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Libori: 25. Juli bis 2. August

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026

© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

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#wepower - hier wirkt das Wir!

Gute Gründe für jeden Monat

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

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21.07.2026

Libori-Motto 2026: Nur so bleibt Kirche „mittendrin“

Zum Libori-Motto „Mittendrin“ spricht Dechant Benedikt Fischer im Interview über die Rolle der Kirche in der Gesellschaft, den Bistumsprozess und darüber, wie Christus in unserer Mitte Platz findet.
© MillaF / Shutterstock.com
17.07.2026

Die Abnehmspritze und die Frage „Wem will ich eigentlich gefallen?“

YOUPAX-Reporterin stellt einen aktuellen Trend in Bezug zur bedingungslosen Liebe Gottes.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.07.2026

Endlich wieder Libori!

Der Liborischrein ist eines der wertvollsten Schatzstücke des Paderborner Domes – wer ist abgebildet und wer fehlt?
© privat
13.07.2026

Christliches Engagement und Politik: Wenn Glaube Haltung zeigt

Wann wird christliches Engagement politisch? Der Weg von zwei Frauen aus dem Erzbistum zeigt, wie Glaube zu Einsatz für Geflüchtete, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz führt.
© YOUPAX
11.07.2026

Gaben des Heiligen Geistes

In einer Video-Reihe unseres Portals YOUPAX beschäftigen sich junge Menschen sowie Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz mit Gaben des Heiligen Geistes. Es geht um Einsicht, Rat, Weisheit und einiges mehr.
Nils Wilzki und Ana Jezildic stehen am neuen jugendspirituellen Zentrum und winken aus der Türöffnung bzw. stehen an der Tür. © YOUPAX
Nils Wilzki und Ana Jezildic in der Kapelle des neuen jugendspirituellen Zentrums #kompass im Haus am Eulenspiegel in Rüthen
10.07.2026

#KOMPASS in Rüthen: Jungen Menschen helfen, ihren Weg zu finden

Das neue jugendspirituelle Zentrum #KOMPASS im Haus am Eulenspiegel Rüthen wurde am Samstag, 11. Juli, offiziell eingeweiht. Junge Menschen dürfen hier "suchen.wachsen.glauben". Mehr dazu im YOUPAX-Interview

Unsere Nachrichten

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21.07.2026

Qurbana verbindet Generationen

Immer mehr syro-malabarische Katholikinnen und Katholiken kommen im Erzbistum Paderborn zusammen, um die Eucharistie in der ihnen vertrauten liturgischen Form zu feiern. In der Paderborner Pfarrkirche St. Georg nahmen jetzt 140 Gläubige aller Generationen an einer Qurbana teil.
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
20.07.2026

Zukunftsprojekt des Erzbistums mit überdiözesaner Strahlkraft

Weihbischöfe aus den NRW-(Erz-)Bistümern informieren sich über den Paderborner Leocampus und besuchen das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
17.07.2026

Hilfe von „echten“ Menschen

Nach dem Jahresgespräch der TelefonSeelsorge im Erzbistum Paderborn haben wir den Diözesanbeauftragten und Leiter der TelefonSeelsorge Hagen-Mark, Dr. Stefan Schumacher, zum Gespräch getroffen. Er erzählt uns, was die Menschen aktuell bewegt.
© DimaBerlin / Shutterstock.com
17.07.2026

Natürlich kühl: Kirchen bieten Raum zum Durchatmen

Erste Messreihe im Erzbistum Paderborn zeigt: Kirchen bleiben an heißen Sommertagen bemerkenswert konstant temperiert – und bieten Raum zum Durchatmen
© vulcano / Shutterstock.com
17.07.2026

Pfarrer Paul Kathke verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Pfarrer i. R. Paul Kathke, Päpstlicher Ehrenprälat. Er starb am Dienstag, dem 14. Juli 2026.
© Foto: Claudia Schwarz / Kommende Dortmund
17.07.2026

Kommende Dortmund eröffnet Internationales Büro „Allianz für Europa“

Meilenstein in der 75-jährigen Tradition des Sozialinstituts

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Weil Ehrenamt Ehrensache ist

Lena Ortwein arbeitet als Sonderpädagogin in Paderborn und setzt sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Kolpingjugend ein. Sie wirkt unter anderem beim Projekt „Gute N8cht“ mit und übernimmt in diesem Jahr die Leitung der Kanu-Pilgerreise nach Werl.

"Du bist gut genug" - Wie kann ich das verinnerlichen?

Ein Ohrwurm fesselt Deutschland – das Lied „Gut genug“. Doch: Stimmt die Aussage des Lieds? Ist jeder Mensch gut genug? Und wenn das so ist, was ist das unser Problem als Menschen? Wieso sind wir so verletzlich? Was kann uns helfen, zu spüren, dass wir gut genug sind?

Ein Tag, der bewegt: Junge Menschen mit Beeinträchtigung beim Reitturnier in Balve

Beim Inklusionstag auf dem Reitturnier in Balve erlebten Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung einen besonderen Tag voller Teilhabe und Begegnung. Sie erhielten exklusive Einblicke hinter die Kulissen des hochrangigen Reitsportevents.

KNA Newsticker

21. Juli 2026 15:33

Korrespondent der Deutschen Welle erneut in Türkei festgenommen

Bonn (KNA) Der türkische Korrespondent der Deutschen Welle (DW), Alican Uludag, ist nach Angaben des Auslandssenders erneut in seiner Heimat festgenommen worden. Die Verhaftung erfolgte, während ein anderes Verfahren gegen den Journalisten anhängig war, wie die DW am Dienstagabend mitteilte. ...

Bonn (KNA) Der türkische Korrespondent der Deutschen Welle (DW), Alican Uludag, ist nach Angaben des Auslandssenders erneut in seiner Heimat festgenommen worden. Die Verhaftung erfolgte, während ein anderes Verfahren gegen den Journalisten anhängig war, wie die DW am Dienstagabend mitteilte.

Uludag war bereits im Februar in der türkischen Hauptstadt Ankara verhaftet worden. Dem Investigativjournalisten werden Verbreitung irreführender Informationen an die Öffentlichkeit, Beleidigung des Präsidenten sowie Beleidigung der türkischen Nation, des Staates und der Institutionen vorgeworfen. Er verbrachte daraufhin 92 Tage in Untersuchungshaft und wurde erst im Mai wieder freigelassen. Der Gerichtstermin für sein Verfahren ist demnach für den 18. September festgesetzt. Zu den Vorwürfen, die zu der neuerlichen Verhaftung führten, konnte die Deutsche Welle zunächst keine Angaben machen.

DW-Intendantin Barbara Massing verurteilte die neuerliche Festnahme des Reporters. "Wir erwarten, dass seine Rechte uneingeschränkt gewahrt werden, und fordern auch hier ein rechtsstaatliches und faires Verfahren." Alican recherchiere und berichte seit vielen Jahren unabhängig über Justiz, Politik und Gesellschaft in der Türkei. "Journalistische Arbeit darf nicht kriminalisiert werden", betonte Massing.

Für seine Arbeit wurde Uludag mehrfach ausgezeichnet. Erst im Juli erhielt er den diesjährigen Pressefreiheitspreis der Türkischen Journalistenvereinigung.

21. Juli 2026 15:30

Debatte um Leihmutterschaft: Viele Ethiker gegen Liberalisierung

Berlin (KNA) Der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich strikt gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. Auch eine altruistische - unentgeltliche - Leihmutterschaft lehne er ab, sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Diens ...

Berlin (KNA) Der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich strikt gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. Auch eine altruistische - unentgeltliche - Leihmutterschaft lehne er ab, sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Berlin. Lob-Hüdepohl ist ehemaliges Mitglied im Ethikrat.

Auch die derzeitigen Ethikratsmitglieder Jochen Sautermeister und Gregor Thüsing wenden sich gegen eine Zulassung der altruistischen Leihmutterschaft. Der Ethikratsvorsitzende Helmut Frister hatte im Deutschlandfunk erklärt, er könne sich unter bestimmten Umständen eine solche unentgeltliche Leihmutterschaft vorstellen.

Lob-Hüdepohl erklärte weiter, auch bei einer altruistischen Leihmutterschaft erhalte die Leihmutter für die Zeit der neunmonatigen Schwangerschaft eine "Aufwandsentschädigung". Von daher sei das Konzept ad absurdum geführt. Er könne sich allenfalls vorstellen, dass dies möglich sei, wenn etwa die Schwester eines Paares mit Kinderwunsch nach einer Befruchtung außerhalb des Körpers als Mutter fungiere und nach der Geburt ihr Kind zur Adoption freigebe.

Solche Fälle könne es sogar jetzt bereits in Deutschland geben. Aber auch hier drohe eine schwere Belastung der sich in der Schwangerschaft heranbildenden Mutter-Kind-Beziehung. Eine neue Debatte über die Leihmutterschaft war aufgekommen, weil bekannt geworden war, dass der CDU-Politiker Jens Spahn mit seinem Ehepartner eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen hatte. Er war daraufhin als Unionsfraktionsvorsitzender zurückgetreten.

Ähnlich äußerte sich Sautermeister: "Anstatt ideale Bedingungen für eine altruistische Leihmutterschaft rechtlich konstruieren zu wollen, um problematische Konstellationen auszuschließen, sollte zum Schutz der Würde der Frauen und der Würde des Kindes auch die altruistische Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleiben", sagte Sautermeister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Thüsing sagte der Zeitung, "gesundheitliche Risiken, psychischer Druck und insbesondere die Instrumentalisierung" seien auch im altruistischen Modell gegeben. Um zu verhindern, dass das Leihmutterschaftverbot umgangen werde, sei ein Blick nach Italien hilfreich: "Wenn der deutsche Staat die Risiken und Gefährdungen der Leihmutterschaft aus guten Gründen nicht will, dann ist der Schritt, den Italien vor zwei Jahren gegangen ist, konsequent und richtig", sagte Thüsing. Dort ist es verboten, die Dienste einer Leihmutter im Ausland in Anspruch zu nehmen. Ein solches Verbot lehnt Lob-Hüdepohl ab. Dies sei gegen das Kindeswohl, dies sei in Deutschland auch gerichtlich festgehalten worden.

Lob-Hüdepohl erklärte mit Blick auf die kommerzielle Leihmutterschaft, die Frau willige hier zwar formal freiwillig ein. Meistens geschehe dies - wie internationale Studien vielfach belegten - aber aus einer finanziell schwierigen Situation heraus. Die Zustimmung habe dann den Charakter einer "prekären Selbstbestimmung", so Lob-Hüdepohl

Mit Blick auf Paare mit unerfülltem Kinderwunsch betonte Lob-Hüdepohl, es gebe kein Recht auf ein Kind. Zu glauben, einen solchen Anspruch zu haben, sei falsch verstandene reproduktive Autonomie. Er sehe, dass etwa prominente und gut situierte heterosexuelle Paare etwa in den USA eine solche Leihmutterschaft in Anspruch nähmen, nicht, weil sie keine Kinder bekommen könnten, sondern aus Angst, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf die Karriere auswirke.

21. Juli 2026 14:19

ZDF-Fernsehräte kritisieren Entscheidung zu Danger Dan und Igor Levit

Mainz (KNA) Acht Mitglieder des ZDF-Fernsehrates kritisieren den Sender in einem offenen Brief wegen des Auftrittsverbots von Danger Dan und Igor Levit. In dem Schreiben, das am Montagabend vom Onlinemedium netzpolitik.org veröffentlicht wurde, beklagen die Fernsehräte, das ZDF habe die Gelege ...

Mainz (KNA) Acht Mitglieder des ZDF-Fernsehrates kritisieren den Sender in einem offenen Brief wegen des Auftrittsverbots von Danger Dan und Igor Levit. In dem Schreiben, das am Montagabend vom Onlinemedium netzpolitik.org veröffentlicht wurde, beklagen die Fernsehräte, das ZDF habe die Gelegenheit verpasst, eine Debatte über Rechtsextremismus in Deutschland und die vielfältigen Möglichkeiten seiner Bekämpfung anzustoßen.

Die Musiker Danger Dan und Igor Levit hätten mit dem Song "Keine Angst" in der Jubiläumsfolge der Satire-Sendung "Die Anstalt" auftreten sollen, die am Dienstagabend im ZDF ausgestrahlt wird und seit Samstag in der Mediathek verfügbar ist. Gegen den Willen der Redaktion hatte die ZDF-Geschäftsleitung um Intendant Norbert Himmler den Auftritt aber kurzfristig verboten, weil der Sender der Ansicht ist, dass das Lied als "Aufruf zu Gewalt" verstanden werden könnte.

Nach Meinung der Fernsehräte ist das Lied von der Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt. Ob ein die Programmrichtlinien verletzender Aufruf zur Gewalt vorliege, könne sich nicht nur aus der isolierten Betrachtung einzelner Liedzeilen beantworten lassen, sondern nur im Kontext der gesamten Sendung, so die Fernsehräte weiter: "Die dafür relevante kritische Einordnung des Liedtexts, auch mit den Künstlern, wäre Aufgabe der Redaktion der 'Anstalt' gewesen. Diese Möglichkeit wurde ihr ohne Not genommen."

Man halte die Absage deshalb für einen Fehler, so die Unterzeichner des Briefes. Die Absage des Auftritts zeuge von fehlendem Mut und von fehlendem Vertrauen in die Redaktion der Sendung, sich angemessen mit dem Lied auseinanderzusetzen. Außerdem befürchten die Fernsehräte eine abschreckende Auswirkung auf andere Formate.

Die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Gerda Hasselfeldt, äußerte in einer Erklärung im ZDF-Presseportal Verständnis für die Entscheidung des ZDF. Ihrer Einschätzung nach spiegle der offene Brief der acht Mitglieder nicht die Mehrheitsmeinung des Gremiums wider, so Hasselfeldt weiter: "Gleichwohl nehme ich die in dem Schreiben geäußerten Bedenken ernst." Die Vorsitzende kündigte an, das Thema im zuständigen Ausschuss und in der anstehenden Fernsehratssitzung am 25. September zu behandeln.

21. Juli 2026 13:49

Lob-Hüdepohl: Auch keine unentgeltliche Leihmutterschaft zulassen

Berlin (KNA) Der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich strikt gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. Auch eine altruistische - unentgeltliche - Leihmutterschaft lehne er ab, sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Diens ...

Berlin (KNA) Der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl hat sich strikt gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. Auch eine altruistische - unentgeltliche - Leihmutterschaft lehne er ab, sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Berlin. Zugleich plädierte er dafür, auf sogenannten Kinderwunschmessen Werbung für Leihmutterschaften zu verbieten. Der Ethikratsvorsitzende Helmut Frister hatte im Deutschlandfunk erklärt, er könne sich unter bestimmten Umständen eine solche unentgeltliche Leihmutterschaft vorstellen.

Auch bei einer altruistischen Leihmutterschaft erhalte die Leihmutter für die Zeit der neunmonatigen Schwangerschaft eine "Aufwandsentschädigung". Von daher sei das Konzept ad absurdum geführt. Er könne sich allenfalls vorstellen, dass dies möglich sei, wenn etwa die Schwester eines Paares mit Kinderwunsch nach einer Befruchtung außerhalb des Körpers als Mutter fungiere und nach der Geburt ihr Kind zur Adoption freigebe.

Solche Fälle könne es sogar jetzt bereits in Deutschland geben. Aber auch hier drohe eine schwere Belastung der sich in der Schwangerschaft heranbildenden Mutter-Kind-Beziehung. Eine neue Debatte über die Leihmutterschaft war aufgekommen, weil bekannt geworden war, dass der CDU-Politiker Jens Spahn mit seinem Ehepartner eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen hatte. Er war daraufhin als Unionsfraktionsvorsitzender zurückgetreten.

Bei einer kommerziellen Leihmutterschaft willige die Frau zwar formal freiwillig ein, so Lob-Hüdepohl weiter. Meistens geschehe dies - wie internationale Studien vielfach belegten - aber aus einer finanziell schwierigen Situation heraus. Die Zustimmung habe dann den Charakter einer "prekären Selbstbestimmung", so Lob-Hüdepohl. Er wandte sich auch gegen Werbung für Leihmutterschaften im Ausland auf sogenannten Kinderwunschmessen. Es wäre konsequent, hier derartige Werbung zu verbieten, meinte der Ethiker.

Mit Blick auf Paare mit unerfülltem Kinderwunsch betonte Lob-Hüdepohl, es gebe kein Recht auf ein Kind. Zu glauben, einen solchen Anspruch zu haben, sei falsch verstandene reproduktive Autonomie. Er sehe, dass etwa prominente und gut situierte heterosexuelle Paare etwa in den USA eine solche Leihmutterschaft in Anspruch nähmen, nicht, weil sie keine Kinder bekommen könnten, sondern aus Angst, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf die Karriere auswirke.

Wie sich eine Leihmutterschaft später auf das Kind auswirke, sei bislang nicht ausreichend erforscht. Es gebe aber plausible Erkenntnisse, dass es bereits in der Schwangerschaft zu starken Mutter-Kind-Bindungen komme. Werden sie abrupt unterbrochen, wären negative Auswirkungen sicherlich sehr wahrscheinlich.

21. Juli 2026 12:41

Weiße-Rose-Stiftung nennt AfD-Kranz für NS-Opfer "Missbrauch"

Berlin (KNA) Die Vorsitzende der Weiße-Rose-Stiftung, Hildegard Kronawitter, hat die Kranzniederlegung der AfD bei der Gedenkstunde für Opfer des NS-Widerstandes verurteilt. "Man kann es sehr gut verstehen, dass Nachfahren von Opferfamilien es schier nicht aushalten können, dass dieser Missbr ...

Berlin (KNA) Die Vorsitzende der Weiße-Rose-Stiftung, Hildegard Kronawitter, hat die Kranzniederlegung der AfD bei der Gedenkstunde für Opfer des NS-Widerstandes verurteilt. "Man kann es sehr gut verstehen, dass Nachfahren von Opferfamilien es schier nicht aushalten können, dass dieser Missbrauch von AfD-Organisationen stattfindet", sagte sie Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Kronawitter wertet die Handlung als eine Provokation der AfD. "Wenn sie Respekt hätte vor dem Widerstand, der damals todesmutig geleistet wurde, dann würden sie sich nicht darauf beziehen und sagen, dass sie im Geiste ähnlich sei", so Kronawitter. Die AfD bezeichne ihr eigenes Dagegensein als Widerstand und vergleiche sich teilweise mit der Widerstandsgruppe Weiße Rose und Sophie Scholl. "Gleichwohl weiß die ganze Republik, dass diese Ehrenbezeugung eigentlich trügerisch ist. Denn im Alltagsverhalten erleben wir ganz andere Statements und ganz andere Aussagen."

Für Kronawitter steht hinter der Kranzniederlegung der AfD ein Kalkül. "Der Bezug auf sehr renommierte Personen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus heißt, dass ich mich selbst erhöhe, wenn ich sage: 'Wir leisten doch auch Widerstand gegen das System'."

Vor einigen Jahren habe es eine Plakataktion der AfD gegeben, die mit dem Spruch geworben habe, dass Sophie Scholl die AfD wählen würde. "Mit solchen Aktionen will sich die Partei gewissermaßen reinigen von dem, was sie sonst von sich gibt."

Juristisch vorgehen könne man in diesem Fall nicht, so Kronawitter. Sie vertraue aber darauf, "dass die Menschen sehr wohl unterscheiden können zwischen dem Widerstand der Weißen Rose - dem sehr couragierten und mit dem Tode zu bezahlenden Widerstand - und dem heutigen Dagegenreden in unseren demokratischen Verhältnissen". Die Menschen würden auf diese Vereinnahmung nicht hereinfallen.

Bei der Gedenkfeier der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wollte Tobias Korenke, Großneffe des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, einen Kranz der AfD-Bundestagsfraktion entfernen. Sicherheitskräfte schritten ein, Korenke musste die Veranstaltung verlassen.

21. Juli 2026 11:34

Kirchen in Franken wollen Gebäude stärker ökumenisch nutzen

Würzburg/Ansbach (KNA) Das katholische Bistum Würzburg und der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Ansbach-Würzburg wollen kirchliche Gebäude stärker gemeinsam nutzen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten laut einer Bistumsmitteilung vom Dienstag der katholische Generalvik ...

Würzburg/Ansbach (KNA) Das katholische Bistum Würzburg und der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Ansbach-Würzburg wollen kirchliche Gebäude stärker gemeinsam nutzen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten laut einer Bistumsmitteilung vom Dienstag der katholische Generalvikar Jürgen Vorndran und die evangelische Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Kirchengemeinden werden demnach ermutigt, Immobilien und Räume einander zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund sind Veränderungsprozesse in beiden Kirchen, wie es hieß. "Während im Bistum Würzburg die Kategorisierung der Kirchen bereits abgeschlossen ist, sind in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die Gesamtgebäudekonzeption sowie die Bildung von Nachbarschaftsräumen in vollem Gange." Um die Gemeindearbeit zu sichern und die Menschen weiter mit der christlichen Botschaft zu erreichen, wollten die Kirchen ihre materiellen Ressourcen teilen.

Die Kirchenleitungen erklärten, man wolle evangelische wie katholische Gemeindeverantwortliche unter anderem mit Prozessbegleitung, Projektsteuerung und Moderation bei den ersten Schritten der Annäherung unterstützen. Auch gebe es Beratung bei Umgestaltungen und denkmalrechtlichen, liturgischen sowie künstlerischen Fragen.

Die ökumenische Nutzung von Gebäuden könne im direkten Dialog zwischen den Pfarr- und Kirchengemeinden vor Ort erprobt werden. Für langfristige und dauerhafte Kooperationen stünden rechtliche Modelle bereit, die die Kirchenleitungen erarbeitet hätten. Auch das christliche Zeugnis sei stärker, wenn es ein gemeinsames sei, hieß es in der Absichtserklärung.

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