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Katholikentag 2028 in Paderborn

Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

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© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

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Charlotte Roland feierte in Bigge ihre Jungfrauenweihe. Doch wie kam sie zu diesem besonderen Schritt – und was bedeutet es, als geweihte Jungfrau zu leben? Im Film erzählt sie von ihrem Glauben und warum sie sich für diesen Weg entschieden hat.

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Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn

KNA Newsticker

3. Oktober 2026 15:24

Reinhard Mey an Spitze der Album-Charts

Baden-Baden (KNA) Liedermacher Reinhard Mey (83) steht mit seinem neuen Album "Schatzhauser" auf Platz eins der deutschen Albumcharts. "Kein deutscher Künstler war jemals älter, als ihm dieses Kunststück gelang", schreibt die "Bild" am Samstag. Es sei insgesamt das fünfte Mal, dass Mey diese ...

Baden-Baden (KNA) Liedermacher Reinhard Mey (83) steht mit seinem neuen Album "Schatzhauser" auf Platz eins der deutschen Albumcharts. "Kein deutscher Künstler war jemals älter, als ihm dieses Kunststück gelang", schreibt die "Bild" am Samstag. Es sei insgesamt das fünfte Mal, dass Mey diese Position erreicht.

Das Album war am 25. September erschienen. Erstmals in seiner fast 60-jährigen Karriere hat der Liedermacher ein Album komplett alleine im Studio aufgenommen - nur mit seiner Stimme und seiner Gitarre, ganz ohne Orchester oder andere Musiker.

Der Albumtitel bezieht sich auf den Waldgeist aus Wilhelm Hauffs Märchen "Das kalte Herz", der nur "Sonntagskindern" Wünsche erfüllt. Mey schreibt auf seiner Webseite, dass er zwar an einem Montag geboren wurde, der Schatzhauser dies aber hoffentlich "nochmal als Sonntag durchgehen lässt" - eine Metapher für Dankbarkeit und den Wunsch, geistig noch einmal von vorne anzufangen.

Ein zentrales Thema des Albums sind Tod und Vergänglichkeit und die anhaltende Trauer um seinen Sohn Maximilian. 2009 war Meys damals 27-jähriger Sohn Maximilian wegen verschleppter Lungenentzündung in ein Koma gefallen; er starb 2014.

Der gebürtige Berliner mit der großen Liebe zu Frankreich und französischen Chansons hat mehr als 60 Alben veröffentlicht, darunter 30 Studioalben, und mehr als 500 Lieder aufgenommen. Mehr als 20 Millionen Tonträger hat er verkauft.

Der am 21. Dezember 1942 in Berlin geborene Mey absolvierte zunächst eine Ausbildung als Industriekaufmann. Seine Musiker-Karriere begann er in den 60er Jahren in Frankreich als Frederik Mey. In Deutschland trat er zunächst vor allem in West-Berliner Szene-Lokalen auf. Den Durchbruch beim Massenpublikum brachte ihm 1971 der Song "Der Mörder ist immer der Gärtner".

Zu seinen späteren Erfolgen gehören Songs wie "Ankomme Freitag, den 13.", "Diplomatenjagd" und "Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu geh'n". Den größten Hit landete der leidenschaftliche Amateurpilot, der mehr als 30 Jahre auf der Nordseeinsel Sylt lebte, mit dem Evergreen "Über den Wolken" von 1974.

3. Oktober 2026 14:41

Mehr als 700 Moscheen begehen Tag der offenen Moschee

Köln (KNA) Mehr als 700 Moscheen in Deutschland haben am Samstag ihre Türen für Besucher geöffnet. Der bundesweite Tag der offenen Moschee fand in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Unter dem Motto "Moscheen als Träger gesellschaftlicher Verfasstheit" luden muslimische Gemeinden zu Führungen, ...

Köln (KNA) Mehr als 700 Moscheen in Deutschland haben am Samstag ihre Türen für Besucher geöffnet. Der bundesweite Tag der offenen Moschee fand in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Unter dem Motto "Moscheen als Träger gesellschaftlicher Verfasstheit" luden muslimische Gemeinden zu Führungen, Gesprächen und Diskussionsveranstaltungen ein. Allein in Köln besuchten nach Angaben des Religionsverbandes Ditib rund 5.000 Besucherinnen und Besucher die DITIB-Zentralmoschee.

Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide rief die muslimischen Gemeinden zu einem Signal für einen weltoffenen Islam auf. Er sagte im Deutschlandfunk, die Gemeinden müssten hinterfragen, was sie aktiv für demokratische Werte und gegen Antisemitismus beitrügen.

Gerade nach Gewalttaten wie dem Anschlag am Rande des diesjährigen Berliner Christopher Street Day müssten muslimische Gemeinden offen für Selbstkritik sein, fügte der Münsteraner Islamwissenschaftler hinzu. Es bestehe die Gefahr, dass Vertreter des Islams auf einer Seite die Gewalt verurteilten, aber sich auf der anderen fragen müssten, ob sie die theologische Grundlage lieferten.

Gleichzeitig sei der Tag der offenen Moschee ein Tag der Begegnungen, mit dem Ressentiments auf der Gegenseite abgebaut werden könnten. Khorchide, der Direktor des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster ist, erklärte, die Assoziation des Islams mit Gewalt finde besonders in Regionen statt, in denen es weniger Muslime gebe.

Khorchide erklärte außerdem, viele muslimische Gemeinden seien weiterhin durch ehemalige Gastarbeiterstrukturen nach Herkunft der Mitglieder geprägt. Es sei jedoch wichtig, herauszufinden, wie man sich als deutscher Muslim identifizieren könne - indem hinterfragt würde, wie man etwa den Koran vor dem Hintergrund demokratischer Grundwerte und heutiger Erkenntnisse interpretieren könnte.

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) erklärte im Vorfeld, Moscheen seien nicht nur Orte des Gebets und der Spiritualität, sondern unter anderem auch Orte der Bildung, Beratung, Jugendarbeit, Nachbarschaft und des gesellschaftlichen Dialogs. Der Aktionstag nehme zugleich das 77-jährige Bestehen des Grundgesetzes in den Blick.

Der bundesweite Tag der offenen Moschee wurde 1997 auf Initiative des Zentralrats der Muslime in Deutschland ins Leben gerufen. Seither findet er jährlich am 3. Oktober statt. Mit der Wahl des Tags der Deutschen Einheit wollten die beteiligten muslimischen Verbände die Zugehörigkeit der Muslime zu Deutschland unterstreichen.

3. Oktober 2026 13:45

Malteser-Chef mahnt Bürger zu mehr Krisenvorsorge

Düsseldorf (KNA) Der neue Präsident der katholischen Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst, Martin Schelleis, ruft die Bürger zu mehr Krisenvorsorge auf. Nur ein Viertel der Deutschen sorgt für den Katastrophenfall vor. Dabei sollte jeder Einzelne darauf vorbereitet sein, dass die "Feuerweh ...

Düsseldorf (KNA) Der neue Präsident der katholischen Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst, Martin Schelleis, ruft die Bürger zu mehr Krisenvorsorge auf. Nur ein Viertel der Deutschen sorgt für den Katastrophenfall vor. Dabei sollte jeder Einzelne darauf vorbereitet sein, dass die "Feuerwehr nachts um drei" klingeln könnte, sagt Schelleis, der auch die Amtshilfeeinsätze der Bundeswehr in der Coronapandemie sowie bei der Flutkatastrophe 2021 verantwortete, dem "Handelsblatt". Er selber habe heute stets einen 80-Liter-Rucksack gepackt zu Hause.

Der Generalleutnant a. D. ist seit Juni Präsident der katholischen Hilfsorganisation. Am Donnerstag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor einer wachsenden Gefahr durch Russland und vor weiteren hybriden Angriffen gewarnt.

3. Oktober 2026 13:05

Steinmeier ruft zur Selbstbehauptung der Demokratie auf

Bremen (KNA) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen zum aktiven Einsatz für die Demokratie aufgerufen und die Bürger ermuntert, auch die Errungenschaften der Einheit wertzuschätzen. Beim zentralen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit warnte er am Samstag in Bremen vor ein ...

Bremen (KNA) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen zum aktiven Einsatz für die Demokratie aufgerufen und die Bürger ermuntert, auch die Errungenschaften der Einheit wertzuschätzen. Beim zentralen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit warnte er am Samstag in Bremen vor einer Gefährdung der Demokratie durch Extremismus und "schrille Emotionalisierung". Es gelte, sich gegen eine "Flut der Manipulationen und der Lügen" zu behaupten.

Es war die letzte Rede Steinmeiers als Bundespräsident an einem Nationalfeiertag. Am Festakt im Konzerthaus "Glocke" nahm die gesamte Staatsspitze teil. Bis Sonntag sind in der Hansestadt mehr als 700 kostenlose Konzerte, Diskussionen, Führungen und Ausstellungen geplant. Rund 400.000 Besucher werden erwartet.

Zum Auftakt hatte es einen ökumenischen Festgottesdienst im Sankt-Petri-Dom gegeben. Der evangelische Bremer Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus und der katholische Osnabrücker Bischof Dominicus Meier mahnten zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und zum Schutz der Menschenwürde.

Der Bremer Bürgermeister und derzeitige Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) würdigte den Mut der Menschen, die 1989 für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Er rief zugleich dazu auf, die Demokratie angesichts zunehmender Angriffe entschlossen zu verteidigen.

Steinmeier sagte mit Blick auf die veränderte Weltlage: "Wir können uns an niemanden mehr anlehnen, der als wohlwollender mächtiger Freund für uns unsere Freiheit sichert." Deutschland müsse militärische Stärke zurückgewinnen und die Ukraine fest unterstützen. Zugleich aber sei auch Diplomatie gefragt.

Auch der Bundespräsident erinnerte an die Zuversicht des Neuanfangs nach dem Fall der Mauer. Dies zu vergessen, wäre Verrat, betonte er. Die Deutschen hätten auf vielen Feldern unendlich viel erreicht. Der Staat habe unvergleichlich viele Mittel mobilisiert, um Lebensverhältnisse anzugleichen. Aus Sicht des früheren Außenministers beweist das Überwinden der Teilung, dass aktives Handeln Einzelner die Verhältnisse verändern kann.

Mit Blick auf die hohen Zustimmungswerte der AfD und die aufgeheizte Stimmung sagte Steinmeier, man könne nicht leugnen, dass sich mehr als ein Drittel der Wähler "von wichtigen Grundrechten unserer Republik abwenden".

Eine zentrale Ursache sieht er in der "unerträglichen politischen Demagogie extremistischer Kräfte, die eine Lust an der Zerstörung ausleben und andere Menschen verhöhnen und bedrohen". Der 70-Jährige zog Parallelen zur Weimarer Republik: "Wir Deutschen müssen jetzt erleben, wie die modernsten Medien uns zurückzuversetzen drohen in eine andere Republik, "in der Extremisten mit einem Trommelfeuer von fanatischen Hetzreden zuerst die politische Kultur und dann die demokratischen Institutionen zerstörten". Verantwortlich seien auch Trolle des Kreml, deutsche Rechtsextremisten, linksautoritäre Irrlichter und gewissenlose Internet-Oligarchen, die die Sozialen Netzwerke fluteten.

Angesichts des wachsenden Antisemitismus forderte der Bundespräsident: "Lassen wir nicht zu, dass wieder in Deutschland antijüdische Stimmungen um sich greifen, dass Jüdinnen und Juden um ihre Sicherheit fürchten und an Auswanderung denken."

Auch andere Politiker beklagten am Samstag eine Gefährdung der Demokratie durch Extremismus und schrille Emotionalisierung im Internet. Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow sagte im Berliner Dom, es gebe weiterhin reale Ungleichheiten zwischen Ost und West und Ungerechtigkeiten, gegen die die Politik Lösungen anbieten müsse. Es gehe etwa um die sozial-ökologische Transformation, Arbeitsplätze im KI-Zeitalter, Bildung, die enorme Ungleichheit, gute Arbeit mit flächendeckender Tarifbindung, Investitionen in öffentliche Infrastruktur und verlässliche Pflege.

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, sieht Ostdeutsche in Führungspositionen noch immer nicht ausreichend vertreten. Warum sollte die nächste Bundespräsidentin nicht eine "kluge Frau aus Ostdeutschland" sein, sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Kaiser erinnerte daran, dass die Wiedervereinigung für viele eine Zeit existenzieller Ängste gewesen sei. Ostdeutschland sei heute jedoch eine wirtschaftliche Innovationsregion, ein wichtiger Wissenschaftsstandort und die Brücke in das östliche Europa.

3. Oktober 2026 11:38

Alt-katholische Kirche in Deutschland hat neuen Bischof

Karlsruhe/Bonn (KNA) Die alt-katholische Kirche in Deutschland hat einen neuen Bischof. Die Wahlsynode wählte am Samstag in Karlsruhe überraschend den Kölner Pfarrer Jürgen Wenge (63) zum Bischof des Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Zuvor hatte der amtierende Bischof Matthias Ring ...

Karlsruhe/Bonn (KNA) Die alt-katholische Kirche in Deutschland hat einen neuen Bischof. Die Wahlsynode wählte am Samstag in Karlsruhe überraschend den Kölner Pfarrer Jürgen Wenge (63) zum Bischof des Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Zuvor hatte der amtierende Bischof Matthias Ring (63) nach 16 Jahren im Bischofsamt seinen Rücktritt erklärt.

Wenge ist damit der elfte Bischof des deutschen alt-katholischen Bistums. Die Weihe ist für den 20. Februar vorgesehen. Bis zur Bischofsweihe leitet Wenge die Diözese als Bistumsverweser. Der 63-Jährige war bis jetzt Pfarrer der alt-katholischen Gemeinde in Köln. Von 2010 bis 2020 war er Generalvikar des Bistums. Vor seinem Beitritt zur alt-katholischen Kirche war Wenge Priester des Bistums Münster. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die alt-katholische Kirche hat in der Bundesrepublik knapp 16.000 Mitglieder. Sie verteilen sich auf rund 60 Pfarrgemeinden sowie etwa 60 weitere Orte, an denen regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden. Es gibt 37 hauptamtliche Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere sechs Geistliche mit zugewiesener Pfarrstelle. 56 Priester und Priesterinnen wirken im Ehrenamt; die Zahl der Diakoninnen und Diakone beträgt 14.

Anders als in der römisch-katholischen Kirche dürfen Priester heiraten. Seit 1994 sind in der alt-katholischen Kirche in Deutschland auch Frauen zum Priesteramt zugelassen. Sitz des Bistums ist Bonn.

Die alt-katholischen Kirchen entstanden Ende des 19. Jahrhunderts durch Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche. Grund war der Protest gegen wesentliche Beschlüsse des Ersten Vatikanischen Konzils (1869/70). Dort wurde verbindlich die päpstliche Unfehlbarkeit in Fragen von Glauben und Sitte verkündet. Zudem schrieb das Konzil die oberste Leitungsgewalt des Papstes in der Kirche fest.

Die Alt-Katholiken betrachteten diese Beschlüsse als Bruch mit alten Glaubensüberlieferungen. Zusammengeschlossen sind die alt-katholischen Kirchen in der 1889 gegründeten Utrechter Union. Aktuell gehören diesem Bündnis sechs Kirchen aus West- und Mitteleuropa mit insgesamt etwa 70.000 Mitgliedern an.

3. Oktober 2026 11:36

NRW-Medienminister Liminski gegen Privatisierung des ZDF

Bonn (KNA) Der nordrhein-westfälische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) hat einer möglichen Privatisierung des ZDF eine Absage erteilt. Bei einer Podiumsdiskussion in Bonn war Liminski auf den Vorschlag von Medienstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) angesprochen worden, der vor eini ...

Bonn (KNA) Der nordrhein-westfälische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) hat einer möglichen Privatisierung des ZDF eine Absage erteilt. Bei einer Podiumsdiskussion in Bonn war Liminski auf den Vorschlag von Medienstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) angesprochen worden, der vor einigen Wochen bei einer nicht-öffentlichen Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Privatisierung angeregt hatte.

"Wolfram Weimer ist ein sehr meinungsstarker Medienstaatsminister mit vielen Ideen", so Liminski. Bei der Regulierung großer Tech-Konzerne habe er in der Bundesregierung keinen besseren Verbündeten. "Jetzt ist aber nicht die richtige Zeit, um sich über eine Privatisierung des ZDF Gedanken zu machen", sagt der CDU-Minister, der auch Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist. "Hier bin ich anderer Meinung als Wolfram Weimer, und das weiß er auch." Als Landesminister ist Liminski im Gegensatz zu Weimer für politische Fragen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk direkt zuständig.

Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des b future festivals äußerte Liminski sich auch zu den Folgen eines möglichen AfD-Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt. "Der AfD-Spitzenkandidat hat sich lange sehr deutlich geäußert und gesagt, dass er die Medienstaatsverträge kündigen will. In den Tagen und Wochen vor der Wahl ist er damit schon vorsichtiger geworden, wohl um klarzumachen: So einfach ist das nicht."

Zwar könne die AfD die Medienstaatsverträge kündigen, das Grundgesetz aber nicht, so Liminski weiter. "Und im Grundgesetz steht drin, dass es eine auskömmliche Finanzierung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben muss." Es sei an der AfD, sich hier eine rechtskonforme Alternative zu überlegen.

In der Rundfunkkommission der Länder bereite man sich zwar auf eine Kündigung der Staatsverträge vor, so Liminski. Er warb aber auch für Zurückhaltung: "Wir dürfen der AfD nicht den großen Gefallen tun, jetzt drei Jahre lang nur darüber zu diskutieren." Dabei bleibe er weiter optimistisch: "Wir sind in der Geschichte der Bundesrepublik schon mit ganz anderen Situationen klargekommen, wir werden auch mit diesen Typen einen Umgang finden."

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