Berlin (KNA) "Die Berlinale ist eröffnet" - mit diesen Worten startete Intendantin Tricia Tuttle zusammen mit Jurypräsident Wim Wenders am Donnerstagabend die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Bei der feierlichen Eröffnungsgala im Berlinale-Palast hob Tuttle die Internationalität de ...
Berlin (KNA) "Die Berlinale ist eröffnet" - mit diesen Worten startete Intendantin Tricia Tuttle zusammen mit Jurypräsident Wim Wenders am Donnerstagabend die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Bei der feierlichen Eröffnungsgala im Berlinale-Palast hob Tuttle die Internationalität der Festspiele hervor: Insgesamt repräsentierten Filmschaffende und deren Delegationen mehr als 140 Länder. Das Festival stärke zudem Verbindungen zum unabhängigen Kino.
Während der Gala wurde die malaysische Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh (63) mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie habe niemals gedacht, dass ein Mädchen aus Malaysia so weit durch die Welt für den Film reisen würde, sagte sie in ihrer Dankesrede. Der Film habe ihr nicht nur eine Karriere ermöglicht, sondern auch ein Leben, von dem sie niemals zu träumen gewagt hätte.
Yeoh wurde 2023 bei den Oscar-Verleihungen als erste Asiatin überhaupt zur besten Hauptdarstellerin gekürt. Den Preis erhielt sie für ihre Rolle in der Action-Komödie "Everything Everywhere All at Once".
Als erster Film wurde im Anschluss außer Konkurrenz die Weltpremiere der Liebeskomödie "No Good Men" der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat gezeigt. Er wurde zu großen Teilen in Deutschland gedreht, etwa in Hamburg, Rostock und Hannover.
Unter den mehr als 200 aktuellen Lang- und Kurzfilmen im Festivalprogramm stehen besonders die 22 Filme des Wettbewerbs um den Goldenen und die Silbernen Bären im Fokus. Zur Auswahl gehören etwa Komödien, Liebesgeschichten, ein Thriller, ein Western, ein Dokumentarfilm und ein japanischer Anime.
Bei der bis zum 22. Februar dauernden Berlinale gehen dabei drei Filme aus Deutschland ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären: "Gelbe Briefe" von Ilker Çatak, "Meine Frau weint" von Angela Schanelec und "Etwas ganz Besonderes" von Eva Trobisch. Verliehen werden die Bären am 21. Februar.