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Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

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Charlotte Roland feierte in Bigge ihre Jungfrauenweihe. Doch wie kam sie zu diesem besonderen Schritt – und was bedeutet es, als geweihte Jungfrau zu leben? Im Film erzählt sie von ihrem Glauben und warum sie sich für diesen Weg entschieden hat.

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Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

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KNA Newsticker

5. Oktober 2026 23:01

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer drastisch gestiegen

Berlin (KNA) Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland ist in diesem Jahr drastisch gestiegen. Wie die Funke-Medien am Dienstag berichten, gingen von Januar bis Ende August bereits 12.102 Anträge beim zuständigen Bundesamt ein. Damit liege die Zahl der entsprechenden Anträge schon j ...

Berlin (KNA) Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland ist in diesem Jahr drastisch gestiegen. Wie die Funke-Medien am Dienstag berichten, gingen von Januar bis Ende August bereits 12.102 Anträge beim zuständigen Bundesamt ein. Damit liege die Zahl der entsprechenden Anträge schon jetzt mehr als dreimal so hoch wie im gesamten Jahr 2025, für das 3.879 registriert wurden.

Wie stark der Trend zuletzt zugenommen hat, zeigt demnach ein Vergleich mit der Halbjahres-Bilanz: Bis Ende Juni 2026 hatte das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben den Angaben zufolge den Eingang von 5.862 Anträgen gemeldet. Innerhalb von zwei Monaten habe sich die Zahl seitdem also verdoppelt.

Ein Grund für die Entwicklung ist laut dem Bericht das Inkrafttreten des neuen Wehrdienstgesetzes zum Jahresanfang. Alle deutschen Staatsbürger erhalten demnach im Jahr ihrer Volljährigkeit Fragebögen, um ihre Eignung für den Dienst an der Waffe abzufragen.

Für Männer ist das Ausfüllen des Fragebogens verpflichtend, für Frauen und übrige Geschlechtsidentitäten freiwillig. Generell besteht danach jedoch noch keine Verpflichtung zum Wehrdienst. Dennoch haben Männer, die von einer möglichen Wehrpflicht betroffen sind, das Recht, den Dienst bei der Bundeswehr vorsorglich zu verweigern.

Das zuständige Bundesamt berichtet laut den Funke-Medien von massiven Problemen bei der Bearbeitung der Anträge. Aktuell werde eine "hohe Zahl an fehlgeleiteten Anträgen beobachtet, die mit nicht anerkennungsfähigem Inhalt eingehen und unbearbeitet zurückgesandt werden müssen", so eine Behördensprecherin.

Ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ist schriftlich beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr einzureichen. Das leitet ihn - in der Regel nach Feststellung der gesundheitlichen Eignung durch die Musterung - an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben weiter, das über den Antrag entscheidet.

Verlangt werden ein kurzes Anschreiben mit Berufung auf das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung samt Unterschrift, ein vollständiger tabellarischer Lebenslauf sowie eine ausführliche und persönlich verfasste Begründung der Gewissensentscheidung.

5. Oktober 2026 23:00

Studie: Versorgung in häuslicher Pflege oft problematisch

Berlin (KNA) Bei jedem zweiten Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege sind nach Angaben der Angehörigen in den vergangenen sechs Monaten Medikamente falsch oder gar nicht angewendet worden. Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), die den Funke-Medien vorlie ...

Berlin (KNA) Bei jedem zweiten Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege sind nach Angaben der Angehörigen in den vergangenen sechs Monaten Medikamente falsch oder gar nicht angewendet worden. Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), die den Funke-Medien vorliegt. In 19 Prozent der Fälle kam es demnach wiederholt zu solchen Problemen.

Zudem berichteten 26 Prozent der Befragten von mehrfachen Problemen mit abgelaufenen oder nicht auffindbaren Arzneimitteln sowie fehlenden Rezepten. 59 Prozent der Betroffenen nehmen nach Auskunft der Angehörigen dauerhaft fünf oder mehr Medikamente ein.

Für die Studie wurden den Angaben zufolge bundesweit 1.012 pflegende Angehörige im Alter von 40 bis 85 Jahren befragt. Sie mussten seit mindestens sechs Monaten mindestens einmal pro Woche eine Person ab 60 Jahren mit Pflegegrad zu Hause versorgen.

36 Prozent der Befragten berichteten, dass die pflegebedürftige Person innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen oder mehrere Stürze mit Verletzungen erlitten habe. Ebenfalls 36 Prozent gaben an, dass die Person in diesem Zeitraum mindestens einmal als Notfall im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Insgesamt berichteten 51 Prozent von mindestens einem Krankenhausaufenthalt.

Für den ZQP-Vorstandsvorsitzenden Ralf Suhr zeigen die Ergebnisse, dass mehr in Sachen Prävention getan werden müsse. Zugleich betonte er die bedeutende Rolle pflegender Angehöriger: "Pflegende Angehörige sind Schlüsselakteure in der Pflege und Gesundheitsversorgung in Deutschland." Ihr Engagement könne durch professionelle Angebote nicht ersetzt werden. Deshalb müssten Angehörige systematisch und als Partner auf Augenhöhe von Pflege und Medizin in den Versorgungsprozess einbezogen werden.

Für die Angehörigen selbst ist die Pflege laut der Erhebung häufig belastend. 53 Prozent fühlen sich demnach psychisch belastet, 38 Prozent körperlich. 61 Prozent verschieben wegen der Pflege wichtige eigene Vorhaben, 42 Prozent vernachlässigen soziale Beziehungen. Bei Angehörigen von Menschen mit Demenz liegen die Werte mit 71 Prozent psychischer und 47 Prozent körperlicher Belastung noch höher.

5. Oktober 2026 17:41

Shida Bazyar bekommt Deutschen Buchpreis für "Die Lücken"

Frankfurt (KNA) Die Schriftstellerin Shida Bazyar erhält in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Die Autorin wurde am Montagabend in Frankfurt für ihren Roman "Die Lücken" ausgezeichnet. Er setzt sich mit der verdrängten Geschichte von Verfolgung in einer westdeutschen Kleinstadt auseinander ...

Frankfurt (KNA) Die Schriftstellerin Shida Bazyar erhält in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Die Autorin wurde am Montagabend in Frankfurt für ihren Roman "Die Lücken" ausgezeichnet. Er setzt sich mit der verdrängten Geschichte von Verfolgung in einer westdeutschen Kleinstadt auseinander.

Das Buch reflektiere anhand einzelner Schicksale fast 100 Jahre ambivalenten deutschen Lebens, begründete die Jury die Entscheidung. "Es waren Nachbarn, die zusahen, wie jüdische Menschen aus den Straßen verschwanden. Es sind Nachbarn, die Entscheidungen treffen, ob Menschen mit Migrationsgeschichte sich zu Hause fühlen."

Die 1988 geborene Autorin wähle überzeugende literarische Strategien, so die Jury weiter: "Der Blick einer toten Erzählerin und die kaleidoskopische Struktur des Textes ermöglichen es, zwischen den Zeiten zu springen sowie Nähe und Distanz zu erzeugen."

Bazyar sagte in ihrer Dankesrede: "Es fällt mir nicht so richtig leicht, so richtig Freude zu empfinden, muss ich sagen, weil das schon ein sehr merkwürdiges Gefühl ist, wenn man einen Roman schreibt über Menschen, die verfolgt wurden und terrorisiert wurden und ermordet wurden. Sich dann einfach richtig zu freuen, das kommt mir nicht ganz richtig vor." Deswegen solle die Wertschätzung den Menschen gehören, um die es in dem Buch geht, so Bazyar.

Die Schriftstellerin mit iranischen Wurzeln betonte: "Ich möchte darauf hinweisen, dass die antisemitischen Straftaten auf einem Höchststand sind - und die rassistischen auch. Und dass es im Moment keine Minderheit in Deutschland gibt, die keinen Grund zur Sorge hat."

Bazyar wuchs in Hermeskeil (Rheinland-Pfalz) auf und lebt heute in Berlin. Der Hauptpreis für den besten deutschsprachigen Roman ist mit 25.000 Euro dotiert. Im Finale waren auch Franziska Gänsler mit "Orca", Valeria Gordeev mit "Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle", Elias Hirschl mit "Schleifen", Peggy Mädler mit "Selbstregulierung des Herzens" und Dana Vowinckel mit "Anton und Alma".

5. Oktober 2026 16:51

Deutscher Buchpreis geht an Shida Bazyar

Frankfurt (KNA) Shida Bazyar erhält in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Die Autorin wurde am Montagabend in Frankfurt für ihren Roman "Die Lücken" ausgezeichnet. "Die Lücken" ist ein Anti-Heimatroman über verdrängte Erinnerung und Verantwortung in einer Kleinstadt im Hunsrück. Beginne ...

Frankfurt (KNA) Shida Bazyar erhält in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Die Autorin wurde am Montagabend in Frankfurt für ihren Roman "Die Lücken" ausgezeichnet.

"Die Lücken" ist ein Anti-Heimatroman über verdrängte Erinnerung und Verantwortung in einer Kleinstadt im Hunsrück. Beginnend in den 1920er Jahren, lässt Bazyar das Erzählen beständig zwischen den Zeitebenen wechseln und schneidet historisches und fiktives Material gegeneinander.

Bazyar wuchs in Hermeskeil (Rheinland-Pfalz) auf und lebt heute in Berlin. Der Hauptpreis des Deutschen Buchpreises ist mit 25.000 Euro dotiert.

5. Oktober 2026 14:50

Ehemaliger "Kräutergarten" nun Teil der KZ-Gedenkstätte Dachau

München/Dachau (KNA) Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten übernimmt Teilflächen des ehemaligen "Kräutergartens" in der Nähe des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Dachau. Ein entsprechender notarieller Vertrag wurde nun mit der Stadt Dachau unterzeichnet, wie die Stiftung am Montag mittei ...

München/Dachau (KNA) Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten übernimmt Teilflächen des ehemaligen "Kräutergartens" in der Nähe des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Dachau. Ein entsprechender notarieller Vertrag wurde nun mit der Stadt Dachau unterzeichnet, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Ziel sei, das Areal künftig in die Gedenkstätten-Arbeit einzubeziehen. Nach langjährigen Verhandlungen könnten damit die konkreten Vorbereitungen beginnen, um den Erinnerungsort "Plantage" zu erschließen.

Die SS errichtete ab 1938/39 unmittelbar östlich des Häftlingslagers eine großflächige landwirtschaftliche Versuchs- und Produktionsanlage. Sie wurde von der SS-eigenen "Deutschen Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung" betrieben. Heil- und Gewürzpflanzen sollten angebaut, erforscht und für eine vermeintliche "deutsche Volksmedizin" nutzbar gemacht werden.

Die SS bezeichnete das Gelände beschönigend als "Kräutergarten". Die Häftlinge sprachen - mit Bezug zur Sklavenarbeit - von "Plantage". Von 1939 bis 1945 mussten dort Tausende Gefangene auf den Feldern, in den Gewächshäusern und bei der Verarbeitung der Erzeugnisse Zwangsarbeit verrichten. Unterernährung, unzureichende Kleidung, Schikanen und Misshandlungen machten ihre Arbeit lebensgefährlich.

Laut der Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Gabriele Hammermann, erzählten Spuren von wirtschaftlichen Interessen der SS und einem System rücksichtsloser Ausbeutung. Diese Geschichten sollen künftig unmittelbar am historischen Ort vermittelt werden. Auf dem Gelände sind den Angaben zufolge auch Relikte mehrerer Gewächshäuser erhalten.

Nach den Worten von Stiftungsdirektor Karl Freller steht das Gelände beispielhaft für die Verbindung von NS-Herrschaft, Zwangsarbeit und Ausbeutung. Diese Zusammenhänge sichtbar zu machen, sei ein wichtiger Auftrag der Gedenkstättenarbeit. Er dankte dem Land Bayern, das mit einem Ministerratsbeschluss vom Mai 2026 eine Übernahme ermöglicht und die Kosten dafür übernommen habe.

Auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie der Chef des Hauses Wittelsbach, Herzog Franz von Bayern, hatten sich laut Mitteilung über viele Jahre dafür eingesetzt, dass der Ort in die Gedenkstättenarbeit einbezogen wird.

5. Oktober 2026 13:42

Patientenschützer zu US-Hinrichtung: Gibt kein humanes Tötungsmittel

Dortmund (KNA) Die gescheiterte Hinrichtung einer Mörderin im US-Bundesstaat Tennessee löst auch in Deutschland Diskussionen um das verwendete Mittel Natrium-Pentobarbital aus. Obwohl der zum Tode verurteilten Christa Pike kürzlich zwei Dosen davon gespritzt worden waren, überlebte die 50-J ...

Dortmund (KNA) Die gescheiterte Hinrichtung einer Mörderin im US-Bundesstaat Tennessee löst auch in Deutschland Diskussionen um das verwendete Mittel Natrium-Pentobarbital aus. Obwohl der zum Tode verurteilten Christa Pike kürzlich zwei Dosen davon gespritzt worden waren, überlebte die 50-Jährige und befindet sich nun in kritischem Zustand. Experten vermuten, dass ein fehlerhaft gelegter Venenzugang der Grund sein könnte. Nicht auszuschließen sei zudem, dass das Mittel verdorben oder unsachgemäß zubereitet gewesen sei.

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, erklärte am Montag: Der aktuelle Fall zeige, dass es kein humanes und sicheres Tötungsmittel gebe. "Das gilt auch für das vor allem in der Schweiz verwendete Natrium-Pentobarbital." Dennoch drängten Suizidhelfer und Suizidwillige seit Jahren auf eine Zulassung des Präparats als humanes Tötungsmittel in der Bundesrepublik.

"Obwohl in Deutschland mittlerweile jährlich fast 1.300 Menschen durch organisierten assistierten Suizid sterben, fehlt hierzulande wissenschaftliche Expertise über die verwendeten Methoden", kritisierte Brysch. Selbst statistische Erhebungen des zuständigen Bundesamtes fehlten. "Es ist überfällig, hier Licht ins Dunkel zu bringen." Der Bundestag müsse sich mit den Fakten der Selbsttötungspraxis beschäftigen, bevor er gesetzliche Regeln dazu festlege.

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