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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026

 

© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung



#wepower - hier wirkt das Wir!

Gute Gründe für jeden Monat

 

 

Zum Impuls

© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Sag niemals: Das wird nichts!“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht das Agnesheim Funckenhausen in Hagen. Beim Schwarzlicht-Minigolf erlebt er Jugendliche, die einander Mut machen – und erfuhr, wie die Kinder- und Jugendhilfe sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Wie viele Freunde hat ein Erzbischof? Und wie hält er Kontakt zu Gott?

Beim Besuch der katholischen Grundschule in Herne im Rahmen seines Amtssitzwechsels stellte sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Fragen der Kinder. Mit Eltern und Lehrkräften sprach er über das katholische Profil ihrer Schule.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Wir wollen Zukunft und wir haben eine Zukunft“

Neue Energie in unsicheren Zeiten - Erzbischof Bentz beim Amtssitzwechsel im Austausch mit Industrie, Schülern und Engagierten
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si' © Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si'
22.09.2026

Franz von Assisi im Heute: Glauben draußen erlebbar machen

Leonie Jedicke möchte Menschen mitten in der Natur mit dem Glauben in Berührung bringen. Die Dekanatsreferentin im Dekanat Waldeck sieht in der Schöpfungspastoral eine große Chance. Ein Beitrag unserer Serie "800 Jahre Franz von Assisi".
© Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
18.09.2026

Mysterienspiele Kleinenberg: Ganz viel Menschliches trifft auf ganz viel Göttliches

Mitgehen und über acht Szenen das Leben Marias und Jesu erspüren, das ermöglichen die Mysterienspiele in Kleinenberg. Wie kleine Details und große Bilder den Glauben erfahrbar machen. Eine Reportage.
© Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
18.09.2026

Besucherin der Mysterienspiele: „Es ist ergreifend, das zu erleben!“

"Es ist ein Privileg, die Kleinenberger Mysterienspiele zu organisieren", sagt Nina-Maria Mehring. Im Video erzählen die Leiterin der Spiele sowie Darstellende und Besucherinnen, was sie besonders bewegt.

Unsere Nachrichten

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Wir wollen die Zukunft dieser Region mitgestalten“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zieht erste Bilanz seines „Amtssitzwechsels“ in die Region mit den Städten Witten, Wetter, Hagen, Castrop-Rauxel, Herdecke und Herne / Begegnungen bestärken den Paderborner Erzbischof, Engagement vor Ort zu fördern und neue Wege im Glauben zu ermöglichen
© Mariengymnasium Arnsberg
25.09.2026

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft gehen

Klimagerechter Erweiterungsbau am Mariengymnasium Arnsberg eingeweiht / Begrüßung des neuen Schulleiters OStD i. E. Andreas Thiemann
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen

Während seines Dialog- und Begegnungsformats „Amtssitzwechsel“ hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in Witten mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortlichen über gemeinsame Zukunftsaufgaben im Westen des Erzbistums Paderborn gesprochen.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Was eine Kirche in der Minderheit stark macht

Im Westen des Erzbistums sprechen am dritten Abend des Amtssitzwechsels Engagierte und Bischöfe darüber, was die Kirche hier von der Diaspora lernen kann.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Jede selbstlose Tat verbessert diese Welt“

Erzbischof Bentz würdigt Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten beim Amtssitzwechsel in Herne
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
22.09.2026

Amtssitzwechsel gestartet: „Mitten unter euch“ im Westen des Erzbistums Paderborn

Wie bleibt Kirche nah, wenn ihre Strukturen größer werden? Erzbischof Dr. Bentz lebt und arbeitet eine Woche lang im Ruhrgebiet. Die Gespräche mit pastoralem Personal und Engagierten sowie ein Besuch bei den Karmelitinnen zeigen: Der Amtssitzwechsel ist ein wichtiges Dialogformat.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Kleinenberger Mysterienspiele

Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

Glaube, Tanz und Trommeln: So feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld ihr Gemeindefest

Wie feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld Gottesdienst? Beim Gemeindefest der afrikanischen Gemeinde in der Kirche Christkönig erleben wir einen Gottesdienst voller Musik, Gesang, Bewegung, Gebet und Gemeinschaft.

Schulstart mit Erzbischof Bentz an der Marienschule in Lippstadt

Gott schenkt uns Hoffnung. Gott gibt uns Mut im Leben. Gott schenkt uns Freude.“ Gründe wie diese, auf Gott zu vertrauen, gibt es viele. An ihrem dritten Schultag an der weiterführenden Schule haben rund 90 Marienschülerinnen und -schüler der fünften Jahrgangsstufe jetzt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz empfangen.

KNA Newsticker

25. September 2026 20:00

Medienpreis der Kirchen für Serie über Menschen, die Hoffnung machen

Köln (KNA) Die Radioserie "20 Menschen, die Hoffnung machen" hat den Audiopreis der Kirchen für gesellschaftlichen Zusammenhalt gewonnen. Dania Tölle und Tobias Fenneker von Radio Hochstift (Paderborn/Höxter) erhielten die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitagabend beim Hörfunkpre ...

Köln (KNA) Die Radioserie "20 Menschen, die Hoffnung machen" hat den Audiopreis der Kirchen für gesellschaftlichen Zusammenhalt gewonnen. Dania Tölle und Tobias Fenneker von Radio Hochstift (Paderborn/Höxter) erhielten die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitagabend beim Hörfunkpreis der Landesanstalt für Medien (LfM) in Köln.

In der Begründung der Jury hieß es: "Radio Hochstift lässt einen ganzen Monat lang Menschen zu Wort kommen, die sich nicht unterkriegen lassen, sondern Zuversicht und Hoffnung verbreiten." Alter, Herkunft und sozialer Status der Mutmacherinnen und Mutmacher seien ebenso verschieden wie ihre Herausforderungen: "Ob Behinderung, Einsamkeit, Gewalt, Krankheit, Extremismus oder Beschwerden des Alters - Tobias Fenneker und Dania Tölle lassen sie mit starken, authentischen und emotionalen Zitaten ihre Hoffnungsgeschichten erzählen."

Mit der Serie gelinge, so die Jury weiter, ein "optimistischer Perspektivwechsel gegen den gesellschaftlichen Trend", der außerdem die Vielfalt vor Ort gut abbilde: "Dieser konstruktive und lösungsorientierte Ansatz, der den Zusammenhalt stärken soll, erscheint heute nötiger denn je."

Das Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt werde vorbildlich, informativ und unterhaltsam in verschiedenen journalistischen Formaten umgesetzt und rege zum Mit- und Nachmachen an, ergänzte die Jury: "Bemerkenswert ist auch die Einbeziehung der Hörerinnen und Hörer von Anfang an. Abgerundet wird der absolut preiswürdige Beitrag durch die Hilfs- und Unterstützungsangebote auf einer Sonderseite der Homepage."

Neben dem Hauptpreis gab es zwei lobende Erwähnungen der Kirchenjury: Madlen Gerick von Radio Essen erhielt eine für Beiträge über einen ambulanten Hospizdienst in Essen; Niklas Mimm von Radio NE-WS 89.4 in Neuss erhielt die zweite für die Serie "Weg von der Straße: Little Homes für Obdachlose".

Die Kirchen zeichnen beim Audio-Preis der LfM in jedem Jahr Beiträge, Serien oder Podcasts aus, die aktuelle ethische Fragen des Zusammenlebens aufgreifen. Die bisher als "Medienethischer Sonderpreis" bezeichnete Auszeichnung wurde erstmals als Preis in der Kategorie "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" verliehen. Mit der Ehrung sollen Journalistinnen und Journalisten in den NRW-Lokalradios ermutigt werden, auch vermeintlich schwierige Themen aufzugreifen und dabei an Grundwerte zu erinnern.

25. September 2026 19:15

Merkel von Caritas geehrt - Ex-Kanzlerin erwähnt Papst-Schreiben

Augsburg (KNA) Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Elisabeth-Preis des katholischen Caritas-Verbands geehrt worden. Die 72-jährige CDU-Politikerin nahm die undotierte Auszeichnung am Freitagabend in Augsburg bei einem Festakt entgegen. Gewürdigt wurden damit ihre Haltung und ...

Augsburg (KNA) Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Elisabeth-Preis des katholischen Caritas-Verbands geehrt worden. Die 72-jährige CDU-Politikerin nahm die undotierte Auszeichnung am Freitagabend in Augsburg bei einem Festakt entgegen. Gewürdigt wurden damit ihre Haltung und ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Unter den rund 400 Gästen waren auch Augsburgs Bischof Bertram Meier und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU).

Der Name des Preises geht auf die heilige Elisabeth von Thüringen (1207-1231) zurück, die Menschen in Not half. Sie ist die Schutzpatronin der Caritas. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Elisabeth-Figur.

In ihren Dankesrede würdigte Merkel die engagierte Arbeit der Caritas. Dabei hob sie auch die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. hervor, "Magnifica humanitas". Dieser habe ein wegweisendes Werk geschrieben, das sie Artikel für Artikel durchgelesen habe: "Für mich war das mutmachend." Es handle sich um kein Schreiben gegen neue Technologie, aber der Mensch müsse in der Hand haben, was er zum Wohle des Menschen machen könne.

"Wir können auch gewiss sein, dass es immer wieder Menschen für Menschen braucht", zeigte sich die CDU-Politikerin überzeugt: Menschen, die Gefühle und Empathie zeigten, die nicht nach der effizientesten Lösung suchten, sondern nach einer, die für den jeweiligen Menschen das Beste sei.

Mit Blick auf die heilige Elisabeth erklärte Merkel: "Schön, dass wir beide Frauen sind". Obwohl die Namensgeberin des Preises nur 24 Jahre alt geworden sei, habe diese einen Fußabdruck in der Welt hinterlassen. Sie wünsche daher allen, das, was der Herrgott einem mitgegeben habe, für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen, um dann festzustellen, glücklicher zu sein als vorher.

Die Kabarettistin Sarah Bosetti verwies in ihrer Laudatio darauf, dass Merkel den Preis vor allem für einen Satz bekomme, für den sie am meisten gehasst werde: "Wir schaffen das." In einer humanitären Krise habe die Bundeskanzlerin 2015 Menschlichkeit gezeigt. Natürlich könne man Merkel kritisieren, aber dies sei nicht der Moment für hämische Spitzen. Es gehe darum, einen Weg zu finden, Unterschiede auszuhalten.

"Vielleicht musste Merkel weg, damit wir wissen, was wir vermissen", gab Bosetti zu bedenken. Weiter fügte sie hinzu, es brauche eine vernünftige, konservative Partei in Deutschland, die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und Kompromisse nicht als Makel zu empfinden. Fakten und die Wissenschaft müssten wieder zählen und Menschenwürde - "wir brauchen politischen Anstand".

"Wir ehren Merkel für ihren inneren Kompass, mit dem sie die Geschicke des Landes glücklich lenkte", sagte die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Welskop-Deffaa. Eine solidarische Gesellschaft entstehe nicht von selbst.

Die Veranstaltung war Auftakt zu den "Caritas-Aktionstagen" rund um den Caritas-Sonntag 2026. In diesem Jahr ist die Diözese Augsburg Gastgeber der Zentralveranstaltung für die Eröffnung der bundesweiten Herbstsammelaktion. Die Tage stehen unter dem Jahresmotto "Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen".

25. September 2026 19:09

Angela Merkel mit Elisabeth-Preis der Caritas geehrt

Augsburg (KNA) Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Elisabeth-Preis des katholischen Caritas-Verbands geehrt worden. Die 72-jährige CDU-Politikerin nahm die undotierte Auszeichnung am Freitagabend in Augsburg bei einem Festakt entgegen. Gewürdigt wurden damit ihre Haltung und ...

Augsburg (KNA) Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Elisabeth-Preis des katholischen Caritas-Verbands geehrt worden. Die 72-jährige CDU-Politikerin nahm die undotierte Auszeichnung am Freitagabend in Augsburg bei einem Festakt entgegen. Gewürdigt wurden damit ihre Haltung und ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Unter den rund 400 Gästen waren auch Augsburgs Bischof Bertram Meier und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU).

Der Name des Preises geht auf die heilige Elisabeth von Thüringen (1207-1231) zurück, die Menschen in Not half. Sie ist die Schutzpatronin der Caritas. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Elisabeth-Figur.

In ihren Dankesrede würdigte Merkel die Arbeit der Caritas. Dabei hob sie auch die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. hervor, "Magnifica humanitas". Dieser habe ein wegweisendes Werk geschrieben, das sie Artikel für Artikel durchgelesen habe: "Für mich war das mutmachend. Der Mensch müsse in der Hand behalten, was er zum Wohle des Menschen gestalten könne.

"Wir können auch gewiss sein, dass es immer wieder Menschen für Menschen braucht", zeigte sich die CDU-Politikerin überzeugt: Menschen, die Empathie zeigten, die nicht nach der effizientesten Lösung suchten, sondern nach einer, die für den jeweiligen Menschen das Beste sei.

Mit Blick auf die heilige Elisabeth erklärte Merkel: "Schön, dass wir beide Frauen sind". Obwohl die Namensgeberin des Preises nur 24 Jahre alt geworden sei, habe diese einen Fußabdruck in der Welt hinterlassen. Sie wünsche daher allen, das, was der Herrgott einem mitgegeben habe, für andere einzusetzen. Wer Verantwortung übernehme, werde feststellen, glücklicher zu sein als vorher.

Die Kabarettistin Sarah Bosetti verwies in ihrer Laudatio darauf, dass Merkel den Preis vor allem für den Satz bekomme, für den sie am meisten gehasst werde: "Wir schaffen das." In einer humanitären Krise habe die Bundeskanzlerin 2015 Menschlichkeit gezeigt. Natürlich könne man Merkel kritisieren, aber dies sei nicht der Moment für hämische Spitzen. Es gehe darum, einen Weg zu finden, Unterschiede auszuhalten.

Die Veranstaltung war Auftakt zu den "Caritas-Aktionstagen" rund um den Caritas-Sonntag 2026. Die Tage stehen unter dem Jahresmotto "Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen".

25. September 2026 18:01

#deutschdenken - Experte warnt vor AfD-Effekt auch im Tourismus

München (KNA) AfD-Pläne zur Neuausrichtung des Tourismus werden nach Worten eines Experten zu wenig diskutiert. Der Geograf Wolfgang Isenberg verweist im Interview der "Süddeutschen Zeitung" auf das Leitbild #deutschdenken der AfD in Sachsen-Anhalt, wo die Partei bei den Landtagswahlen vor dr ...

München (KNA) AfD-Pläne zur Neuausrichtung des Tourismus werden nach Worten eines Experten zu wenig diskutiert. Der Geograf Wolfgang Isenberg verweist im Interview der "Süddeutschen Zeitung" auf das Leitbild #deutschdenken der AfD in Sachsen-Anhalt, wo die Partei bei den Landtagswahlen vor drei Wochen stärkste Kraft wurde. Vorgesehen ist demnach, das Bundesland zum "Sehnsuchtsort aller deutschen Patrioten" zu machen, eine "Straße des Deutschen Reiches" zu gestalten oder einen "Stolz-Pass" auszugeben.

Wie Isenberg erklärt, geht es der Partei "also nicht nur darum, Orte touristisch zu vermarkten, sondern sie mit einer bestimmten Vorstellung deutscher Identität zu verbinden". Zwar könnten Orte durchaus Zugehörigkeit schaffen und seien oft mit einem bestimmten Lebensgefühl verbunden. "Aber daraus folgt für mich nicht, dass es nur eine richtige Erzählung gibt. Identität ist kein Etikett, das man einer Region oder einem Land aufklebt. Sie entsteht aus vielen Geschichten und verändert sich."

Der Experte hält es für problematisch, wenn aus diesem offenen Bild "eine politische Vorgabe wird, was deutsch sein soll und was nicht. Als Reisender möchte ich diese Widersprüche erleben können und mir mein eigenes Urteil bilden." Wer etwa heute nach Wittenburg kommt, könne Martin Luther (1483-1546) "als Mönch, Reformator oder Sprachschöpfer bewundern und sich zugleich an seinen antisemitischen Schriften stoßen".

Tourismus sei kein "politischer Nebenraum", mahnte Isenberg. "Hier wird sichtbar, wie wir zusammenleben wollen - wer dazugehört, welche Geschichten wir über uns erzählen und wie offen wir gegenüber Menschen von außen sind." Reisen bedeute, "den vertrauten Ort zu verlassen und sich auf andere Perspektiven einzulassen. Es bringt uns mit dem Fremden in Berührung und lässt uns das Eigene mit anderen Augen sehen."

Eine YouGov-Umfrage für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nach der Landtagswahl hatte ergeben, dass knapp jeder Dritte sich nun schlechter vorstellen kann, Urlaub in Sachsen-Anhalt zu machen. Gedenkstätten und Kulturstiftungen in dem Bundesland hatten sich bereits im Frühjahr gegen das AfD-Konzept ausgesprochen.

25. September 2026 17:23

Paartherapeutin: So kann aus Liebe eine Freundschaft werden

Frankfurt (KNA) Von Liebe auf Freundschaft "umschalten": So schnell funktioniert es nach Worten einer Paartherapeutin nicht. "Eine Trennung tut immer weh", sagte Ursula Nuber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Um befreundet zu bleiben, seien "ein bestimmtes Bewusstsein nötig und die ...

Frankfurt (KNA) Von Liebe auf Freundschaft "umschalten": So schnell funktioniert es nach Worten einer Paartherapeutin nicht. "Eine Trennung tut immer weh", sagte Ursula Nuber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Um befreundet zu bleiben, seien "ein bestimmtes Bewusstsein nötig und die Bereitschaft, achtsam miteinander umzugehen". Dazu gehöre, "keinen Rosenkrieg anzuzetteln, sondern sich wie Menschen zu verhalten, die sich mal geliebt haben".

Sängerin Sarah Connor hatte auf Instagram bekanntgegeben, dass ihr Mann Florian Fischer und sie "kein klassisches Ehe-Paar mehr" seien. Die beiden machten aber weiterhin Urlaub miteinander, teilten sich ihre Wohnräume, arbeiteten zusammen, und "wenn wir Lust haben, schlafen wir auch noch miteinander". Seitdem verstünden sie sich wieder "super gut". Auch Annemarie und Wayne Carpendale haben nach ihrer Trennung erklärt, dass sie weiterhin zusammen leben.

Die Paartherapeutin sprach in diesen Fällen von "Trennungen light". Sie würde einem getrennten Paar nicht raten, "intime Nähe weiterzuleben": Dadurch werde die Bindung "immer wieder erneuert, was den Trennungsprozess erschwert". Wer trotz Trennung weiterhin zusammenleben wolle, müsse negative Gefühle unter Kontrolle haben: "Wut, Trauer, Angst - alles normal. Aber man sollte versuchen, sie nicht auszuleben und den anderen nur als Feind zu sehen".

Leicht sei das nicht, räumte Nuber ein. "Aber man kann es schaffen, wenn man sich fragt: Was für ein Mensch will ich denn jetzt als Getrennter sein? Will ich jemand sein, der nur eine Negativerzählung über diese Beziehung hat? Will ich mich nur als Opfer fühlen?" Das braucht nach ihren Worten zumeist Zeit und Abstand: "Es ist sind ja oft tiefe Wunden, die sich ein Paar vor der Trennung zufügt." Insofern hoffe sie auf einen Denkanstoß durch die Promi-Paare.

25. September 2026 17:03

Psychologe: Beichte fehlt - als formalisierter Umgang mit Schuld

Frankfurt (KNA) Schuldgefühle durch religiöse Überzeugung scheinen in Deutschland kaum noch eine Rolle zu spielen: Darauf deuten Untersuchungen des Psychologen Tobias Luck hin. Auch ein schlechtes Gewissen wegen Veränderungen der Umwelt oder Menschen, denen es schlechter geht, werde in Umfra ...

Frankfurt (KNA) Schuldgefühle durch religiöse Überzeugung scheinen in Deutschland kaum noch eine Rolle zu spielen: Darauf deuten Untersuchungen des Psychologen Tobias Luck hin. Auch ein schlechtes Gewissen wegen Veränderungen der Umwelt oder Menschen, denen es schlechter geht, werde in Umfragen kaum genannt, sagte Luck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Vielmehr fühlten Menschen sich in persönlichen Zusammenhängen schuldig, "vor allem gegenüber konkreten Personen oder sich selbst".

Eine formalisierte Form, mit Schuld umzugehen und sich auch von ihr zu befreien - etwa in Form einer Beichte - fehle heute, fügte der Forscher hinzu. "Man kann zur besten Freundin gehen oder in die Beratung. Aber ein fester Prozess, an den man sich halten kann, der ist durchaus verloren gegangen." Er könne der Idee etwas abgewinnen, dass das Leben weitergehen kann, auch wenn eine Schuld nicht wiedergutzumachen ist: "Sonst verharrt man in Rollen, als Opfer oder Täter."

Ein schlechtes Gewissen sei nicht unbedingt etwas Schlechtes, erklärte Luck: "Kein Gefühl ist negativ." Oft haben Schuldgefühle demnach eine Funktion als Signalgeber: "Es hilft uns zu sagen: Da hätte ich etwas anders machen müssen, und künftig mache ich das ein bisschen besser." In vielen Fällen hält er auch eine Entschuldigung für entlastend. Viele Menschen empöre es, wenn ein Angeklagter vor Gericht keine Reue zeige: "Es sitzt ganz tief in uns, dass wir wollen, dass Leute Reue zeigen, sich entschuldigen".

Etwas anderes sei es, wenn Schuldgefühle jemanden sehr lange und sehr intensiv beschäftigen, womöglich den eigenen Selbstwert bedrohen. "Wenn ich merke, ich werde freudloser, ich habe bestimmte negative Gedanken, die meinen Alltag leiten, wenn ich versuche, das mit Alkohol oder anderen Substanzen zu verdrängen, dann ist die Grenze absolut überschritten", sagte Luck.

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