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Achtung Advent! - der Adventsbegleiter von YOUPAX
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St.-Martins-Tag

Geschichte, Bräuche und Bedeutung

 

 

© Besim Mazhiqi
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

Gute Gründe für jeden Monat



© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Lazy_Bear / Shutterstock.com
19.10.2026

La Via – Der Weg des Trauerns

Trauer ist kein gerader Weg. Es gibt Umwege, Rückschritte und Tage, an denen gar nichts mehr geht. Wie kann man durch die Trauer gehen und irgendwann wieder ins Leben zurückfinden? Davon handelt das Geistliche Wort von Uta Trosien im WDR Hörfunk.
© Dima Moroz / Shutterstock.com
19.10.2026

GLÜCKLICH/T im Franziskus-Jahr: San-Damiano-Momente für eine bessere Welt

Die GLÜCKLICH/T-Aktion lebt von kleinen Gesten, die das Leben anderer Menschen besser machen. Der heilige Franziskus und sein Einsatz für die kleine Kirche San Damiano können dafür Vorbild sein.
© Schmidt-Schule Jerusalem
16.10.2026

Ein Stück Erzbistum Paderborn im Heiligen Land

Seit 140 Jahren fördert die Schmidt-Schule in Ostjerusalem palästinensische Mädchen. Dass sie heute den Titel „Exzellente deutsche Auslandschule“ trägt, hat sie nicht zuletzt den Borromäerinnen vom Kloster Grafschaft in Schmallenberg zu verdanken.
© Moritz Kröner / Erzbistum Paderborn
15.10.2026

Die Kraft aus der Stille

Jonas findet Kraft in Gemeinschaft, Natur, Schauspiel und Gebet. In stillen Momenten gelingt es ihm, Stress loszulassen und neue Energie zu schöpfen.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.10.2026

Liborius, halt für uns an, auf dass nicht Grieß und Nierenstein die Strafen unsrer Sünden sein!

St. Liborius in der Kurstadt Bad Wildungen ist eine Zeltkirche in der waldeckischen Diaspora – der heilige Liborius tritt hier als Nothelfer bei Steinleiden auf
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
14.10.2026

„Wenn Sie nicht Menschlichkeit zeigen dürfen, wer dann?“

Krankenhauspfarrer Stephan Massolle begleitet in Höxter Kranke, Angehörige und Mitarbeitende. Dabei geht es längst nicht nur um Gott und Gebet. Er erzählt, was seine Arbeit ausmacht und wie ihn sein Glaube trägt.

Unsere Nachrichten

© Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
20.10.2026

Einführung von Ehrendomherr Bischof Heinz Josef Algermissen

Treue gegenüber Dom und Erzbistum / Dompropst Joachim Göbel führt am 24. Oktober emeritierten Bischof des Bistums Fulda in Vespergottesdienst als Ehrendomherren ein
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
19.10.2026

Weltmissionssonntag: Erzbistum Paderborn und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf

Ein politisches Zeichen gegen Nationalismus und Egoismus: Bei der größte katholischen Spendenaktion weltweit wurden 2025 fast 135.500 Euro im Erzbistum Paderborn gesammelt
© Marcus Thielking
16.10.2026

Europa zu Gast in Paderborn: Jugendliche aus 14 Ländern im Rathaus

Das Netzwerktreffen „Europa im Zeichen des Pfaus“ will internationale Solidarität stärken
© Erzbistum Paderborn
16.10.2026

Jetzt wieder mitmachen und „GLÜCKLICH/T SEIN!“

Mitmachaktion des Erzbistums Paderborn ruft vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2026 zu kleinen Gesten mit großer Wirkung auf
© remotevfx.com / Shutterstock.com
16.10.2026

Pfarrer Heinz Koch verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Pfarrer i. R. Geistlicher Rat Heinz Koch. Er starb am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026.
© markus-spiske-unsplash
15.10.2026

Statement des Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax zur öffentlichen Hinrichtung von Nidal Hasan

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz verurteilt die Ankündigung vonseiten der US-Regierung, die Hinrichtung des Amokläufers Nidal Hasan per Livestream zu übertragen deutlich, und ruft zu einem verstärkten Einsatz für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit auf.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Pfadfinder - eine Lebenseinstellung

Max Halbe ist Pfadfinder. Immer. Er sagt: „Eigentlich ist das für mich eine Lebenseinstellung“. Im YouTube-Video aus der Serie „Mein Engagement“ lernen wir Max als Pfadfinderleiter des Stamms Vinzenz Pallotti in Olpe näher kennen.

Jungfrauenweihe von Charlotte Roland

Charlotte Roland feierte in Bigge ihre Jungfrauenweihe. Ein alter Ritus, ein starkes Glaubenszeugnis. Die Entscheidung der 40-Jährigen, der Berufung als geweihte Jungfrau zu folgen, reifte über Jahre. „Die Weihe war nur noch die Konsequenz auf Gottes Liebe Antwort zu geben, sagt sie.

Pilgern beim Amtssitzwechsel von Erzbischof Bentz in Hagen - die Highlights

Und so machten sich rund 130 Männer und Frauen, jung und alt, im Rahmen des Amtssitzwechsels auf den Westfälischen Jakobsweg. Und entdeckten: Wenn wir in Bewegung sind, kommt auch innerlich etwas in Bewegung.

KNA Newsticker

20. Oktober 2026 17:49

Bestsellerautor Schlink: Haben Aufstieg der AfD geschehen lassen

Berlin (KNA) Bestsellerautor Bernhard Schlink urteilt inzwischen milder über die Menschen, die zu Beginn der Nazi-Zeit keinen Widerstand gegen den Aufstieg des Regimes gezeigt haben. "Ich bin nachsichtiger geworden denen gegenüber, die es in den 30er Jahren einfach haben geschehen lassen", sag ...

Berlin (KNA) Bestsellerautor Bernhard Schlink urteilt inzwischen milder über die Menschen, die zu Beginn der Nazi-Zeit keinen Widerstand gegen den Aufstieg des Regimes gezeigt haben. "Ich bin nachsichtiger geworden denen gegenüber, die es in den 30er Jahren einfach haben geschehen lassen", sagte er am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

"Wir haben den Aufstieg der AfD auch nicht aufgehalten", fügte er hinzu. "Wir lassen es geschehen, weil wir hilflos sind gegenüber dem Rad der Geschichte, das sich einfach dreht."

Schlink, der auch emeritierter Juraprofessor ist, wurde vor allem durch seinen Roman "Der Vorleser" bekannt. Mit seinen Büchern besucht er Schulen, um Konzepte von Schuld, Reue und Sühne zu vermitteln. "Ich tue, was ich tun kann. Aber das ist ja alles nur Stückwerk", sagte er.

Gerade durch Literatur ließen sich Fragen von Schuld und Vergebung besprechen. "Literatur kann fesseln und ist ein Medium der moralischen Erziehung", sagte Schlink, der schon früh mit philosophischen Konzepten in Berührung gekommen sei: Bereits mit zehn Jahren habe ihm seine Mutter den Kategorischen Imperativ des Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) erklärt.

Der Kategorische Imperativ lautet in einer seiner Grundformen: "Handle so, dass die Maxime deines Willens immer auch ein Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte."

Schlink wurde am 6. Juli 1944 als jüngstes von vier Geschwistern nahe Bielefeld geboren. Er studierte in Heidelberg und Berlin Jura. Nach der Promotion lehrte er unter anderem in Bonn und Frankfurt; von 1990 bis 2018 war er Professor an der Berliner Humboldt-Universität, von 1987 bis 2006 Richter am NRW-Gerichtshof.

Als Autor zählen neben dem "Vorleser" (1995) die Romane "Die Enkelin" (2021), "Olga" (2018) und "Das Wochenende" (2008) zu seinen wichtigsten Büchern. Darüber hinaus legte er mehrere Erzählbände und das Bühnenwerk "20. Juli" (2021) vor.

20. Oktober 2026 17:44

Forscher: KI-Systemen nicht zu viel Psychologie unterstellen

München (KNA) Psychologisch-philosophische Begriffe werden nach Worten eines Experten immer häufiger auf Künstliche Intelligenz (KI) übertragen. "Wir müssen irgendwie sprachlich greifen, was da passiert", sagte Thilo Hagendorff der "Süddeutschen Zeitung". So entstünden Formulierungen wi ...

München (KNA) Psychologisch-philosophische Begriffe werden nach Worten eines Experten immer häufiger auf Künstliche Intelligenz (KI) übertragen. "Wir müssen irgendwie sprachlich greifen, was da passiert", sagte Thilo Hagendorff der "Süddeutschen Zeitung". So entstünden Formulierungen wie "die KI denkt": Sonst könne man sich nicht mehr sinnvoll über die Modelle und ihre Fähigkeiten unterhalten. Zuletzt hatte die Firma Anthropic von einem "Unterbewusstsein" des Chatbots Claude gesprochen.

Es sei "enorm faszinierend", dass KI-Systeme gewissermaßen unterschwellig nachdenken. Sprachmodelle machen sich laut Hagendorff beim Verfassen eines Gedichts etwa latent Gedanken über dessen Ende, "um es darauf zulaufen zu lassen. Ein ganzer Forschungszweig bemüht sich darum, diesen latenten Bereich zu erschließen, die sogenannte Mechanistic Interpretability."

Der KI-Sicherheitsforscher, der Systeme auf potenziell gefährliches Verhalten untersucht, warnte zugleich davor, Parallelen zum menschlichen Geist über Gebühr zu strapazieren. Eine Grenze sei für ihn erreicht, "wenn wir zum Beispiel behaupten würden, die Systeme seien bewusst oder sie hätten Emotionen in derselben Weise wie Menschen."

Er mache sich zunehmend Sorgen wegen KI: "Wenn man zurückguckt, was wir vor zwei Jahren noch für unmöglich gehalten hätten, landet man bei der Frage: Was wird in zwei Jahren möglich sein, was wir heute für unmöglich halten?", so Hagendorff. "Science-Fiction wird Realität, und zwar in wahnsinniger Geschwindigkeit." Zwar hätten KI-Modelle keinen eigenen Willen, "aber sie haben Ziele, die sie teils über Tage hinweg autonom verfolgen".

Auch könnten mehrere KI-Agenten gemeinsam einen sogenannten emergenten Willen erzeugen. Dieses Konzept geht davon aus, dass freier Wille aus dem komplexen Zusammenspiel von Milliarden Nervenzellen entsteht - oder im Fall der KI aus einem neuronalen Netzwerk.

20. Oktober 2026 17:21

Schriftsteller Navid Kermani ist neidisch auf Musiker

München (KNA) Navid Kermani (58), preisgekrönter Schriftsteller, beneidet Musikerinnen und Musiker nach eigener Aussage. "Mit Worten ist man doch immer in einer bestimmten Begriffswelt gefangen", sagte er im Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Dabei gibt es so viel, was zwischen den Begrif ...

München (KNA) Navid Kermani (58), preisgekrönter Schriftsteller, beneidet Musikerinnen und Musiker nach eigener Aussage. "Mit Worten ist man doch immer in einer bestimmten Begriffswelt gefangen", sagte er im Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Dabei gibt es so viel, was zwischen den Begriffen existiert." Poetische Texte reichten über ihren Inhalt hinaus, und Musik noch weiter: "Sie umfasst den ganzen Bereich unserer Erfahrung, den wir mit Worten nicht erfassen können."

Allerdings könne Musik auch missbraucht werden, weil sie so offen sei, fügte der Autor hinzu. Beispielhaft nannte Kermani, im Kriegswinter 1941/42 die Versöhnungshymne "Alle Menschen werden Brüder" das meistgespielte Orchesterwerk war: Dies sei "eine Mahnung, dass man Musik nicht benutzen sollte für politische Ziele, auch nicht die eigenen."

Zugleich gebe es "nur noch wenige Orte" in der westlichen Welt, an denen sich Menschen mit unterschiedlicher Haltung begegneten und eine gemeinsame Erfahrung machten: Konzertsäle und Fußballstadien. "Ich glaube, wir werden keine besseren Menschen, weil wir Musik hören." Doch sie könne eine Möglichkeit der Verständigung andeuten, "und sei es als Tagtraum, und im Einzelfall mag es sogar gelingen".

Dies sei für ihn "eine kurze Gegenwart des Himmels auf Erden", erklärte der Schriftsteller: "Allein, dass es die Möglichkeit gibt, erweitert die Wirklichkeit." Nach seiner Erfahrung mache man transzendente Erfahrungen im Alltag "am ehesten mit der Musik. Und ich meine keinen Zustand des Rausches oder der Benebelung, sondern ein Überbewusstsein, eine extreme Aufmerksamkeit und Verzückung."

20. Oktober 2026 15:12

Theaterpreis der Stadt München für Regisseurin Nora Abdel-Maksoud

München (KNA) Die Autorin, Regisseurin und Schauspielerin Nora Abdel-Maksoud erhält den Theaterpreis der Stadt München. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr am Donnerstag in den Münchner Kammerspielen überreicht, wie die Stadt mitteilte. Die Ehrung findet im Anschluss an die V ...

München (KNA) Die Autorin, Regisseurin und Schauspielerin Nora Abdel-Maksoud erhält den Theaterpreis der Stadt München. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr am Donnerstag in den Münchner Kammerspielen überreicht, wie die Stadt mitteilte. Die Ehrung findet im Anschluss an die Vorstellung von Abdel-Maksouds Stück "Wokey Wokey" statt.

Die 1983 in München geborene und aufgewachsene Abdel-Maksoud schreibt und inszeniert seit Jahren erfolgreich bissige, rasante und gesellschaftskritische Komödien, wie es in der Mitteilung heißt. Diese werden im ganzen deutschsprachigen Raum gespielt. An den Münchner Kammerspielen ist aktuell von ihr auch das Stück "Jeeps" zu sehen.

Abdel-Maksoud habe der Stadt das neue deutsche Volkstheater beschert, heißt es in der Begründung der Jury. Im Blick habe sie dabei ein "Volk", das dank vieler Herkünfte vielerlei Geschichten in sich berge. Gestartet in einem Kreuzberger Hinterhof, wo sie am Berliner Ballhaus Naunynstraße das sogenannte postmigrantische Theater miterfunden habe, führte ihre Karriere über das Münchner Volkstheater zu den Kammerspielen.

Ihre Theaterarbeiten, die sie größtenteils selbst inszeniere, seien keine vor Agitation scheppernden Dramen, heißt es. Vielmehr handele es sich um vielschichtige Kompositionen aus Screwball-Komödie, Sprachwitz und intellektueller Analyse, in denen alle, Ober- und Unter- wie Mittelschicht, im Schleudergang der Selbstreflexion bitterböse Momente der Erkenntnis erlebten. Während alle von Spaltung redeten, bringe Abdel-Maksoud die Gesellschaft zusammen - im Lachen, im Irrwitz und mit der zentralen Frage: "Wie wollen wir als Gesellschaft zukünftig miteinander leben?"

Der Theaterpreis wird alle drei Jahre für das herausragende Gesamtwerk verliehen an Persönlichkeiten oder Ensembles, die in München oder der Region München leben und deren Arbeit mit dem Theaterleben der Stadt eng verknüpft ist. Ausgezeichnet werden besondere Leistungen in allen Bereichen des Theaterschaffens und Persönlichkeiten, die München als Theaterstadt Geltung und Ansehen verschaffen.

20. Oktober 2026 15:10

Merz würdigt Anwerbeabkommen und beklagt neue rassistische Gewalt

Berlin (KNA) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das vor 65 Jahren geschlossene Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei gewürdigt. Zugleich kritisierte er am Dienstag in Berlin, dass wieder Ängste vor Fremden geschürt würden und rassistische Gewalt um sich greife. Die ...

Berlin (KNA) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das vor 65 Jahren geschlossene Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei gewürdigt. Zugleich kritisierte er am Dienstag in Berlin, dass wieder Ängste vor Fremden geschürt würden und rassistische Gewalt um sich greife.

Die Ankunft der sogenannten Gastarbeiter nannte Merz eine Erfolgsgeschichte. Deutschland sei kulturell, wirtschaftlich, wissenschaftlich und auch kulturell reicher geworden. Zugleich betonte er, dass der gesellschaftliche Fortschritt wieder verloren gehen könne. "Nutzen wir den Tag, um unsere Wachsamkeit zu schärfen", so der Kanzler. Die Angst vor dem Fremden sei ideologisch infektiös. Sie nehme eher zu als ab. Es gebe dazu ein Unwort, so Merz. Der Begriff Remigration sei ein Angriff auf das moderne Deutschland, "das wir uns aufgebaut haben".

Weiter betonte Merz, die Bundesregierung habe sich die Ordnung der Integration zur Priorität gemacht. Das bedeute auch, irreguläre Migration zu begrenzen, damit als Gesellschaft genügend Ressourcen für Kitas, Schulen und Ausbildung vorhanden seien. Es brauche ein sensibles Gespür, um zu merken, wo eine tolerante Gesellschaft überfordert werde.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), kritisierte, dass auch die Nachkommen der sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei häufig schlechtere Bildungschancen hätten. Die soziale Herkunft entscheide in Deutschland weiterhin maßgeblich über den Bildungserfolg, sagte Pawlik.

Menschen mit türkischer Familiengeschichte seien weiterhin von Vorurteilen und Diskriminierung betroffen, so Pawlik weiter. Das zeige sich etwa bei der Wohnungssuche und auf dem Arbeitsmarkt. Die aktuelle politische Stimmung im Land verunsichere außerdem Menschen, die sich zunehmend fragten, ob sie in Deutschland eine Zukunft hätten und ihre Kinder hier sicher aufwachsen lassen könnten.

Insgesamt habe sich bei der Integration seit 1961 aber einiges verbessert, sagt Pawlik. Der Zugang zu Sprach- und Integrationskursen sei heute besser, ausländische Abschlüsse würden schneller anerkannt. Deutschland verfüge inzwischen über eine etablierte Integrationsinfrastruktur, die es früher in dieser Form nicht gegeben habe. Auch die Sprachförderung sei breiter aufgestellt, etwa durch berufsbezogene Kurse, die parallel zur Arbeit besucht werden könnten.

Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 unterzeichnet. Die angeworbenen Arbeiter wurden in Deutschland als "Gastarbeiter" bezeichnet. Bis zur Anwerbesperre 1973 reisten insgesamt 867.000 türkische Gastarbeiter in die Bundesrepublik Deutschland, rund 500.000 kehrten in die Türkei zurück.

20. Oktober 2026 14:56

Bundesschülerkonferenz: Proteste auch in Deutschland möglich

Berlin (KNA) Auch hierzulande erkennt die Bundesschülerkonferenz Herausforderungen im Bildungssystem, die in Deutschland Protestbewegungen auslösen könnten. Es sei "durchaus möglich, dass die Proteste in Frankreich auch hierzulande Diskussionen und Forderungen nach Veränderungen verstärken ...

Berlin (KNA) Auch hierzulande erkennt die Bundesschülerkonferenz Herausforderungen im Bildungssystem, die in Deutschland Protestbewegungen auslösen könnten. Es sei "durchaus möglich, dass die Proteste in Frankreich auch hierzulande Diskussionen und Forderungen nach Veränderungen verstärken", sagte Sprecherin Isabelle Seltenreich der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag mit.

Es sei verständlich, dass die Schülerschaft in Frankreich auf bestehende Probleme aufmerksam mache und Veränderungen fordere, sagte Seltenreich. Wichtig sei allerdings, "dass Proteste friedlich verlaufen und auf Gewalt verzichtet wird". Es gelte, die Anliegen der jungen Menschen ernst zu nehmen und für einen "Dialog zwischen den Verantwortlichen und den Betroffenen" zu sorgen.

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