches Verfahren zu fordern." Die katholischen Bischöfe vertrauten darauf, dass die Verfassungsorgane die richtige Entscheidung treffen, ob es ein Verbotsverfahren geben müsse oder nicht.

Gut eine Woche nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin warnte Wilmer auch vor einem Populismus von links: "Es kann natürlich nicht sein, dass wir über eine Reduktion bei den Polizeikräften sprechen." Auch der wachsende Antisemitismus, der die Demokratie untergrabe, sei nicht hinnehmbar.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. In ihrem Wahlprogramm hatte die Partei angekündigt, Finanzmittel für die Polizei umverteilen zu wollen - etwa für mehr Straßensozialarbeit. Der Berliner Landesverband der Linken steht auch wegen Antisemitismusvorwürfen in der Kritik.

In einem eindringlichen Appell forderte Bischof Wilmer, das Leid der Menschen in Afrika nicht aus dem Blick zu verlieren. Als besonders drängend empfinde er die "vergessene Katastrophe" im Sudan: "34 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe, 4,5 Millionen sind über die Landesgrenzen geflohen. Die UN bezeichnet Sudan als weltweit größte humanitäre und Vertreibungskrise. Es gibt Hunger, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Zivilisten."

Bis Donnerstag beraten die Bischöfe unter anderem über ethische Fragen zu Leihmutterschaft, Organspende und Suizid-Beihilfe. Es geht auch um die Gefahren und Chancen Künstlicher Intelligenz.

Zum Auftakt des Treffens kam der neue Papstbotschafter in Deutschland, Nuntius Hubertus van Megen, nach Fulda. In seinem Grußwort verwies er auch auf Probleme durch kulturelle Vielfalt. "Die Zeit, in der Deutschland als das Land einer weitgehend homogenen Nation wahrgenommen wurde, scheint in vieler Hinsicht vorüber zu sein", so der Erzbischof. Die Vielfalt kultureller Prägungen und Wertvorstellungen werde oft als Buntheit gefeiert. "Sie bringt jedoch zugleich Herausforderungen und Spannungen mit sich."

Am Abend versammelten sich die Teilnehmer zum Eröffnungsgottesdienst im Fuldaer Dom. In seiner Predigt sagte Wilmer: "Ehrfurcht vor Gott ist das höchste Bildungsziel." Es komme darauf an, nicht sich selbst zum Maß aller Dinge zu machen.

Wilmer war bei der letzten Vollversammlung im Februar in Würzburg zum neuen DBK-Vorsitzenden gewählt worden, als Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing. Anders als bisher üblich, will er die Debatten aber nicht selbst moderieren.

Zur Begründung sagte der Münsteraner Bischof, er vertraue bei der Moderation seinen Amtskollegen und hoffe, sich auf diese Weise stärker auf die Inhalte konzentrieren zu können: "Ich will auch stärker fokussiert sein auf die Dynamik, auch auf die Psychologie in so einer Sitzung und auf die Ziele der Konferenz."

Missbrauchsbetroffene fordern von der katholischen Kirche in Deutschland eine Gesamtauswertung der regionalen Aufarbeitungsstudien. "Die Einzelergebnisse der Bistümer sind nicht vergleichbar", sagte der Sprecher der Betroffenen-Initiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch. Es fehle ein Gesamtüberblick, aus dem Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.

Simeon Breuer vom Eckigen Tisch präsentierte erste Ergebnisse einer Umfrage unter 250 Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kirche. "Die große Mehrheit der Betroffenen fühlt sich nicht ernst genommen", sagte Breuer. Viele würden nicht angemessen entschädigt.

28. September 2026 15:56

Erdogan empfängt Wüst in Ankara - Gespräch war "vertrauensvoll"

Ankara (KNA) Eine Überraschung zum Auftakt: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat am ersten Tag seiner Türkei-Reise den dortigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. Das Gespräch sei offen und vertrauensvoll gewesen, sagte Wüst später vor mitreisenden Journ ...

Ankara (KNA) Eine Überraschung zum Auftakt: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat am ersten Tag seiner Türkei-Reise den dortigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. Das Gespräch sei offen und vertrauensvoll gewesen, sagte Wüst später vor mitreisenden Journalisten. Es sei hauptsächlich um die Wirtschaft gegangen, aber auch um "schwierige" und "komplizierte" Punkte. Laut Delegationskreisen dauerte der Austausch 50 Minuten.

In dem Gespräch ging es offenbar auch um das Thema Menschenrechte in der Türkei, wo die Opposition massiv unter Druck steht. Genaue Inhalte gab Wüst jedoch nicht bekannt. "Das haben wir im vertrauensvollen Gespräch miteinander besprochen", sagte er.

Weitere Themen seien eine Reform der Zollunion, die Erleichterung von Visa-Erteilungen und eine engere Zusammenarbeit bei der Rüstung gewesen. Erdogan sei gut informiert, was die Rüstungsindustrie in NRW zu bieten habe, sagte Wüst.

Der türkische Präsident habe sich auch für die innenpolitische Lage in Deutschland und die Ergebnisse bei den jüngsten Landtagswahlen interessiert. "Wir haben uns darüber sehr intensiv ausgetauscht", so Wüst.

Es ist ungewöhnlich, dass ein türkischer Präsident einen deutschen Ministerpräsidenten in Ankara empfängt. 2014 hatte Erdogan den Niedersachsen Stephan Weil (SPD) in der Türkei getroffen; damals war er, Erdogan, aber noch nicht Präsident. 2018 hatte sich der damalige NRW-Landeschef Armin Laschet (CDU) mit Erdogan am Kölner Flughafen ausgetauscht. Dieser war zur Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee nach Köln gereist. Die Begegnung hatte damals für Aufsehen gesorgt.

Wüst ist der erste NRW-Landeschef, der in das Nato-Partnerland reist. Am frühen Montagmorgen war er per Linienflug von Düsseldorf nach Ankara geflogen. Zunächst besuchte er das Werk des Düsseldorfer Konsumgüterherstellers Henkel in der Nähe der türkischen Hauptstadt. Dort werden Waren für den Mittleren und Nahen Osten und für Afrika produziert.

"Wir haben, glaube ich, zu lange die vielen Menschen mit türkischen Wurzeln in unserem Land als Integrationsaufgabe gesehen - sagen wir ehrlich, gelegentlich auch als Problem", sagte Wüst bei dem Werksbesuch. Heute sehe man, "wie einseitig das war". Es sei auch eine Riesenchance.

Nach dem Gespräch mit Erdogan legte Wüst einen Kranz am Atatürk-Mausoleum nieder. Das Grab von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) steht üblicherweise auf dem Reiseprogramm ausländischer Staatsgäste. So besuchte etwa Papst Leo XIV. die Grabstätte im November 2025. Anschließend führte Wüst politische Gespräche im türkischen Parlament.

Auf dem weiteren Reiseprogramm stehen die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in der deutschen Botschaft in Ankara, die Verleihung der Mevlüde-Genc-Medaille an Ilkay Gündogan als dem früheren Kapitän der Fußballnationalmannschaft sowie der Besuch einer Wirtschaftskonferenz. In Istanbul ist zudem ein Stadtspaziergang mit Zeitzeugen zu einem historischen Ort des Anwerbeabkommens geplant. Am Mittwochabend geht es per Linienflug zurück nach NRW.

Anlass für die Reise in das Nato-Partnerland ist unter anderem der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Wüst will mit dem Besuch laut NRW-Staatskanzlei auf die gemeinsame Migrationsgeschichte aufmerksam machen. Auch Wirtschaftsinteressen stehen im Vordergrund.

28. September 2026 14:54

Bischöfe beraten über Streitthemen - Wilmer: AfD-Wählern zuhören

Fulda (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, hat sich dafür ausgesprochen, auf AfD-Wähler zuzugehen. "Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen", sagte Bischof Wilmer am Montag in Fulda. Die Kirche müsse die Fra ...

Fulda (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, hat sich dafür ausgesprochen, auf AfD-Wähler zuzugehen. "Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen", sagte Bischof Wilmer am Montag in Fulda. Die Kirche müsse die Fragen und Nöte der Menschen ernst nehmen.

Zum Auftakt der Herbstvollversammlung der Bischöfe bekräftigte Wilmer, dass der völkische Nationalismus der AfD mit dem Christentum unvereinbar sei. Zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren sagte der DBK-Pressesprecher Matthias Kopp: "Es liegt nicht an der Kirche, ein solches Verfahren zu fordern." Die katholischen Bischöfe vertrauten darauf, dass die Verfassungsorgane die richtige Entscheidung treffen, ob es ein Verbotsverfahren geben müsse oder nicht.

Gut eine Woche nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin warnte Wilmer auch vor einem Populismus von links: "Es kann natürlich nicht sein, dass wir über eine Reduktion bei den Polizeikräften sprechen." Auch der wachsende Antisemitismus, der die Demokratie untergrabe, sei nicht hinnehmbar.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. In ihrem Wahlprogramm hatte die Partei angekündigt, Finanzmittel für die Polizei umverteilen zu wollen - etwa für mehr Straßensozialarbeit. Der Berliner Landesverband der Linken steht auch wegen Antisemitismusvorwürfen in der Kritik.

In einem eindringlichen Appell forderte Bischof Wilmer, das Leid der Menschen in Afrika nicht aus dem Blick zu verlieren. Als besonders drängend empfinde er die "vergessene Katastrophe" im Sudan: "34 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe, 4,5 Millionen sind über die Landesgrenzen geflohen. Die UN bezeichnet Sudan als weltweit größte humanitäre und Vertreibungskrise. Es gibt Hunger, sexualisierte Gewalt und Angriffe auf Zivilisten."

Bis Donnerstag beraten die Bischöfe unter anderem über ethische Fragen zu Leihmutterschaft, Organspende und Suizid-Beihilfe. Es geht auch um die Gefahren und Chancen Künstlicher Intelligenz. Zum Auftakt des Treffens kam der neue Papstbotschafter in Deutschland, Nuntius Hubertus van Megen, nach Fulda, wo am Abend der Eröffnungsgottesdienst im Dom auf dem Programm stand.

Wilmer war bei der letzten Vollversammlung im Februar in Würzburg zum neuen DBK-Vorsitzenden gewählt worden, als Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing. Anders als bisher üblich, will er die Debatten aber nicht selbst moderieren.

Zur Begründung sagte der Münsteraner Bischof, er vertraue bei der Moderation seinen Amtskollegen und hoffe, sich auf diese Weise stärker auf die Inhalte konzentrieren zu können: "Ich will auch stärker fokussiert sein auf die Dynamik, auch auf die Psychologie in so einer Sitzung und auf die Ziele der Konferenz." Und da sei er "innerlich deutlich entspannter", wenn er nicht auch noch die Debatten moderieren müsse.

Missbrauchsbetroffene fordern von der katholischen Kirche in Deutschland eine Gesamtauswertung der regionalen Aufarbeitungsstudien. "Die Einzelergebnisse der Bistümer sind nicht vergleichbar", sagte der Sprecher der Betroffenen-Initiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch. Es fehle ein Gesamtüberblick, aus dem Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.

Simeon Breuer vom Eckigen Tisch präsentierte erste Ergebnisse einer Umfrage unter 250 Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kirche. "Die große Mehrheit der Betroffenen fühlt sich nicht ernst genommen", sagte Breuer. Viele würden nicht angemessen entschädigt.

28. September 2026 14:45

53 Jugendliche sind neue Anne-Frank-Botschafter

Berlin (KNA) 53 Jugendliche aus ganz Deutschland sind neue Anne-Frank-Botschafterinnen und -Botschafter. Damit zeichnet das Berliner Anne-Frank-Zentrum sie für ihr Engagement gegen Diskriminierung und für eine aktive Erinnerungskultur und demokratische Werte aus, wie es am Montag mitteilte. De ...

Berlin (KNA) 53 Jugendliche aus ganz Deutschland sind neue Anne-Frank-Botschafterinnen und -Botschafter. Damit zeichnet das Berliner Anne-Frank-Zentrum sie für ihr Engagement gegen Diskriminierung und für eine aktive Erinnerungskultur und demokratische Werte aus, wie es am Montag mitteilte. Demnach entwickelten die Jugendlichen Theateraufführungen, Ausstellungen und Projekte zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

"Die neuen Anne-Frank-Botschafterinnen und -Botschafter zeigen eindrucksvoll, dass Erinnern Verantwortung bedeutet: Verantwortung dafür, auch heute Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit nicht hinzunehmen, sich dem entgegenzustellen, sich für unsere Demokratie einzusetzen", sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). "Es beeindruckt mich, was entstehen kann, wenn junge Menschen sich mit Anne Franks Geschichte, mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinandersetzen."

Die Jugendlichen realisierten 2025 insgesamt 25 Projekte in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Anne Frank (1929-1945) gehört zu den bekanntesten Holocaust-Opfern. Durch ihr in Amsterdam im Versteck vor den Nazis geschriebenes Tagebuch wurde sie posthum weltberühmt. Anne Frank starb im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren an den Folgen der Lagerhaft.

Bereits zum 14. Mal ernannte das Zentrum junge Menschen zu Anne-Frank-Botschafterinnen und -Botschaftern. Insgesamt gibt es davon den Angaben zufolge nun rund 530 in Deutschland. Das Anne-Frank-Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam.

28. September 2026 14:17

Bischof Wilmer: AfD-Wählern zuhören - Keine Aussage zu AfD-Verbot

Fulda (KNA) Die katholische Deutsche Bischofskonferenz will sich nicht zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren in Stellung bringen. "Es liegt nicht an der Kirche, ein solches Verfahren zu fordern", sagte Pressesprecher Matthias Kopp am Montag in Fulda. Die katholischen Bischöfe vertrauten dara ...

Fulda (KNA) Die katholische Deutsche Bischofskonferenz will sich nicht zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren in Stellung bringen. "Es liegt nicht an der Kirche, ein solches Verfahren zu fordern", sagte Pressesprecher Matthias Kopp am Montag in Fulda. Die katholischen Bischöfe vertrauten darauf, dass die Verfassungsorgane die richtige Entscheidung treffen in der Frage, ob es ein Verbotsverfahren geben müsse oder nicht.

Die Bischöfe warnen seit Jahren vor der AfD. Der völkische Nationalismus der Partei sei mit dem Christentum nicht vereinbar, betonen sie. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, bekräftigte zum Auftakt der Herbstvollversammlung diese Haltung.

Zugleich sprach er sich für mehr Austausch mit AfD-Wählern aus: "Wir müssen den Menschen zuhören, die AfD wählen. Es braucht unbedingt Formate, in denen wir zuhören, in denen wir keine Ansagen machen."

Die Kirche müsse offen sein für die Fragen und Nöte der Menschen und für das, was sie "wahrnehmen an Phänomenen in unserer Gesellschaft, die sie dazu bewegen, diese Partei zu wählen", fügte Wilmer hinzu: "Wir brauchen hier Raum und Zeit zum Austausch. Und wir brauchen diesen Raum und auch die Zeit, um klar daran zu erinnern, dass unser christliches Menschenbild und unser christliches Weltbild die Grundlage schlechthin für die Demokratie sind."

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