Berlin (KNA) Der Branchenverband game – Verband der deutschen Games-Branche - sieht Anzeichen für eine positive Trendumkehr in der deutschen Spielewirtschaft. Das schreibt Geschäftsführer Felix Falk im Jahresreport des Verbands, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Grund für die verbesse ...
Berlin (KNA) Der Branchenverband game – Verband der deutschen Games-Branche - sieht Anzeichen für eine positive Trendumkehr in der deutschen Spielewirtschaft. Das schreibt Geschäftsführer Felix Falk im Jahresreport des Verbands, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Grund für die verbesserte Stimmung sei auch die Politik der Bundesregierung.
Diese habe bereits in den ersten Monaten "wegweisende Entscheidungen" angestoßen, so Falk. Dabei bezieht er sich etwa auf die Wiedereinrichtung eines eigenen Referats für Games im Haus von Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für E-Sport-Vereine und auf die Games-Förderung, die ausgebaut worden sei. Weiter auf der Wunschliste an die Bundesregierung bleibe aber eine steuerliche Förderung für Games.
Insgesamt ist der Umsatz in der deutschen Games-Branche im vergangenen Jahr um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Er lag 2025 bei 9,4 Milliarden Euro. Damit sei Deutschland der größte Markt für Gaming in Europa und der fünftgrößte weltweit, so der Branchenverband.
Einen leichten Rückgang um ein Prozent verzeichnet der Verband bei In-Game- und In-App-Käufen, also Geld, das Gamer für ein Spiel abseits des eigentlichen Kaufpreises innerhalb des Spiels ausgeben. Gewachsen sind hingegen die Bereiche Games-Hardware und Zubehör (zwölf Prozent) und Online-Gaming-Services (sieben Prozent).
Gestiegen ist auch die Zahl der Gaming-Unternehmen in Deutschland. Hier gibt es aktuell 956 aktive Firmen, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Unternehmen beschäftigen aber drei Prozent weniger Mitarbeiter als im Vorjahr.
Insgesamt spielen in Deutschland 41,2 Millionen Menschen Computer- und Videospiele, also etwa jeder Zweite. 46 Prozent aller Gamer sind Frauen, 54 Prozent Männer. Für über die Hälfte aller Nutzer ist das Smartphone das am häufigsten genutzte Gerät, gefolgt von der Spielekonsole, dem PC und dem Tablet.