logocontainer-upper
logocontainer-lower

 

 

Zum Thema

 

© vulcano / Shutterstock.com
© vulcano / Shutterstock.com

Erstkommunion 2026

Am 12. April ist Weißer Sonntag – Informationen und Tipps zur Erstkommunion

© Micwic / Shutterstock.com
© Micwic / Shutterstock.com
50 Wege nach Ostern - der Osterbegleiter von YOUPAX
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn

„WIR WOLLEN MEHR“

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Fastenzeit-Aktion für Familien und Paare

 

Logo Aktion "7 Wochen"© AKF
© AKF
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn

Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Studie zum Missbrauch veröffentlicht

Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.

Unser Glaube

© Archiv / Erzbistum Paderborn
10.03.2026

Im Geist der Heiligen Hedwig: Einsatz für Vertriebene und ihre Anliegen

Hedwigswerke, die sich nach dem 2. Weltkrieg gründeten, halfen Vertriebenen, anzukommen. Das Erzbistumsarchiv erinnert an Vertriebenenseelsorger Pfarrer Wilhelm Trennert und lädt zum Publikumstag am 27. März 2026.
© Shutterstock AI / Shutterstock.com
07.03.2026

3. Fastensonntag: „Jesus wartet nicht auf perfekte Menschen“

Der Theologe und Kirchenmusiker Bernd Michael Pawellek findet - ausgehend vom Evangelium des 3. Fastensonntags - eine Antwort auf brandaktuelle Fragen.
© 2024 World Day of Prayer International Committee, Inc.
05.03.2026

„Kommt, bringt Eure Last“: Im Dialog mit Gott – zum Weltgebetstag und im Alltag

Am heutigen Freitag, 6. März, ist Weltgebetstag - er startet mit einem Gottesdienst in Nigeria. Beten kann befreien - und verbinden. Mehr zum Thema Gebet, Weltgebetstag und dem weltweiten Gebetsnetzwerkes des Papstes.
© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
04.03.2026

Stress, Krise – Was hilft? Wo ist Gott?

Im Interview sagt Abt Mauritius Wilde, was guten von schlechtem Stress unterscheidet – und warum er keine Angst mehr vor Krisen hat.
© Krakenimages.com / Shutterstock.com
02.03.2026

Wenn der Blick sich dreht

Mitten im ganz normalen Alltag kippt etwas. Kein Donnerschlag, eher ein leiser Dreh im Blick. Tobias Schulte entdeckt in seinen Radiobeiträgen für 1Live genau diese Momente, in denen das Selbstverständliche plötzlich Tiefe bekommt.
© Erzbistum Paderborn
02.03.2026

Grund Nr. 625: DU BIST GENUG. GOTT

Initiative 1000 gute Gründe: 12 gute Gründe für das Jahr 2026 – März

Unsere Nachrichten

12.03.2026

Studie zum Download

„Se­xu­el­le Ge­walt an Min­der­jäh­ri­gen im Erz­bis­tum Pa­der­born. Ei­ne his­to­ri­sche Un­ter­su­chung (1941–2002)“: Die Universität Paderborn hat die Studie auch online veröffentlicht, hier können Sie sie einsehen.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
12.03.2026

Wesentlicher Meilenstein auf dem Weg der Aufarbeitung

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nimmt unabhängige Forschungsergebnisse entgegen / Pressekonferenz des Erzbistums Paderborn am 13. März 2026
© Besim Mazhiqi / Universität Paderborn
12.03.2026

Universität stellt Studie zum Missbrauch Minderjähriger im Erzbistum Paderborn vor

Die Studie von Prof. Dr. Nicole Priesching und Dr. des. Christine Hartig der Universität Paderborn behandelt die Amtszeiten der Kardinäle Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt.
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
12.03.2026

Ausstellung: Kreuzigung

Künstler Christof Baust aus Delbrück zeigt in der Fastenzeit Kreuz-Zeichnungen im Kreuzgang des Paderborner Domes / Ausstellungseröffnung am 14. März 2026 um 15 Uhr
© Wiedemann / Bistum Erfurt
12.03.2026

Glaubwürdiger Zeuge des Evangeliums

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz trauert mit Deutscher Bischofskonferenz um den am 12. März verstorbenen emeritierten Bischof von Erfurt, Bischof Dr. Joachim Wanke
12.03.2026

Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen legt Tätigkeitsbericht 2025 vor

Gesamthöhe aller Anerkennungsleistungen auf mehr als 93 Millionen Euro gestiegen

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Christoph Brech erklärt das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt in Paderborn

Der Münchener Künstler Christoph Brech hat das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn entworfen. Das interaktive Kunstwerk mit dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ ist in der Brigidenkapelle im Paderborner Dom zugänglich. Im Video stellt Christoph Brech die Installation vor und erklärt seine Herangehensweise an dieses sensible Thema.

Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt

Das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn ist ab sofort öffentlich zugänglich. Unter dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ wurde das interaktive Kunstwerk des Münchner Künstlers Christoph Brech am Montag, 2. März 2026, zunächst Betroffenen sowie Pressevertreterinnen und -vertretern vorgestellt. In einer anschließenden öffentlichen Gedenkstunde hatten Interessierte Gelegenheit, das Mahnmal erstmals auf sich wirken zu lassen.

Judith und das Wunder der Schöpfung

Was passiert, wenn tausende Menschen ihre Stimmen bündeln und eine biblische Geschichte neu erzählen? Es entsteht mehr als nur Musik. Es entsteht ein Moment, der unter die Haut geht. Eindrücke von der Premiere von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in der Dortmunder Westfalenhalle.

KNA Newsticker

12. März 2026 17:00

Studie deckt mehr Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn auf

Paderborn (KNA) Im Erzbistum Paderborn hat es sehr viel mehr Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben als bisher bekannt. Das zeigt eine Aufarbeitungsstudie, die Wissenschaftler der Universität Paderborn am Donnerstag vorgelegt haben. Darin ist von 210 Beschuldigten und 489 Betroffenen in den Ja ...

Paderborn (KNA) Im Erzbistum Paderborn hat es sehr viel mehr Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben als bisher bekannt. Das zeigt eine Aufarbeitungsstudie, die Wissenschaftler der Universität Paderborn am Donnerstag vorgelegt haben. Darin ist von 210 Beschuldigten und 489 Betroffenen in den Jahren 1941 bis 2002 die Rede.

Im Vorfeld der Präsentation wurden außerdem schwere Vorwürfe gegen den früheren Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt laut: Er soll nicht nur Missbrauch vertuscht haben, sondern selbst Täter gewesen sein. In der neuen Studie gibt es dazu aber keine konkreten Hinweise.

Laut dem Sprecher der Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn, Reinhold Harnisch, liegt dem Gremium seit Ende 2025 ein Vorwurf eines Betroffenen gegen Degenhardt vor. Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat soll der Betroffene minderjährig gewesen sein. Der 2002 gestorbene Kardinal Degenhardt gilt nach Ansicht der Betroffenenvertretung als Beschuldigter. Sie gehe Hinweisen nach, ob und inwieweit es weitere Opfer und Täter gegeben habe.

Ob es sich hier um einen der drei Fälle handelt, die das Erzbistum Paderborn im Oktober aus Transparenzgründen selbst öffentlich gemacht hatte, konnte Harnisch nicht sagen. Aus Gründen des Persönlichkeitsrechts tausche die Betroffenenvertretung zunächst keine Daten mit dem Erzbistum aus. Auch das Erzbistum Paderborn konnte diese Frage bisher nicht beantworten.

Das Erzbistum hatte im Oktober selbst Missbrauchsvorwürfe gegen Degenhardt sowie gegen dessen Vorgänger, Kardinal Lorenz Jaeger, veröffentlicht. Diese Anschuldigungen seien jedoch teils unvollständig, widersprüchlich oder über Dritte eingebracht worden, so das Erzbistum damals. Externe Gutachter hätten sie zudem als nicht plausibel bewertet.

Auch Kirchenhistorikerin Nicole Priesching hat im Rahmen ihrer Studie diese Anschuldigungen untersucht. Eine Einordnung wollte sie jedoch am Donnerstag nicht vornehmen, da die Datenlage zu dünn sei: "Vor dem jetzigen Datenmaterial könnte ich eine Einschätzung nicht fällen."

Die Fallzahlen der Studie für das Erzbistum Paderborn liegen in etwa doppelt so hoch wie die in einer deutschlandweiten Untersuchung von 2018 ermittelten Zahlen für das Erzbistum. Priesching und ihr Team stießen auf 210 Hinweise auf beschuldigte Geistliche. Zudem seien mindestens 489 Kinder und Jugendliche sexuellen Übergriffen von Geistlichen ausgesetzt gewesen. Es handele sich hier aber lediglich um das Hellfeld, fügten die Forschenden hinzu.

Die sogenannte MHG-Studie hatte 2018 lediglich 111 Beschuldigte und 197 Betroffene im Erzbistum Paderborn identifiziert. Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 1946 bis 2014. Die aktuelle Studie umfasst die Amtszeiten der Erzbischöfe Jaeger und Degenhardt von 1941 bis 2002.

Missbrauchsbetroffene reagierten mit Bestürzung. "Wir Betroffenen haben diese Studie erhofft und erwartet", sagte Harnisch. Er sprach von einem doppelten Missbrauch - einmal durch die Täter, ein zweites Mal durch das Versagen der Institutionen. "Dieser doppelte Missbrauch, der dauert an."

Der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, sprach von einem "Tag der Trauer und des Zorns". "Das Ausmaß der Verbrechen im Erzbistum Paderborn, die Anzahl der Priestertäter über die Jahrzehnte und die Gewissenlosigkeit, mit der die Täter geschützt und die Opfer ignoriert worden sind, sind erschütternd", sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Der aktuelle Paderborner Erzbischof Udo Bentz bezeichnete die Untersuchung als Meilenstein auf dem Weg der Aufarbeitung. "Das schuldhafte Versagen früherer Bistumsverantwortlicher lässt sich nicht relativieren. Als heutige Bistumsverantwortliche verpflichtet uns diese historische Wirklichkeit, an einer neuen Kultur der Glaubwürdigkeit auf allen Ebenen zu arbeiten", teilte er mit.

Bentz saß bei der Vorstellung der Untersuchung im Publikum. Am Freitag will sich das Erzbistum ausführlich äußern.

Priesching und ihr Team haben das Phänomen des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn fast sechs Jahre lang untersucht. Sie lasen Kirchenakten und interviewten Zeitzeugen. Den beiden früheren Erzbischöfen warfen sie Vertuschung vor. Die Kardinäle hätten große Milde gegenüber beschuldigten Priestern gezeigt, auch wenn sie von deren Schuld überzeugt gewesen seien. Um die Betroffenen hätten sie sich nicht gekümmert.

Aber auch die Gesellschaft habe oft weggesehen. Gemeinden hätten sich hinter beschuldigte Pfarrer gestellt, Betroffene seien zum Teil ausgegrenzt worden. Zudem sei es eine hohe Hürde gewesen, Missbrauchstaten bei kirchlichen oder weltlichen Behörden zu melden. Die Betroffenen und deren Familien hätten häufig davor zurückgeschreckt, Vorwürfe möglicherweise zu Unrecht zu erheben oder einen Konflikt in der Gemeinde zu verursachen.

2027 soll eine weitere Studie veröffentlicht werden zur Amtszeit des noch lebenden früheren Erzbischofs Hans-Josef Becker, der von 2002 bis 2022 an der Spitze des Erzbistums stand.

Die Missbrauchsvorwürfe gegen Degenhardt sind nicht die ersten dieser Art. Ein Täter soll auch der Gründungsbischof des Bistums Essen, Kardinal Franz Hengsbach (1910-1991), gewesen sein. Gegen ihn liegen mehrere Vorwürfe wegen sexualisierter Gewalt vor. Sie beziehen sich zum einen auf seine Essener Amtszeit ab 1958, zum anderen auf die Zeit davor als Priester und Weihbischof im Erzbistum Paderborn. Eine soziologisch-historische Studie geht den Anschuldigungen nach.

Darüber hinaus wird auch dem früheren Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) Missbrauch vorgeworfen. Zwei Gutachten konnten die Vorwürfe bisher aber weder erhärten noch entkräften.

12. März 2026 15:33

Aus für Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig

Leipzig/Frankfurt (KNA) Der geplante Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig soll nicht realisiert werden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) habe sich gegen das Projekt entschieden, teilte die Nationalbibliothek am Donnerstag in Frankfurt mit. Zur Begründung ha ...

Leipzig/Frankfurt (KNA) Der geplante Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig soll nicht realisiert werden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) habe sich gegen das Projekt entschieden, teilte die Nationalbibliothek am Donnerstag in Frankfurt mit. Zur Begründung habe es seitens Weimer geheißen, dass die Sammlung körperlicher Medienwerke bis weit in die Zukunft nicht mehr zeitgemäß sei. Die Nationalbibliothek solle sich stärker auf die digitale Sammlung konzentrieren.

Aus Sicht der Nationalbibliothek greift diese Begründung zu kurz: "Die Bibliothek ist gesetzlich verpflichtet, zwei Exemplare physischer Medienwerke sowie digitale Publikationen zu sammeln. Eine Reduzierung auf ein Exemplar würde eine Änderung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek erfordern", heißt es in der Mitteilung.

Gesetzesänderungen seien jedoch erfahrungsgemäß ein längerer parlamentarischer Prozess, während die Bestände stiegen. "Täglich gehen rund 13.100 neue Medienwerke in der Deutschen Nationalbibliothek ein, darunter etwa 3.300 analoge und 9.800 digitale Publikationen."

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt, dokumentiert und archiviert nach eigenen Angaben alle Werke in Schrift und Ton, die seit 1913 in Deutschland und weltweit über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden.

Der geplante Magazinbau am Deutschen Platz in Leipzig sollte laut Nationalbibliothek der langfristigen Archivierung ihrer Bestände dienen. Das hätte die sichere Aufbewahrung von derzeit etwa 35,5 Millionen Medien für knapp 30 Jahre gewährleisten sollen. Das Bauprojekt sei seit 2018 in Abstimmung mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geplant, im vergangenen August habe ein abgestimmtes Planungskonzept vorgelegen.

12. März 2026 15:16

Betroffene zu Paderborner Missbrauchsstudie: Ausmaß ist erschütternd

Berlin (KNA) Missbrauchsbetroffene haben mit Bestürzung auf die Veröffentlichung der Missbrauchsstudie des Erzbistums Paderborn reagiert. Der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, sprach von einem "Tag der Trauer und des Zorns". "Das Ausmaß der Verbrechen im Erzb ...

Berlin (KNA) Missbrauchsbetroffene haben mit Bestürzung auf die Veröffentlichung der Missbrauchsstudie des Erzbistums Paderborn reagiert. Der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, sprach von einem "Tag der Trauer und des Zorns". "Das Ausmaß der Verbrechen im Erzbistum Paderborn, die Anzahl der Priestertäter über die Jahrzehnte und die Gewissenlosigkeit, mit der die Täter geschützt und die Opfer ignoriert worden sind, sind erschütternd", sagte Katsch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag in Berlin.

Die Studie wurde am Donnerstag in Paderborn vorgestellt. Demnach gab es im Erzbistum sehr viel mehr Fälle von sexuellem Missbrauch als bisher bekannt. Die Fallzahlen der Studie liegen laut Bericht in etwa doppelt so hoch wie die Zahlen einer deutschlandweiten Untersuchung von 2018. Die Autoren der Studien stießen demnach auf 210 Hinweise auf beschuldigte Geistliche. Zudem seien mindestens 489 Kinder und Jugendliche sexuellen Übergriffen von Geistlichen ausgesetzt gewesen. Es handele sich hier lediglich um das Hellfeld.

Die sogenannte MHG-Studie hatte 2018 lediglich 111 Beschuldigte und 197 Betroffene im Erzbistum Paderborn identifiziert. Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von 1946 bis 2014. Die aktuelle Studie umfasst die Amtszeiten der Kardinäle Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt von 1941 bis 2002.

Katsch betonte weiter, die Ergebnisse in Paderborn reihten sich ein in die Vielzahl von Einzelstudien der vergangenen Jahre. Immer dringlicher stelle sich die Frage nach einem Gesamtbild, nach einem Zusammenführen der einzelnen Untersuchungen. Zudem gehöre es zum Prozess der Aufarbeitung, sich künftig anzuschauen, wie es der Kirche im Zusammenspiel mit dem Staat und geduldet von der Gesellschaft gelungen sei, den Prozess der Aufarbeitung derart in die Länge zu ziehen. So lange, bis ja nur keiner der Verantwortlichen mehr zur Rechenschaft gezogen werden könne.

Im Vorfeld der Präsentation der Studie wurden auch schwere Vorwürfe gegen den früheren Erzbischof Degenhardt laut: Er soll nicht nur Missbrauch vertuscht haben, sondern selbst Täter gewesen sein. In der neuen Studie gibt es dazu aber keine konkreten Hinweise.

12. März 2026 14:45

Präsident sieht Bundeszentrale für politische Bildung gut aufgestellt

Bonn (KNA) Der neue Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung sieht sein Haus gut aufgestellt. Er sehe keine Anzeichen dafür, "dass wir mit radikalen Kürzungen schlechter behandelt werden als andere", sagte Sönke Rix am Donnerstag in Bonn. Als künftige Herausforderungen nannte Ri ...

Bonn (KNA) Der neue Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung sieht sein Haus gut aufgestellt. Er sehe keine Anzeichen dafür, "dass wir mit radikalen Kürzungen schlechter behandelt werden als andere", sagte Sönke Rix am Donnerstag in Bonn. Als künftige Herausforderungen nannte Rix die Auseinandersetzung mit Extremismus von links und rechts sowie die Vermittlung von politischen Bildungsinhalten in einer sich wandelnden Medienlandschaft.

Der 50-Jährige saß von 2005 bis 2025 für die SPD im Bundestag. Zusammen mit Vizepräsident Volker Ullrich übernahm Rix am 1. März die Leitung der Bundeszentrale für politische Bildung.

Der ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Ullrich beklagte, dass Politik und Sozialkunde an Deutschlands Schulen zu kurz kämen. Auch gelte es, ein geschichtliches Bewusstsein für die Debatten der Gegenwart zu schärfen. Dabei wolle die Bundeszentrale mitwirken.

Auf die Frage, wie sich die Bundeszentrale angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen positionier, antwortete Rix, die Bürgerinnen und Bürger sollten sich über die Wahlen informieren können. "Aber wir sind nicht diejenigen, die Wahlempfehlungen oder Nicht-Wahlempfehlungen in eine Richtung geben."

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat drei Standorte in Bonn, Berlin und Gera und beschäftigt knapp 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Haushaltsjahr 2026 steht ihr ein Gesamtetat von rund 103 Millionen Euro zur Verfügung.

12. März 2026 14:44

Nach Randale am Hauptaltar: Petersdom installiert Schutzwände

Vatikanstadt (KNA) Nach Randale und versuchten Pinkelattacken schützen nun transparente Stellwände den Hauptaltar des Petersdoms. Wie die Dombauhütte von Sankt Peter mitteilte, handelt es sich um eine mobile Absperrung aus Polycarbonatplatten, die jederzeit wieder abgebaut werden könne. Imme ...

Vatikanstadt (KNA) Nach Randale und versuchten Pinkelattacken schützen nun transparente Stellwände den Hauptaltar des Petersdoms. Wie die Dombauhütte von Sankt Peter mitteilte, handelt es sich um eine mobile Absperrung aus Polycarbonatplatten, die jederzeit wieder abgebaut werden könne.

Immer wieder seien Menschen ohne Erlaubnis in den Bereich um den Altar eingedrungen, hätten dort randaliert und gotteslästerliche Handlungen begangen, begründen die Zuständigen die neue Maßnahme. Dies hätte nicht nur die Heiligkeit des Ortes beleidigt, sondern auch die Täter selbst und die Sicherheit der architektonischen Elemente und liturgischen Gegenstände gefährdet.

Der Hochaltar direkt unter dem Bernini-Baldachin ist immer wieder Ziel von Attacken. Ende 2025 ließ dort ein Mann vor Hunderten Touristen die Hose herunter und versuchte zu urinieren. Ein paar Monate zuvor kletterte eine psychisch kranke Person auf den Altar und warf kostbare Kerzenleuchter aus dem 19. Jahrhundert zu Boden, von denen einige beschädigt wurden.

Davor protestierte ein nackter Mann mit der Aufschrift "Rettet die Kinder in der Ukraine" auf dem Rücken auf dem berühmten Altar. Nach Schändungen dieser Art wird stets eine Bußliturgie vollzogen, um die Würde des Ortes wiederherzustellen.

12. März 2026 14:44

Jerusalemer Abt: Medien verharmlosen Krieg

Freiburg (KNA) Der Jerusalemer Abt Nikodemus Schnabel sieht eine mediale Verharmlosung des Nahost- und Ukraine-Kriegs. Die Medien "servierten" die Kriegsberichte nur "bekömmlich aufbereitet", kritisierte Schnabel am Donnerstag im Interview der in Freiburg erscheinenden Zeitschrift "Christ in de ...

Freiburg (KNA) Der Jerusalemer Abt Nikodemus Schnabel sieht eine mediale Verharmlosung des Nahost- und Ukraine-Kriegs. Die Medien "servierten" die Kriegsberichte nur "bekömmlich aufbereitet", kritisierte Schnabel am Donnerstag im Interview der in Freiburg erscheinenden Zeitschrift "Christ in der Gegenwart". "Man macht eine Grafik - Flugzeugträger hier, Stützpunkte dort - oder berichtet über Truppenstärken und heizt damit eher eine Art strategische Neugier an." Die grausame Realität des Kriegs, das Leiden und Sterben Unschuldiger gerate dabei aus dem Blick.

Jeder müsse sich bewusst machen, dass die Kriegsopfer "Menschen mit Namen und Gesichtern" sind, sagte der Benediktiner-Abt. Er kritisierte auch Sprachbilder wie "ausschalten" oder "chirurgisch entfernen" im Blick auf die Tötung des iranischen Führers Ali Chamenei.

Schnabel erinnerte zugleich an die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran mit etwa 170 Toten. "Manche betrachten das nach dem Motto 'Wo gehobelt wird, da fallen Späne'. Aber das ist nicht mein Menschenbild. Jeder ist ein Abbild Gottes."

Schnabel, der seit 2023 der Dormitio-Abtei in Jerusalem vorsteht, wandte sich zugleich gegen eine Normalisierung des Krieges als politisches Instrument. "Früher war der Krieg eher eine ultima ratio. Man ist zerknirscht in den Krieg eingetreten, hat sich dafür geschämt, hat diesen Schritt als diplomatische Niederlage empfunden." Heute werde der Krieg dagegen "fast gefeiert", sagte der Benediktiner. "Mir fehlt dabei das Erschaudern und Erröten vor diesem Schritt."

Von der katholischen Kirche in Deutschland erhoffe er sich deshalb eine öffentliche Ansage, dass Kriege immer ein sittliches Übel seien. Auch wenn die christliche Theologie unter bestimmten Bedigungen die Theorie eines gerechten Kriegs anerkenne. Zum Iran-Krieg sagte Schnabel: "Den Maßstäben, die es bezüglich eines gerechten Krieges gibt, hält dieser Krieg nicht stand."

Erzbistumsfinder

Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.

© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0