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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026

© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Firmung

Ein Sakrament und seine Nähe zu Pfingsten –
Glaube, Orientierung und Rückenwind

© S.H.exclusiv / Shutterstock.com
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Libori: 25. Juli bis 2. August

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

© Erzbistum Paderborn
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#wepower - hier wirkt das Wir!

Gute Gründe für jeden Monat

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Ein Tag, der bewegt: Junge Menschen mit Beeinträchtigung beim Reitturnier in Balve

Beim Inklusionstag auf dem Reitturnier in Balve erlebten Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung einen besonderen Tag voller Teilhabe und Begegnung. Sie erhielten exklusive Einblicke hinter die Kulissen des hochrangigen Reitsportevents.

Neupriester im Porträt

Viktor Schefer gibt in diesem Video einen persönlichen Einblick in seinen Alltag als Diakon und Neupriester 2026. Zwischen Gefängnisseelsorge, Schule und Kirche wird deutlich, was es bedeutet, Menschen wirklich zu begegnen, zuzuhören und Hoffnung zu teilen – gerade dort, wo das Leben herausfordernd ist.

Katholikentag im Erzbistum Paderborn: Das sind wir

Der 105. Katholikentag findet 2028 in Paderborn statt. Vom 24. bis zum 28. Mai laden Stadt und Erzbistum Paderborn ein zu einem großen Fest des Glaubens und der Begegnung. Was dich in Paderborn beim Katholikentag erwartet? Unglaublich viel. Im Film stellen wir das Erzbistum Paderborn ein wenig näher vor: 10 gute Gründe, warum du uns besuchen sollst.

KNA Newsticker

2. Juli 2026 15:27

Vatikan ermöglicht reuigen Piusbrüdern Rückkehr

Vatikanstadt (KNA) Kurz nach der aufsehenerregenden unerlaubten Bischofsweihe im schweizerischen Écône ist der Vatikan bereit, reuige Piusbrüder wieder in die Kirche aufzunehmen. Die Bedingung: Sie müssen dem Papst Treue versprechen und die gültige katholische Lehre akzeptieren. Eine entspr ...

Vatikanstadt (KNA) Kurz nach der aufsehenerregenden unerlaubten Bischofsweihe im schweizerischen Écône ist der Vatikan bereit, reuige Piusbrüder wieder in die Kirche aufzunehmen. Die Bedingung: Sie müssen dem Papst Treue versprechen und die gültige katholische Lehre akzeptieren. Eine entsprechende Mitteilung des Glaubensdikasteriums verbreitete der Vatikan am Donnerstagnachmittag.

Demnach müssen Priester, die der Piusbruderschaft angehören und nun in die Kirche zurück wollen, dem Papst einen eigenhändigen Brief schreiben. Darin sollen sie um die Rücknahme der gegen sie verhängten Strafe bitten. Priester, die von einem Bischof der Piusbruderschaft geweiht wurden oder auf andere Weise dort Mitglied wurden, sind in der Regel kirchenrechtlich vom priesterlichen Dienst suspendiert oder exkommuniziert, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Letzteres ist die Konsequenz der am Mittwoch vollzogenen unerlaubten Bischofsweihe, die international für Aufsehen sorgte.

Ferner muss der Betroffene ein Glaubensbekenntnis und eine Kirchenzugehörigkeits-Erklärung unterschreiben; dies muss er an seinen jeweils zuständigen Ortsbischof oder sonstigen Oberen schicken. Darin verpflichtet er sich unter anderem, den Papst und dessen Lehren nicht öffentlich zu kritisieren.

Zudem muss er erklären, dass er die Gültigkeit der Messfeiern anerkennt, die in der Form gefeiert werden, wie sie seit 1970 weltweit üblich ist. Schließlich muss er erklären, dass er die Lehren der ökumenischen Konzilien anerkennt. Das bisher letzte davon war das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965). Entscheidende Reformen dieser Kirchenversammlung lehnen die Piusbrüder ab.

Der Bischof oder Obere - das kann auch ein Oberer der traditionalistischen, papsttreuen Petrusbruderschaft sein - nimmt den Rückkehrer für die Dauer von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren zur Probe auf. Dann entscheidet er, ob er dem Rückkehrer in seinem Bistum oder seiner Gemeinschaft einen Platz zuteilt.

Für Laien, die der Piusbruderschaft förmlich angehören, genügt ein schriftliches Glaubensbekenntnis mitsamt Kirchenzugehörigkeits-Erklärung an den Ortsbischof. Dieser kann dann die Wiederaufnahme so vornehmen, wie er es für geboten hält.

Gläubige, die lediglich öfters Gottesdienste der Bruderschaft besucht haben, aber die Lehre und die Autorität des Papstes anerkennen, gelten gemäß dem Schreiben nicht als bestraft. Bei ihnen reicht es aus, sich an einen regulären katholischen Priester zu wenden und zu versprechen, dass sie künftig nicht mehr die Gottesdienste der Piusbruderschaft besuchen.

Anders als bei der Exkommunikation der Pius-Bischöfe von 1988 richtet der Vatikan diesmal keine eigene Kommission für die Wiederaufnahme abtrünniger Traditionalisten ein. Auch spezielle Gemeinschaften für traditionalistische Priester, wie seinerzeit die Petrusbruderschaft, werden diesmal nicht gegründet. Priester, die der Piusbruderschaft den Rücken kehren, können dort auch diesmal eine neue geistliche Heimat finden.

2. Juli 2026 14:34

Ministerin Warken verteidigt Aus für telefonische Krankschreibung

Berlin (KNA) Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung verteidigt. "Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung hat sich während der Pandemie bewährt - einer Zeit des Ausnahmezustands. Generell gilt: Niemand soll zur Arb ...

Berlin (KNA) Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung verteidigt. "Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung hat sich während der Pandemie bewährt - einer Zeit des Ausnahmezustands. Generell gilt: Niemand soll zur Arbeit gehen, wenn Krankheit dem entgegensteht. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern", sagte Warken der "Rheinischen Post" (Freitag).

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass die Hürden für eine Arbeitsunfähigkeitserklärung durch die telefonische Krankschreibung deutlich gesenkt worden seien. "Daher ist es richtig, diese wieder abzuschaffen", sagte die CDU-Politikerin. Zuvor hatten Krankenkassen, Ärzte und Sozialverbände die von der Bundesregierung geplanten Verschärfungen bei der Krankschreibung von Arbeitnehmern heftig kritisiert.

Die Bundesärztekammer erklärte, die telefonische Krankschreibung habe sich in der Praxis bewährt und sei nicht missbraucht worden. Eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitserklärung am ersten Krankheitstag werde dafür sorgen, dass gerade in der Erkältungs- und Grippesaison die Wartezimmer weiter gefüllt würden und die Praxisteams, die schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiteten, zusätzlich belastet würden. "Darüber hinaus ist es ein Affront, dass die Ärzteschaft nun unter den Generalverdacht gestellt wird, falsche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auszustellen und ihr mit einer Verschärfung des Strafrechts gedroht wird."

Die schwarz-rote Koalition hatte am Mittwochabend beschlossen, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag einzuführen. Die Beschlüsse seien "absolut katastrophal", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag. "Auf unsere Praxen kommt damit eine riesige Bürokratiewelle zu, die kaum zu bewältigen sein wird", betonte er.

Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sprach von einer "Zumutung, die an Unverschämtheit grenzt". Die Regierung wolle den niedergelassenen Ärzten offenbar noch mehr Bürokratie und Arbeit aufbürden, erklärten Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner. "Es grenzt an Irrsinn, abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen für das reine Ausfüllen von Zetteln. Wer hustet, eine Magen-Darm-Infektion hat, gehört ins Bett - und nicht in die übervolle Praxis."

Die Kinder- und Jugendärzte halten die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung für einen völlig falschen Schritt. Die Praxen seien an das System gewöhnt, es sei nicht ausgenutzt worden und Eltern hätten nicht wegen jeder Bagatellerkrankung zum Arzt gemusst, sagte der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen, Jakob Maske, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. "Es war ein super System."

Die Betriebskrankenkassen erklärten, mit einem Anteil von nur 0,85 Prozent mache die telefonische Krankschreibung einen verschwindend geringen Teil aller Krankschreibungen aus. "Sie ist also weder ein Freibrief für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch ein Treiber des Krankenstandes, sondern ein bewährtes Entlastungstool", erklärte Vorständin Anne-Kathrin Klemm. Die Neuregelung zur Krankschreibung widerspreche zudem Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), ein Primärarztsystem einzuführen. Ihr Vorhaben, eine bessere Patientensteuerung einzuführen, werde torpediert.

Der Sozialverband VdK kritisierte, die Beschlüsse zur Krankschreibung seien Ausdruck einer Misstrauenskultur: "Die Regierung unterstellt den Menschen wieder einmal, den Sozialstaat zum Blaumachen auszunutzen. Das ist nicht die Realität."

Hausärzte-Sprecher Blumenthal-Beier sagte, alle Statistiken und Untersuchungen belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe. Es handele sich nur um einen statistischen Effekt, weil durch die elektronische Erfassung mehr Krankschreibungen in der Statistik auftauchten, so der Verbandschef.

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) distanzierte sich vom Beschluss einer verpflichtenden Krankschreibung ab Tag eins. "Ich hätte das nicht gemacht, aber die Betriebe können davon abweichen", sagt Lauterbach dem "Spiegel". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte allerdings nach dem Koalitionsausschuss, dass Betriebe von der Pflicht zur schnellen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abweichen können sollen.

2. Juli 2026 14:25

Weimer begrüßt geplante Sonntagsöffnung von Bibliotheken

Berlin (KNA) Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat Pläne der schwarz-roten Koalition zur Sonntagsöffnung öffentlicher Bibliotheken begrüßt. Auch der Deutsche Bibliotheksverband sprach von einer positiven Entwicklung. Weimer (parteilos) erklärte am Donnerstag in Berlin, die Bibliotheken w ...

Berlin (KNA) Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat Pläne der schwarz-roten Koalition zur Sonntagsöffnung öffentlicher Bibliotheken begrüßt. Auch der Deutsche Bibliotheksverband sprach von einer positiven Entwicklung.

Weimer (parteilos) erklärte am Donnerstag in Berlin, die Bibliotheken würden als lebendige Kultur- und Bildungsorte gestärkt. "Denn diese sind weit mehr als nur Ausleihe von Büchern, sie sind auch offene Räume für Begegnung und Austausch." Dass zukünftig mehr Bibliotheken auch sonntags öffnen dürften, sei ein großer Gewinn für die kulturelle Teilhabe. "Gerade Berufstätige und Familien bekommen so die Möglichkeit, Bibliotheken dann zu nutzen, wenn sie Zeit haben. Das macht den Zugang zu Wissen, Kultur und Gemeinschaft einfacher und passt besser zum Alltag vieler Menschen."

Bibliotheken seien heute neben Buch- und Medienausleihe zu lebendigen Treffpunkten geworden, betonte der Staatsminister. Als sogenannte "dritte Orte" zwischen Zuhause und Arbeitsplatz leisteten sie einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei dadurch gewährleistet, dass Bibliotheken unter Einbeziehung der Personalvertretungen selbst über die Öffnung an Sonn- und Feiertagen entscheiden könnten. "Somit bekommen Öffentliche Bibliotheken bundesweit größere Spielräume, ihre Angebote an den Bedürfnissen ihrer Besucherinnen und Besucher auszurichten."

Der Koalitionsausschuss hatte beschlossen, dass Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken künftig sonntags länger öffnen dürfen. Damit werde auch ein Punkt des Koalitionsvertrags umgesetzt, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dies soll ab dem 1. Januar 2027 gelten.

Der Bundesgeschäftsführer des Bibliotheksverbands, Holger Krimmer, erklärte dazu, nach der Einigung der schwarz-roten Koalition gelte es nun, eine klare rechtliche Grundlage zu schaffen. Eine Zwei-Klassen-Struktur, wie sie der aktuelle Referentenentwurf zum Arbeitszeitgesetz aus dem Bundesarbeitsministerium vorschlage, sei aber auf jeden Fall zu vermeiden. "Bibliotheken müssen ohne Wenn und Aber die gleichen Möglichkeiten bekommen, wie sie Museen, Vergnügungseinrichtungen und Einrichtungen des Sports schon längst haben", sagte der Geschäftsführer.

Krimmer kritisierte den Referentenentwurf, der enge Bedingungen für eine Sonntagsöffnung der Bibliotheken formuliere. So werde eine zeitliche Beschränkung auf sechs Stunden vorgeschrieben. Zugleich sollten nur jene Bibliotheken öffnen dürfen, die Orte der Kultur, Bildung und Begegnung seien. "Da Bibliotheken aber per se solche Orte sind, steht eine solche bedingende Formulierung in der Praxis einer rechtssicheren Anwendung im Weg."

Bislang müssen öffentliche Bibliotheken in vielen Bundesländern ihre Türen sonntags schließen, während Museen, Theater und Opernhäuser öffnen dürfen. Der Deutsche Bibliotheksverband setzt sich seit Langem für eine bundesweit einheitliche Sonntagsöffnung ein. Damit sollten vor allem die Personen, die unter der Woche stark eingebunden sind, auch sonntags ihre Bibliothek nutzen können.

2. Juli 2026 13:51

Studie zur Eheberatung: Paare suchen oft zu spät Hilfe beim Profi

Freiburg (KNA) Paartherapie ist grundsätzlich ein guter Weg aus einer Beziehungskrise - allerdings nur, wenn sie rechtzeitig erfolgt: Wer es endlich in den Therapieraum schaffe, bringe dagegen meist eine Partnerschaft im Endstadium mit, so das Ergebnis einer neuen Studie der Katholischen Hochsc ...

Freiburg (KNA) Paartherapie ist grundsätzlich ein guter Weg aus einer Beziehungskrise - allerdings nur, wenn sie rechtzeitig erfolgt: Wer es endlich in den Therapieraum schaffe, bringe dagegen meist eine Partnerschaft im Endstadium mit, so das Ergebnis einer neuen Studie der Katholischen Hochschule Freiburg.

"Besonders entscheidend ist, dass viele Paare erst sehr spät in die Beratung kommen, wenn sich Konflikte bereits über Jahre verfestigt haben und die Beziehung stark belastet ist", erklärt der Psychologe und Psychotherapeut Christian Roesler.

Er untersuchte die Wirkung von Paartherapie demnach unter realen Bedingungen; dabei zeigte sich, dass die Erfolge unter diesen Voraussetzungen geringer ausfielen als bei bisherigen klinischen Studien. Unter künstlich optimierten Laborbedingungen mit handverlesenen Klienten erzielt Paartherapie demnach in der Regel "hervorragende Effektstärken". Im echten Leben dagegen waren die Effektstärken nur ungefähr halb so groß.

Der Grund dafür liege in der Härte des Alltags, hieß es weiter. Im Gegensatz zu den glatten Teilnehmerlisten der Laborstudien bringen die realen Klienten laut Roesler handfeste Krisen und chronisch unsichere Bindungsmuster mit. "Entscheidend ist am Ende weniger die Frage, ob Paartherapie wirkt, sondern unter welchen Bedingungen sie wirkt - und wie wir Paare früher erreichen können", so der Forscher.

Als besonders belastend für eine lange und glückliche Beziehung sei insbesondere die fehlende Zeit füreinander: Viele Paare jagen demnach einem unreflektierten, hochromantischen Ideal hinterher und landen unvorbereitet in der ersten harten Krise. Die Paare in den Studien verbrachten im Schnitt demnach nur 15 bis 17 Stunden Freizeit pro Woche miteinander.

Gleichzeitig zeigen die Daten, dass weniger als 40 Prozent der Paare eine deutlich verbesserte Beziehungssituation erreichen. "Wir sehen über alle Studien hinweg, dass etwa die Hälfte der Paare die Therapie vorzeitig beendet. Das beeinflusst die Ergebnisse erheblich und gehört zur Realität der Versorgung", so Roesler.

Wer gegensteuern wolle, bevor das Fundament Risse bekomme, könne die Einschätzung seiner Beziehung selbstständig vornehmen, empfiehlt Roesler. Die Plattform www.lotsenportal.de bietet demnach einen kostenfreien Fragebogen, mit dem Paare ihre Beziehungsqualität anonym selbst einschätzen können, um bei Bedarf gezielt zu passenden Unterstützungsangeboten gelotst zu werden.

Dies sei durchaus sinnvoll, so der Psychologe. Das Risiko, nach einer Trennung an einer Depression zu erkranken, schnelle statistisch um 188 Prozent in die Höhe.

2. Juli 2026 13:48

Verband: Bestatter sind auf heiße Tage vorbereitet

Düsseldorf/Köln (KNA) Die Bestatter in Deutschland sind einem Verband zufolge auf eine mögliche nächste Hitzewelle vorbereitet. Nach dem vergangenen heißen Wochenende hätten einzelne Bestattungshäuser von einer erhöhten Anzahl an Sterbefällen berichtet, teilte der Bundesverband Deutsche ...

Düsseldorf/Köln (KNA) Die Bestatter in Deutschland sind einem Verband zufolge auf eine mögliche nächste Hitzewelle vorbereitet. Nach dem vergangenen heißen Wochenende hätten einzelne Bestattungshäuser von einer erhöhten Anzahl an Sterbefällen berichtet, teilte der Bundesverband Deutscher Bestatter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. Aber: "Bestattungsunternehmen sind grundsätzlich darauf vorbereitet, auch temporäre Schwankungen im Sterbefallaufkommen zu bewältigen."

Unter anderem hatte der Kölner Bestatter Christoph Kuckelkorn von mehr Toten infolge der hohen Temperaturen berichtet. "So eine Situation habe ich im Kölner Raum noch nicht erlebt", sagte er der KNA. Seine Mitarbeiter müssten nach wie vor viele Fälle parallel bearbeiten. Die Lagerung von Verstorbenen, die Gespräche mit den Angehörigen und Organisationsarbeiten müssten jetzt "in einer schnelleren Taktung durchgeführt werden".

Auf die mögliche nächste Hitzewelle bereitet sich der Bestatter vor. So hole sein Unternehmen derzeit Mitarbeiter aus dem Urlaub und nehme ungenutzte Kühlräume in Betrieb. "Die Situation bringt uns ein bisschen an die Kapazitätsgrenze, weil die Arbeitstage wirklich sehr lang sind", sagte Kuckelkorn.

2. Juli 2026 13:17

Heftige Kritik an schärferen Regeln zu Krankschreibung

Berlin (KNA) Krankenkassen, Ärzte und Sozialverbände haben die von der Bundesregierung geplanten Verschärfungen bei der Krankschreibung von Arbeitnehmern heftig kritisiert. Die Bundesärztekammer erklärte, die telefonische Krankschreibung habe sich in der Praxis bewährt und sei nicht missbr ...

Berlin (KNA) Krankenkassen, Ärzte und Sozialverbände haben die von der Bundesregierung geplanten Verschärfungen bei der Krankschreibung von Arbeitnehmern heftig kritisiert.

Die Bundesärztekammer erklärte, die telefonische Krankschreibung habe sich in der Praxis bewährt und sei nicht missbraucht worden. Eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitserklärung am ersten Krankheitstag werde dafür sorgen, dass gerade in der Erkältungs- und Grippesaison die Wartezimmer weiter gefüllt würden und die Praxisteams, die schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiteten, zusätzlich belastet würden. "Darüber hinaus ist es ein Affront, dass die Ärzteschaft nun unter den Generalverdacht gestellt wird, falsche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auszustellen und ihr mit einer Verschärfung des Strafrechts gedroht wird."

Die schwarz-rote Koalition hatte am Mittwochabend beschlossen, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag einzuführen. Die Beschlüsse seien "absolut katastrophal", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag. "Auf unsere Praxen kommt damit eine riesige Bürokratiewelle zu, die kaum zu bewältigen sein wird", betonte er.

Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sprach von einer "Zumutung, die an Unverschämtheit grenzt". Die Regierung wolle den niedergelassenen Ärzten offenbar noch mehr Bürokratie und Arbeit aufbürden, erklärten Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner. "Es grenzt an Irrsinn, abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen für das reine Ausfüllen von Zetteln. Wer hustet, eine Magen-Darm-Infektion hat, gehört ins Bett - und nicht in die übervolle Praxis."

Die Kinder- und Jugendärzte halten die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung für einen völlig falschen Schritt. Die Praxen seien an das System gewöhnt, es sei nicht ausgenutzt worden und Eltern hätten nicht wegen jeder Bagatellerkrankung zum Arzt gemusst, sagte der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen, Jakob Maske, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. "Es war ein super System."

Die Betriebskrankenkassen erklärten, mit einem Anteil von nur 0,85 Prozent mache die telefonische Krankschreibung einen verschwindend geringen Teil aller Krankschreibungen aus. "Sie ist also weder ein Freibrief für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch ein Treiber des Krankenstandes, sondern ein bewährtes Entlastungstool", erklärte Vorständin Anne-Kathrin Klemm. Die Neuregelung zur Krankschreibung widerspreche zudem Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), ein Primärarztsystem einzuführen. Ihr Vorhaben, eine bessere Patientensteuerung einzuführen, werde torpediert.

Der Sozialverband VdK kritisierte, die Beschlüsse zur Krankschreibung seien Ausdruck einer Misstrauenskultur: "Die Regierung unterstellt den Menschen wieder einmal, den Sozialstaat zum Blaumachen auszunutzen. Das ist nicht die Realität."

Hausärzte-Sprecher Blumenthal-Beier sagte, alle Statistiken und Untersuchungen belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe. Es handele sich nur um einen statistischen Effekt, weil durch die elektronische Erfassung mehr Krankschreibungen in der Statistik auftauchten, so der Verbandschef.

Die Krankschreibungspflicht ab Tag eins werde dazu führen, dass Millionen zusätzliche Menschen in die Arztpraxen kommen müssten, nur um sich eine Krankschreibung abzuholen - "ohne dass das medizinisch irgendeinen Sinn ergibt". Die Folgen seien längere Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten, die wirklich medizinische Hilfe brauchten.

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) distanzierte sich vom Beschluss einer verpflichtenden Krankschreibung ab Tag eins. "Ich hätte das nicht gemacht, aber die Betriebe können davon abweichen", sagt Lauterbach dem "Spiegel". Bislang ist eine ärztliche Bescheinigung erst ab dem vierten Tag vorgeschrieben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte allerdings nach dem Koalitionsausschuss, dass Betriebe von der Pflicht zur schnellen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abweichen können sollen. Möglich wären demnach Ausnahmen durch einzelvertragliche Vereinbarungen, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge.

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