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„WIR WOLLEN MEHR“

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Fastenzeit-Aktion für Familien und Paare

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

14.02.2026

Paartherapeut: Wie der Heilige Valentin ein wenig Struktur in die Liebe bringen kann

„Freut Euch, dass Ihr hier gelandet seid! Der liebe Gott hat Euch hierhin geführt“, sagt Rudolf Sanders zu Paaren, wenn sie – meist geknickt - vor ihm sitzen. Warum ein christliches Fundament hilft und wieso der Valentinstag wichtig ist? Dies und mehr im Interview.
© Besim Mazhiqi /Erzbistum Paderborn
12.02.2026

Karnevalstrubel im Erzbistum: Aktive werben im Umzug für den Glauben

Sechs Tage närrisches Treiben beginnen und Gemeindeteams sind mittendrin. Mit Wagen zur "Baustelle Kirche - Betreten erlaubt" oder gelebter Ökumene im Karnevalsgottesdienst. Das zeigt: Glaube ist vielfältig - und ist letztlich der Ursprung der Fastnacht.
© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
09.02.2026

Was hilft, im Hier und Jetzt zu leben

170 junge Menschen feiern YOUNG MISSION-Weekend unter dem Motto „PRESENT“
© Puttachat Kumkrong / Shutterstock.com
07.02.2026

7 Wochen lang Zeit nehmen fürs WIR in Familie und Partnerschaft

Alltag, Stress - kaum Zeit für ein Auge oder ein Wort untereinander. Wenn die Tage so ablaufen, ist es höchste Zeit für ein „Wir“ und sei es nur kurz. Ein Gebet, ein Spiel, ein Lied: Impulse wie diese gibt die Aktion "7 Wochen" ab dem 20. Februar. Jetzt schnell anmelden.
© Erzbistumsarchiv Paderborn
05.02.2026

Heilige Agatha: Ein Feiertag aus „fürst-väterlicher Sorge“

Der 5. Februar ist Sankt-Agatha-Tag. Folgende Sonntagsgottesdienste im Erzbistum werden von Feuerwehrleuten geprägt sein. Auch die Archivalie des Monats widmet sich der Heiligen. Und: Das Erzbistumsarchiv sucht weitere Hinweise zu Bräuchen rund um Agatha.
© Laura Reuter
03.02.2026

Heimat im Kinder- und Jugendchor St. Aegidius gefunden

"Im Chor darf ich sein, wie ich immer bin": Magdalena Heitmann und ihre "Familie" in den Kinder- und Jugendchören St. Aegidius Wiedenbrück.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Aktionstag ZUSAMMEN:HALT

TikToker Fabian Grischkat und Erzbischof Dr. Bentz kommen beim Aktionstag ZUSAMMEN:HALT über Themen wie KI, Bots und Hass im Netz mit 120 Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Beim Aktionstag im Heinz Nixdorf Museumsforum treffen zum ersten Mal journalistische, theologische und ganz alltägliche Sichtweisen aufeinander.

Seelsorge vor Ort mit Cäcilia Wälter

Küsterin, Wirtin, gute Seele im Ort: Cäcilia Wälter ist immer da – und für viele ein echter Treffpunkt. Die Menschen kommen gern in ihre Gaststätte in Linnepe im Sauerland, um sich auszutauschen. Sie hört zu. Und manchmal erinnert sie nebenbei auch an die morgige Messe.

"... dass alle Kinder gleichberechtigt werden.“

Hannah (14) und Moritz (10) sind Sternsinger aus Dortmund und durften dieses Jahr den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin besuchen und mit ihm einen Kakao trinken. Aber warum sind die beiden überhaupt Sternsinger? Was treibt sie an, anderen Kindern zu helfen und den Segen zu verbreiten?

KNA Newsticker

14. Februar 2026 17:35

Moschee-Neubau in Erfurt eingeweiht - Zuspruch von Politik und Kirche

Erfurt (KNA) Thüringens erster Moschee-Neubau ist in Erfurt eingeweiht worden. Beim Festakt am Samstag mit 120 geladenen Gästen gab es viel Zuspruch, angekündigte Proteste vor dem Gelände am Stadtrand blieben aus. Das Gebäude mit Kuppel und einem acht Meter hohen Zierminarett gehört der mu ...

Erfurt (KNA) Thüringens erster Moschee-Neubau ist in Erfurt eingeweiht worden. Beim Festakt am Samstag mit 120 geladenen Gästen gab es viel Zuspruch, angekündigte Proteste vor dem Gelände am Stadtrand blieben aus. Das Gebäude mit Kuppel und einem acht Meter hohen Zierminarett gehört der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, die im Freistaat rund 100 Mitglieder hat. Es ist der erste Moschee-Neubau in Ostdeutschland außerhalb von Berlin. Während der siebenjährigen Bauzeit hatte es vielfache Anfeindungen gegeben.

"Dass wir heute in dieser fertigen Moschee sitzen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Weg war lang und von vielen Herausforderungen, Gesprächen und Prüfungen geprägt, umso größer ist unsere Dankbarkeit", sagte der Präsident der Ahmadiyya-Gemeinde Thüringen, Suleman Malik, beim Festakt. Zuvor waren Verse aus dem Koran rezitiert worden. Angekündigte Proteste vor der Moschee blieben aus.

Malik erklärte, die neue Moschee solle ein Haus des Gebets, aber auch des Dialogs und des gegenseitigen Respekts sein: "Es soll Brücken bauen." Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gratulierte per Videobotschaft und sprach von einem Tag großer Freude. Religion sei auch ein Ausdruck von Heimat, und er freue sich, dass die Ahmadiyya-Gemeinde hier Wurzeln geschlagen und Heimat gefunden habe.

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow wünschte der Gemeinde einen "kraftvollen Start in die Glaubensarbeit und dass dieser Ort nicht beschmiert, geschändet und diskriminiert wird". Er erinnerte an islamfeindliche Proteste, die die Bauzeit begleitet hatten, und an Debatten um das Zierminarett, das von einigen als "Bedrohung der Freiheit" bezeichnet worden sei. Ramelow hatte das Projekt während seiner Zeit als Ministerpräsident nachdrücklich unterstützt.

Seit der Ankündigung des Bauvorhabens hatte es immer wieder teils massive islamfeindliche Proteste gegeben. Moschee-Gegner errichteten meterhohe Protest-Kreuze und spießten im Sommer 2017 Schweinekadaver auf dem Gelände auf.

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) sprach von einem neuen sichtbaren Ort des religiösen Lebens in der Stadt. Er wünsche sich, dass die Moschee ein Ort der Begegnung werde. Der Ahmadiyya-Bundesvorsitzende Abdullah Uwe Wagishauser sagte: "Als wir 2008 die erste Moschee in Ost-Berlin eingeweiht haben, da standen wir allein da. Aber hier in Erfurt waren wir nie allein."

An dem Festakt nahmen auch der katholische Bischof Ulrich Neymeyr, der evangelische Landesbischof Friedrich Kramer und der Vorsitzende der jüdischen Landesgemeinde, Reinhard Schramm, teil. Neymeyr sagte auf Anfrage, er sei froh, dass die Ahmadiyya-Gemeinde jetzt eine Moschee habe. Zugleich hoffe er, dass von der Eröffnung ein positives Signal für die Religionsfreiheit in andere Länder ausgehe, wo es Christen teilweise nicht erlaubt sei, Gotteshäuser zu bauen.

Der Grundstein für die Moschee wurde 2018 gelegt. Sie steht am Rand von Erfurt in einem Gewerbegebiet. Der Bau, zu dem neben einem schlichten Gebetsraum auch eine Wohnung für den Imam gehört, wurde ausschließlich aus Spenden finanziert und kostete den Angaben zufolge 1,4 Millionen Euro. Am Sonntag öffnet die Mahmud-Moschee von 10.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen für eine größere Öffentlichkeit zum "Tag der offenen Moschee".

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung, wird aber von vielen anderen muslimischen Strömungen nicht anerkannt und teils verfolgt. Bundesweit hat sie nach eigenen Angaben etwa 60.000 Mitglieder und unterhält mehr als 60 Moscheen.

14. Februar 2026 16:54

Erster Moschee-Neubau Thüringens eingeweiht - Haus des Dialogs

Erfurt (KNA) Nach fast siebenjähriger Bauzeit und vielfachen Anfeindungen ist Thüringens erster Moschee-Neubau in Erfurt eingeweiht worden. Das islamische Gotteshaus mit Kuppel und einem acht Meter hohen Zierminarett gehört der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, die im Freistaat rund 100 Mitgli ...

Erfurt (KNA) Nach fast siebenjähriger Bauzeit und vielfachen Anfeindungen ist Thüringens erster Moschee-Neubau in Erfurt eingeweiht worden. Das islamische Gotteshaus mit Kuppel und einem acht Meter hohen Zierminarett gehört der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, die im Freistaat rund 100 Mitglieder hat. Es ist der erste Moschee-Neubau in Ostdeutschland außerhalb von Berlin.

"Dass wir heute in dieser fertigen Moschee sitzen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Weg war lang und von vielen Herausforderungen, Gesprächen und Prüfungen geprägt, umso größer ist unsere Dankbarkeit", sagte der Präsident der Ahmadiyya-Gemeinde Thüringen, Suleman Malik, am Samstag beim Festakt vor rund 120 Gästen. Unter ihnen waren Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow sowie die Bischöfe Ulrich Neymeyr und Friedrich Kramer. Zuvor waren Verse aus dem Koran rezitiert worden. Angekündigte Proteste vor der Moschee blieben bei der Einweihung aus.

Malik erklärte, die neue Moschee solle ein Haus des Gebets, aber auch des Dialogs und des gegenseitigen Respekts sein: "Es soll Brücken bauen." Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gratulierte per Videobotschaft und sprach von einem Tag großer Freude. Religion sei auch ein Ausdruck von Heimat, und er freue sich, dass die Ahmadiyya-Gemeinde hier Wurzeln geschlagen und Heimat gefunden habe.

Der Grundstein für die Moschee wurde 2018 gelegt. Sie steht am Rand von Erfurt in einem Gewerbegebiet. Der Bau, zu dem neben einem schlichten Gebetsraum auch eine Wohnung für den Imam gehört, wurde ausschließlich aus Spenden finanziert und kostete den Angaben zufolge 1,35 Millionen Euro. Am Sonntag öffnet die Mahmud-Moschee von 10.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen für eine größere Öffentlichkeit zum "Tag der offenen Moschee".

Seit der Ankündigung des Bauvorhabens hatte es immer wieder teils massive islamfeindliche Proteste gegeben. Moschee-Gegner errichteten meterhohe Protest-Kreuze und spießten im Sommer 2017 Schweinekadaver auf dem Gelände auf. Die christlichen Kirchen unterstützten das Bauvorhaben.

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung, wird aber von vielen anderen muslimischen Strömungen nicht anerkannt und teils verfolgt. Bundesweit hat sie nach eigenen Angaben etwa 60.000 Mitglieder und unterhält mehr als 60 Moscheen.

14. Februar 2026 13:01

Papst empfängt Bonner Wissenschaftler von Braun

Vatikanstadt (KNA) Der Bonner Agrarwissenschaftler Joachim von Braun (75) ist am Samstag von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen worden. Das teilte der Vatikan ohne weitere Angaben mit. Von Braun leitet seit 2017 die Päpstliche Akademie für die Wissenschaften. Gemeinsam mit ihm empfing der Pap ...

Vatikanstadt (KNA) Der Bonner Agrarwissenschaftler Joachim von Braun (75) ist am Samstag von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen worden. Das teilte der Vatikan ohne weitere Angaben mit. Von Braun leitet seit 2017 die Päpstliche Akademie für die Wissenschaften. Gemeinsam mit ihm empfing der Papst die Leiterin der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften, die britische Ordensfrau und Ökonomin, Helen Alford (61).

Die beiden Akademien, denen Forscher unterschiedlicher Weltanschauungen aus zahlreichen Ländern angehören, informieren den Papst regelmäßig über den aktuellen Stand wissenschaftlicher Debatten. Seit längerem wird ein päpstliches Lehrschreiben über Chancen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz erwartet. Beobachter vermuten, dass die Gespräche im Zusammenhang damit standen.

14. Februar 2026 12:25

Hubig gegen Absenkung der Strafmündigkeit - Richter: Ursachen klären

Düsseldorf/Berlin (KNA) Nach dem gewaltsamen Tod eines 14-Jährigen in Dormagen, bei dem der Tatverdächtige zwölf Jahre alt ist, hat sich Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) gegen eine frühere Strafmündigkeit ausgesprochen. Sie sei "klar dagegen", die Strafmündigkeit unter 14 Jahre ...

Düsseldorf/Berlin (KNA) Nach dem gewaltsamen Tod eines 14-Jährigen in Dormagen, bei dem der Tatverdächtige zwölf Jahre alt ist, hat sich Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) gegen eine frühere Strafmündigkeit ausgesprochen. Sie sei "klar dagegen", die Strafmündigkeit unter 14 Jahre zu senken, sagte Hubig der "Rheinischen Post" am Samstag. "Kinder gehören nicht ins Gefängnis und nicht vors Strafgericht." Der Vorfall am 28. Januar in der nordrhein-westfälischen Stadt hatte eine Diskussion um das Jugendstrafrecht ausgelöst.

Hubig sagte, natürlich müsse die Rechtsordnung reagieren, wenn ein Kind eine schwere Straftat begehe. "Aber dann sind in erster Linie Jugendhilfe und Familiengerichte gefragt", sagte die SPD-Politikerin. "Es muss darum gehen, das Kind zu unterstützen und zu erziehen, um es auf die richtige Bahn zu lenken. Im Gefängnis ist es fehl am Platz."

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, erklärte in Berlin: "Es wäre sicher nicht die richtige Antwort, straffällige Kinder ab zwölf Jahren künftig einfach wegzuschließen. So verstörend es ist, wenn ein Kind eine schwere Straftat begeht, so wichtig ist es, die Ursachen aufzuklären und verfestigte kriminelle Karrieren zu verhindern." In erster Linie seien Jugendhilfe und Familiengerichte gefragt.

Die schwarz-rote Koalition habe sich vorgenommen, die Ursachen von gestiegener Kinder- und Jugendgewalt mit einer wissenschaftlichen Studie zu untersuchen. "Deren Ergebnisse gilt es abzuwarten, um fundierte politische Entscheidungen treffen zu können. Das Thema eignet sich nicht für gesetzgeberische Schnellschüsse", so Rebehn.

Bundesjustizministerin Hubig erneuerte im Interview der "Rheinischen Post" auch ihre Forderung nach rechtlichen Einschränkungen der Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen. "Wir müssen Wege finden, wie wir Kinder und Jugendliche besser vor den schädlichen Folgen von sozialen Medien schützen. Und zwar bald. Auch Altersbeschränkungen für soziale Medien dürfen kein Tabu sein." Hubig plädierte für ein "stimmiges Gesamtpaket". Darin müssten Altersbeschränkungen eine Maßnahme von mehreren sein.

Weiter kündigte Hubig ein neues Gesetz zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in Familien mit häuslicher Gewalt an. Sie wolle, "dass häusliche Gewalt beim Sorge- und Umgangsrecht eine Rolle spielt. Wenn ein Vater die Mutter schlägt, muss das bei einer gerichtlichen Entscheidung über das Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder Berücksichtigung finden." Hier fehlten "glasklare Regeln im Gesetz". Noch in diesem Frühjahr wolle sie einen Gesetzentwurf vorlegen.

14. Februar 2026 12:04

Weltkirche-Bischof nach Syrien-Besuch kritisch zu Rückkehrforderungen

Bonn (KNA) Der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der katholischen deutschen Bischöfe, Bertram Meier, hat pauschale Rückkehrforderungen an syrische Flüchtlinge nach einem Besuch in dem Land als problematisch bewertet. Die Lage sei hochkomplex und bleibe instabil, sagte Meier zum Abschluss ...

Bonn (KNA) Der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der katholischen deutschen Bischöfe, Bertram Meier, hat pauschale Rückkehrforderungen an syrische Flüchtlinge nach einem Besuch in dem Land als problematisch bewertet. Die Lage sei hochkomplex und bleibe instabil, sagte Meier zum Abschluss seiner dreitägigen Visite am Samstag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Ohne tragfähige Rahmenbedingungen wie Sicherheit, Zugang zu Bildung und Arbeit sowie gesellschaftliche Teilhabe bleibe Rückkehr für viele Menschen keine realistische Option, so der Augsburger Bischof.

Von einst rund 1,5 Millionen Christen lebten heute nur noch schätzungsweise zwischen 250.000 und 400.000 in Syrien, sagte Meier. "Ich habe eine große geistliche Kraft erlebt und zugleich eine tiefe Erschöpfung." Viele Kirchenverantwortliche stünden unter großem Druck: "Sie versuchen, kirchliches Leben aufrechtzuerhalten, soziale Verantwortung zu übernehmen und zugleich ihren Gläubigen Halt in einer Zeit großer Unsicherheit zu geben."

Nach 13 Jahren Krieg prägten Armut, Inflation und Perspektivlosigkeit den Alltag, so der Bischof. Junge Menschen wanderten massiv ab. "Die Kirchen spüren diese Auszehrung unmittelbar: Gemeinden schrumpfen, Klöster stehen teilweise leer, und zugleich wächst die Verantwortung für Bildung, soziale Hilfe und Versöhnungsarbeit." Die Kirche in Deutschland unterstütze die Menschen in Syrien über Bildungs- und Sozialprojekte, aber auch in geistlicher Verbundenheit und durch politische Lobbyarbeit für Minderheiten, sagte der Vertreter der Bischofskonferenz.

Zum Kurs der islamistischen Übergangsregierung gegenüber religiösen Minderheiten äußerte sich Meier zurückhaltend. Er habe Gesprächsbereitschaft und Offenheit vernommen. Aber ob diesen Worten auch dauerhaft Taten folgten, werde sich erst zeigen müssen. "Niemand vermag heute zu sagen, wie lange Syrien auf diesem Kurs bleibt. Genau das ist auch für die Kirchen das zentrale Problem: Orientierung in einer Situation, die politisch wie gesellschaftlich weiterhin sehr fragil ist", sagte Meier. Ankündigungen der Regierung seien bislang nicht immer eingehalten worden.

Auf die Frage, ob Kirchenvertreter in Syrien ihren Rückhalt für das Assad-Regime inzwischen revidierten, sagte Meier, manche betrachteten die damalige Zeit ambivalent. "Viele trauern dem Regime nicht nach, zugleich sagen sie, dass kirchliches Leben damals möglich war und man Handlungsspielräume hatte. Heute dominiert der Blick nach vorn: Die entscheidende Frage ist, wie Syrien künftig aussehen wird. Zugleich ist spürbar, dass die Kirchen sensibler geworden sind für ihre gesellschaftliche Verantwortung."

14. Februar 2026 11:41

Austauschdienst: US-Wissenschaftler interessieren sich für Europa

Berlin/Bonn (KNA) Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nimmt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein verstärktes Interesse von US-Wissenschaftlern an Europa und auch an Deutschland wahr. Es seien vor allem junge Nachwuchswissenschaftler, die sich überlegten, die USA ...

Berlin/Bonn (KNA) Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nimmt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein verstärktes Interesse von US-Wissenschaftlern an Europa und auch an Deutschland wahr. Es seien vor allem junge Nachwuchswissenschaftler, die sich überlegten, die USA zu verlassen und ihre Karriere in einem anderen Land aufzubauen, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee der "Welt am Sonntag". "Da ist gerade viel in Bewegung."

So hätten sich Bewerbungen auf DAAD-Masterstipendien in Deutschland mehr als verdoppelt. Von einem stark gestiegenen Interesse berichten Mukherjee zufolge auch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft. "Das ist derzeit also ein genereller Trend." Umgekehrt lasse das Interesse deutscher Studierender und Promovierender an den USA nach: Die Anfragen beim DAAD seien um rund zehn Prozent zurückgegangen.

In den USA würden zum Beispiel Förderprogramme in der Klimaforschung gestrichen, bestimmte Datenbanken und Datenreihen nicht fortgeführt oder zerstört, erklärte Mukherjee. Damit fielen Arbeitsgrundlagen für die Forschung weg. "Hinzu kommt, dass gerade forschungsstarke Universitäten wie Harvard, Stanford oder Princeton, die bislang besonders erfolgreich beim Einwerben von Drittmitteln waren, den Rückgang auch in diesem Bereich entsprechend stark spüren."

Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden, Forschenden und Hochschulpersonal. Kürzlich wurde bekannt, dass der DAAD seine Arbeit in Russland einstellt. Das russische Justizministerium hatte den DAAD am Dienstag zur "unerwünschten Organisation" erklärt.

Deshalb würden das DAAD-Büro in Moskau sowie das vom DAAD verantwortete Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau geschlossen, hatte Mukherjee am Freitag in Bonn, Sitz der Organisation, angekündigt. Für russische Staatsbürger bedeutet die Einstufung, dass sie bei Kontakt mit der deutschen Organisation Gefahr laufen, strafrechtlich verfolgt zu werden.

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