Berlin (KNA) Die Bundeszentrale für politische Bildung will trotz eines stärkeren Fokus auf Linksextremismus und Islamismus das Thema Rechtsextremismus nicht vernachlässigen. "Neben den Themen Linksextremismus und Islamismus wird die Bundeszentrale für politische Bildung selbstverständlich ...
Berlin (KNA) Die Bundeszentrale für politische Bildung will trotz eines stärkeren Fokus auf Linksextremismus und Islamismus das Thema Rechtsextremismus nicht vernachlässigen. "Neben den Themen Linksextremismus und Islamismus wird die Bundeszentrale für politische Bildung selbstverständlich auch weiterhin zahlreiche Angebote zum Rechtsextremismus machen", sagte eine Sprecherin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Der Vizepräsident der Behörde, Volker Ullrich, betonte entgegen anders lautender Berichte, die traditionellen Studienreisen nach Israel seien ebenfalls "nicht eingestellt. Sie ruhen wegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Bei einer anderen Sicherheitslage werden sie wieder aufgenommen."
Die Ausstellung zum 50. Jahrestag der Befreiung der von der Roten Armee Fraktion (RAF) entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" am 18. Oktober 2027 in Friedrichshafen am Bodensee werde eröffnet, so Ullrich weiter. Wie lange die Ausstellung zu sehen sei, sei jedoch "gerade Teil eines Prüfungsprozesses". Gegebenenfalls werde die Ausstellung auch längere Zeit zu sehen sein, "wenn wir es finanziell darstellen können".
Zuvor hatte unter anderem der "Südkurier" berichtet, die ehemalige Boeing 737 als Lernort für eine wehrhafte Demokratie werde nur ein halbes Jahr lang in einem Hangar des Bodensee Airports gezeigt. Dann sei vermutlich Schluss.
Die Bundeszentrale für politische Bildung befindet sich aktuell in einer Führungskrise. Nachdem das Präsidenten-Amt zunächst sechs Monate unbesetzt geblieben war, schied der neue Präsident, der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sönke Rix, nach nur fünf Monaten auf eigenen Wunsch aus "persönlichen Gründen" aus. Die Hausleitung hat nun Ullrich inne, der bis zur Bundestagswahl 2025 Abgeordneter der CSU war.