Vatikanstadt/Rom (KNA) Papst Leo XIV. wird sich "in den kommenden Tagen" einer Lungenoperation unterziehen. Das kündigte er am Sonntag überraschend nach dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz an. "Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festg ...
Vatikanstadt/Rom (KNA) Papst Leo XIV. wird sich "in den kommenden Tagen" einer Lungenoperation unterziehen. Das kündigte er am Sonntag überraschend nach dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz an. "Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt", so das Kirchenoberhaupt. "Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht."
Wann genau die Operation stattfindet, ist bislang nicht bekannt. Vatikansprecher Matteo Bruni nannte als Termin Anfang der Woche. Der Eingriff soll, wie im Vatikan zu erfahren war, in der römischen Gemelli-Klinik vorgenommen werden. Dort gibt es seit dem Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2025) eine eigene Patientenwohnung für den Papst. Laut Bruni ist nach dem Eingriff eine zusätzliche Zeit in der Klinik von "etwa einer Woche" eingeplant.
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und andere Spitzenpolitiker übermittelten noch im Verlauf des Sonntags Genesungswünsche.
"Ich will dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung versichern angesichts der in den kommenden Tagen anstehenden Herausforderung", erklärte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. "Die Gelassenheit und Ruhe, mit der er beim Angelus davon gesprochen hat, machen uns Mut. Ich bin sicher, dass auch das italienische Volk es nicht an Unterstützung und Zuneigung wird fehlen lassen."
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri schrieb, er sei mit großer Zuneigung dem Papst nahe und wünsche ihm, dass er diese Phase unbeschwert angehen und rasch wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen werde.
Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, teilte mit, dass sich "in diesen schwierigen Stunden" die Ortskirchen in Italien "mit kindlicher Zuneigung" um Papst Leo XIV. versammelten. Weiter schrieb er: "Wir sind ihm nahe und vertrauen ihn dem Herrn und der Jungfrau Maria an."
Zuppi schloss mit den Worten: "Wir sind eine Familie. Heiliger Vater, Sie sind nicht allein! Wir begleiten Sie mit unserem Gebet und unserer Zuneigung, damit der Eingriff gut verläuft und der Herr Ihnen Zuversicht und Kraft gibt."
Der 71-jährige Papst hatte unlängst erst eine mehrtägige Frankreich-Reise absolviert, ohne Anzeichen einer Erkankung zu zeigen. Am 6. November will er zu einer elftägigen Südamerika-Reise aufbrechen. Diese hatte er noch am Sonntag in einem Zuruf an peruanische Pilger bestätigt.