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Katholikentag 2028 in Paderborn

Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

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Gute Gründe für jeden Monat

 

 

Zum Impuls

© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
27.09.2026

Wer pilgert, ist nie allein unterwegs

Gemeinsam auf dem Weg: Beim Pilgern erleben Jugendliche und Gläubige Erzbischof Udo Markus Bentz ganz nah. Ein bewegender Tag in Gemeinschaft und voller persönlicher Begegnungen, ehrlicher Ratschläge und neuer Motivation.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

Über den Struggle, gut genug zu sein

Jugendgottesdienst „Du bist gut genug“ in der Popakademie Witten mit Erzbischof Bentz
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Sag niemals: Das wird nichts!“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht das Agnesheim Funckenhausen in Hagen. Beim Schwarzlicht-Minigolf erlebt er Jugendliche, die einander Mut machen – und erfuhr, wie die Kinder- und Jugendhilfe sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Wie viele Freunde hat ein Erzbischof? Und wie hält er Kontakt zu Gott?

Beim Besuch der katholischen Grundschule in Herne im Rahmen seines Amtssitzwechsels stellte sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Fragen der Kinder. Mit Eltern und Lehrkräften sprach er über das katholische Profil ihrer Schule.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Wir wollen Zukunft und wir haben eine Zukunft“

Neue Energie in unsicheren Zeiten - Erzbischof Bentz beim Amtssitzwechsel im Austausch mit Industrie, Schülern und Engagierten
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si' © Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si'
22.09.2026

Franz von Assisi im Heute: Glauben draußen erlebbar machen

Leonie Jedicke möchte Menschen mitten in der Natur mit dem Glauben in Berührung bringen. Die Dekanatsreferentin im Dekanat Waldeck sieht in der Schöpfungspastoral eine große Chance. Ein Beitrag unserer Serie "800 Jahre Franz von Assisi".

Unsere Nachrichten

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
28.09.2026

Erzbistumsarchiv verfolgt ehrgeiziges Ziel

Bestände-Übersicht des Archivs des Erzbistums Paderborn geht am 5. Oktober 2026 online / Digitale Präsentation der Archivalien ist langfristiges Ziel des engagierten Archiv-Teams
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

„Da beginnt ein Stück Himmel“

Einsatzorte in Bergkamen, Schwerte und Dortmund: Weihbischof Josef Holtkotte entsendet neue Gemeinde- und Pastoralreferenten in den Dienst der Kirche
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
26.09.2026

Eine katholische Art, Medizin zu leben?

Erzbischof Bentz besucht beim Amtssitzwechsel Kinderklinik, pflegende Ordensschwestern und Klinikseelsorge im Marien Hospital Witten
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Wir wollen die Zukunft dieser Region mitgestalten“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zieht erste Bilanz seines „Amtssitzwechsels“ in die Region mit den Städten Witten, Wetter, Hagen, Castrop-Rauxel, Herdecke und Herne / Begegnungen bestärken den Paderborner Erzbischof, Engagement vor Ort zu fördern und neue Wege im Glauben zu ermöglichen
© Mariengymnasium Arnsberg
25.09.2026

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft gehen

Klimagerechter Erweiterungsbau am Mariengymnasium Arnsberg eingeweiht / Begrüßung des neuen Schulleiters OStD i. E. Andreas Thiemann
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen

Während seines Dialog- und Begegnungsformats „Amtssitzwechsel“ hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in Witten mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortlichen über gemeinsame Zukunftsaufgaben im Westen des Erzbistums Paderborn gesprochen.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Pilgern beim Amtssitzwechsel von Erzbischof Bentz in Hagen - die Highlights

Und so machten sich rund 130 Männer und Frauen, jung und alt, im Rahmen des Amtssitzwechsels auf den Westfälischen Jakobsweg. Und entdeckten: Wenn wir in Bewegung sind, kommt auch innerlich etwas in Bewegung.

Kleinenberger Mysterienspiele

Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

Glaube, Tanz und Trommeln: So feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld ihr Gemeindefest

Wie feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld Gottesdienst? Beim Gemeindefest der afrikanischen Gemeinde in der Kirche Christkönig erleben wir einen Gottesdienst voller Musik, Gesang, Bewegung, Gebet und Gemeinschaft.

KNA Newsticker

29. September 2026 17:55

Ilkay Gündogan erhält Mevlüde-Genc-Medaille

Istanbul (KNA) Fußball-Profi Ilkay Gündogan (35) hat in Istanbul die Mevlüde-Genc-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen für gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegengenommen. Jeder habe eine Verantwortung für die Gesellschaft und müsse tun, was er könne, damit alle vernünftig zusammenle ...

Istanbul (KNA) Fußball-Profi Ilkay Gündogan (35) hat in Istanbul die Mevlüde-Genc-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen für gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegengenommen. Jeder habe eine Verantwortung für die Gesellschaft und müsse tun, was er könne, damit alle vernünftig zusammenleben, sagte der frühere Kapitän der Fußballnationalmannschaft am Mittwochabend in der Kulturakademie Tarabya. Das wünsche er sich auch für seine Kinder.

Der Profi-Fußballer von Galatasaray Istanbul ist in Gelsenkirchen geboren. Seine Eltern stammen aus der Türkei. Bei der Verleihung durch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) waren weitere Profi-Fußballer anwesend, darunter Leroy Sane.

Das Land NRW sprach Gündogan die Mevlüde-Genc-Medaille bereits 2025 zu. Damit würdigte es die Verdienste des Fußballers für Verständigung, Toleranz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wegen terminlicher Gründe konnte Gündogan die Medaille bislang nicht entgegennehmen. 2025 wechselte er zu seinem neuen Verein.

Die Auszeichnung erinnert an Mevlüde Genc, die 1993 bei einem fremdenfeindlichen Brandanschlag in Solingen mehrere Familienangehörige verlor. Dennoch setzte sie sich danach für Versöhnung und Zusammenhalt ein.

29. September 2026 15:52

Wüst tauscht sich in Ankara mit türkischer Opposition aus

Ankara (KNA) Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat während seiner Türkei-Reise Vertreter der türkischen Opposition getroffen. Laut Delegationskreisen tauschte er sich am Dienstag in Ankara mit Vertretern der Yeni Parti aus. Unter den Gesprächspartnern waren den Info ...

Ankara (KNA) Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat während seiner Türkei-Reise Vertreter der türkischen Opposition getroffen. Laut Delegationskreisen tauschte er sich am Dienstag in Ankara mit Vertretern der Yeni Parti aus. Unter den Gesprächspartnern waren den Informationen zufolge der außenpolitische Koordinator Ilhan Uzgel und die politische Beraterin Sule Bucak. Wüst habe zudem den Abgeordneten der Partei der Völker für Gerechtigkeit und Demokratie (DEM-Partei), Mithat Sancar, getroffen.

Die Inhalte der Gespräche wurden zunächst nicht öffentlich. In der Türkei steht die Opposition unter massivem Druck.

Am Montag war der NRW-Landeschef überraschend vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen worden. In dem Gespräch ging es hauptsächlich um die Wirtschaftsbeziehungen, aber auch um Menschenrechte und die innenpolitische Lage in Deutschland.

Wüst und Erdogan tauschten sich zudem über das Thema Rüstung aus. "Die Türkei ist Nato-Land und verfolgt natürlich sehr genau, wie wir in Deutschland jetzt unsere Bundeswehr wieder ertüchtigen, um einen stärkeren Beitrag zur gemeinsamen Bündnisverteidigung zu leisten", sagte Wüst im Anschluss. Erdogan sei sehr gut informiert gewesen, was die Rüstungsindustrie in NRW zu bieten habe.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind zum Beispiel Rheinmetall und ThyssenKrupp ansässig. Rheinmetall in Düsseldorf macht einen jährlichen Umsatz von rund 9,9 Milliarden Euro; die Marine-Sparte von ThyssenKrupp in Essen erzielt einen Umsatz von etwa 2,2 Milliarden Euro.

Am Dienstagvormittag traf Wüst zudem den türkischen Finanzminister Mehmet Simsek, Industrieminister Mehmet Fatih Kacir und Außenminister Hakan Fidan. Das jährliche Handelsvolumen zwischen der Türkei und NRW beträgt derzeit jährlich etwa 11 Milliarden Euro. Das entspricht einem Fünftel des gesamten deutsch-türkischen Handelsvolumens.

29. September 2026 14:20

Sea-Watch: 28 Menschen vor Tunesien gerettet - sechs vermisst

Hamburg/Lampedusa (KNA) Die Seenotretter der Organisation Sea-Watch haben vor der Küste von Tunesien in internationalen Gewässern 28 Schiffbrüchige gerettet. Die Crew des Rettungsschiffs "Aurora" barg zudem zwei Tote, darunter ein Kind, wie Sea-Watch am Dienstag in Hamburg über den Einsatz i ...

Hamburg/Lampedusa (KNA) Die Seenotretter der Organisation Sea-Watch haben vor der Küste von Tunesien in internationalen Gewässern 28 Schiffbrüchige gerettet. Die Crew des Rettungsschiffs "Aurora" barg zudem zwei Tote, darunter ein Kind, wie Sea-Watch am Dienstag in Hamburg über den Einsatz im Mittelmeer mitteilte. "Fünf Überlebende befanden sich auf einem fast luftleeren Schlauchboot, 23 weitere hatten die Gasplattform Hasdrubal erreicht. Mindestens sechs Menschen werden vermisst, darunter drei Kinder einer Familie." Die italienischen Behörden hätten das italienische Lampedusa inzwischen als sicheren Hafen zugewiesen, die "Aurora" sei auf dem Weg zu der Insel.

"Regierungen feiern sinkende Ankunftszahlen als Erfolg", sagte Sea-Watch-Sprecherin Julia Winkler. "Wir sehen, was dieser 'Erfolg' bedeutet: mindestens zwei Tote und sechs Vermisste, darunter drei Kinder. Wer Abschreckung zur Priorität macht, nimmt diese Toten bewusst in Kauf. Wir fordern ein staatliches europäisches Seenotrettungsprogramm." Allein 2026 seien im Mittelmeer bereits mehr als 1.970 Menschen auf der Suche nach Schutz gestorben oder verschwunden.

29. September 2026 14:04

Papst rät zu "Achtsamkeit im Zeitalter von Clickbaits"

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. ruft im Zeitalter der digitalen Reizüberflutung zu mehr Achtsamkeit auf. Sein Motto für den nächsten katholischen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel lautet: "Achtsamkeit im Zeitalter von Clickbaits". Der Vatikan veröffentlichte das Leitwort am Diensta ...

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. ruft im Zeitalter der digitalen Reizüberflutung zu mehr Achtsamkeit auf. Sein Motto für den nächsten katholischen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel lautet: "Achtsamkeit im Zeitalter von Clickbaits". Der Vatikan veröffentlichte das Leitwort am Dienstag; der Tag selbst wird in den meisten Ländern kurz vor Pfingsten begangen, in Deutschland Mitte September.

Das englische Wort "Clickbait" (Klick-Köder) bezeichnet reißerische und oft wertlose Inhalte-Angebote im Internet, die zum Anklicken verlocken. Der 2025 gewählte Leo XIV. ist der erste Papst, der Smartphone und soziale Medien regelmäßig nutzt.

"Der Mangel an echter Aufmerksamkeit, der durch die digitale Kultur noch verstärkt wird, hat uns an eine Routine aus sofortigen Reaktionen gewöhnt, an oberflächliche Beziehungen und daran, andere leichtfertig abzustempeln und abzulehnen", heißt es in der Begründung zum Thema. Leo XIV. wirbt für eine tiefe zwischenmenschliche Kommunikation - weg von der "Aufmerksamkeitsökonomie, mit ihrem Kampf um wenige Augenblicke des Interesses im rasanten und endlosen Strom von Inhalten".

Sein Appell lautet: "Wir sind aufgerufen, unseren Blick zu wandeln, neu hinzuschauen - aufmerksam und liebevoll. Nur so werden wir die Welt, die anderen und auch uns selbst so sehen können, wie Christus uns sieht: beim Namen gerufen und geliebt."

Aufmerksamkeit sei eine wertvolle Form der Großzügigkeit, heißt es. Kommunikation bedeute nicht, Aufmerksamkeit zu ergattern oder gar zu verkaufen. Stattdessen gelte es, sie als kostbare Ressource der Beziehung zu bewahren. "Um im Zeitalter von 'Clickbaits' zu kommunizieren, sind wir aufgerufen, Aufmerksamkeit zu schenken, eine Hygiene der Aufmerksamkeit wiederzuentdecken." Kommunikation beziehe den ganzen Menschen ein und fordere dazu auf, "hinzuschauen, zuzuhören und zu fühlen, um auf den Ruf Christi antworten zu können".

Seit 1967 findet jährlich der katholische Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel statt. Jeweils am 24. Januar, dem Fest des Journalisten-Patrons Franz von Sales (1567-1622), veröffentlicht der Papst eine ausführliche Botschaft zu einem medienethischen Thema. Das Thema wird rund vier Monate vorher bekanntgegeben.

29. September 2026 13:26

Katholische Bischöfe gegen Suizid-Beihilfe und Leihmutterschaft

Fulda (KNA) Nein zu Suizid-Begleitung und Leihmutterschaft, ja zur Organspende: Die katholischen Bischöfe haben bei ihrer Herbsttagung in Fulda zusammen mit dem Caritasverband ihre Positionen zu schwierigen medizinethischen Fragen geschärft. Sie bekräftigten ihre kategorische Ablehnung der Le ...

Fulda (KNA) Nein zu Suizid-Begleitung und Leihmutterschaft, ja zur Organspende: Die katholischen Bischöfe haben bei ihrer Herbsttagung in Fulda zusammen mit dem Caritasverband ihre Positionen zu schwierigen medizinethischen Fragen geschärft.

Sie bekräftigten ihre kategorische Ablehnung der Leihmutterschaft. Denn Leihmutterschaften verletzten immer die menschliche Würde des Kindes und der Mutter, sagte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck am Dienstag. Selbst bei einem altruistischen Austragen des Kindes, wenn also kein Geld an die austragende Mutter gehe, werde das Kind zum Objekt und Vertragsgegenstand herabgewürdigt.

Die Kirche spreche niemandem ab, liebevolle und verantwortungsvolle Eltern sein zu können, sagte Overbeck. Auch sei es unbestritten, dass unerfüllter Kinderwunsch zu großem Leid bei den betroffenen Paaren führen könne. Wichtiger sei aber der unbedingte Schutz der menschlichen Würde des Kindes. Gerade bei Leihmutterschaften im Ausland gebe es entwürdigende und "geradezu unmoralische Vertragsbedingungen". Das Argument, man könnte in Deutschland strenge gesetzliche Rahmenbedingungen für Leihmutterschaften etablieren, sei nicht überzeugend.

Bei der derzeit diskutierten gesetzlichen Neuregelung der Suizidbeihilfe forderte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa, den Schwerpunkt auf Prävention und umfassende therapeutische Begleitung von Schwerstkranken und Suizidwilligen zu legen.

"Der Staat hat den Auftrag, die Freiheit zu schützen, weiterleben zu wollen, weiterleben zu dürfen und weiterleben zu können", sagte Welskop-Deffaa. Das gelte auch für Menschen, die das Gefühl hätten, nichts Produktives mehr für die Gesellschaft zu leisten. Das Anbieten von Suizidbeihilfe dürfe niemals Voraussetzung für die Übernahme von Pflegekosten durch die Pflegekassen werden.

Eindringlich warnte die Caritas vor weiteren Einsparungen im Pflege- und Gesundheitswesen. Auch Vorschläge, wonach Pflegeroboter Menschen ersetzen könnten, seien fatal. Um Pflegekosten zu sparen, könnten Roboter so programmiert werden, dass sie bei verzweifelten Aussagen von Pflegebedürftigen zur Suizid-Beihilfe raten. Dies müsse verhindert werden, sagte Welskop-Deffaa. "Wir alle haben inzwischen genug Fantasie, was Algorithmen machen können."

Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger sagte, dass Menschen oft aus Angst vor Schmerzen oder einer sozialen oder psychischen Notlage einen Suizid in Betracht zögen. Bei wirksamer Schmerzlinderung und palliativer Versorgung trete der Suizidwunsch bei vielen Patienten zurück.

Unterstützung signalisierten die Bischöfe beim politischen Ziel, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. "Wer seine Organe spendet, handelt im Sinn christlicher Nächstenliebe und mitmenschlicher Solidarität", sagte Overbeck. Es dürfe aber keinerlei Druck und Zwang entstehen. Daher spreche sich die katholische Kirche für eine Zustimmungsregelung aus, wonach jeder Bürger offiziell gefragt wird, ob er oder sie Organspender sein will.

29. September 2026 13:21

OECD-Bildungsstudie entfacht Debatte über Lehrkräfte

Berlin (KNA) In Deutschland fehlen Lehrkräfte - diese Erkenntnis aus der neuesten OECD-Bildungsstudie sorgt für Debatten. Der Bildungsexperte der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, fordert ein Umdenken bei der Ausbildung und Arbeit von ...

Berlin (KNA) In Deutschland fehlen Lehrkräfte - diese Erkenntnis aus der neuesten OECD-Bildungsstudie sorgt für Debatten. Der Bildungsexperte der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, fordert ein Umdenken bei der Ausbildung und Arbeit von Lehrkräften in Deutschland. Auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagt, dass die Qualität in vielen Lehramtsstudiengängen nicht stimme.

Laut der am Dienstag vorgestellten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2026" besuchen 55 Prozent der Schüler in Deutschland Schulen, deren Leitungen angeben, dass die Abwesenheit von Lehrkräften das Lernen beeinträchtige. Das ist der zweithöchste Wert unter allen OECD-Ländern und mehr als doppelt so viel wie der OECD-Durchschnitt mit 27 Prozent. Mit 18,6 Prozent verfügte zudem ein hoher Anteil der Lehrkräfte in Deutschland (noch) nicht über einen Abschluss.

Etwa die Hälfte der ausgebildeten Lehrkräfte arbeite in Deutschland später in anderen Bereichen als in der Schule, sagte OECD-Experte Schleicher. In Deutschland liege die Priorität noch zu sehr auf der Klassengröße und zu wenig auf anderen Faktoren, die für die Attraktivität des Berufs entscheidend seien. Wichtiger seien etwa die Qualität der Schulleitung oder das Arbeiten in Teams in geeigneten Räumen in der Schule.

Ministerin Prien bemängelte, in der Lehrerbildung an den Universitäten werde nicht viel in Forschung und Entwicklung investiert. Zudem gebe es hohe Abbrecherquoten. Um dem entgegenzuwirken, könne man zum Beispiel Lehramtsanwärter in den ersten Semestern begleiten. Das erhöhe die Chancen, dass sie ihr Studium zum Abschluss führten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nutzte seine Rede bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises am Dienstag dazu, den Lehrkräften zu danken. "Lehrerinnen und Lehrer sind die wichtigste Berufsgruppe unseres Landes", sagte Merz. "Wir vertrauen Ihnen das Wertvollste an, was wir haben. Das sind unsere Kinder", so der Kanzler an die anwesenden Lehrkräfte.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte von Merz Taten und eine ausreichende Bildungsfinanzierung statt schöner Worte. "Wir nehmen den Bundeskanzler beim Wort und erwarten von ihm und den Ländern jetzt eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive sowie deutliche Investitionen in die Bildungsqualität", sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Der Deutsche Philologenverband forderte eine spürbare Entlastung der im Dienst stehenden Lehrkräfte und warnte vor weiteren Kürzungen in der Lehrkräfteausbildung. Der Lehrkräftemangel ist in Deutschlands Schulen ein dramatisches und alltäglich präsentes Problem, und er wird sich nicht von selbst erledigen, so die Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing. Sie sprach sich gegen größere Klassen aus.

Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, Tomi Neckov, erklärte: "Der bevorstehende demografische Rückgang muss genutzt werden, um die Unterrichtsversorgung qualitativ zu verbessern - mit kleineren Klassen, mehr Zeit für individuelle Förderung und einer nachhaltigen Arbeitsorganisation an Schulen."

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