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Katholikentag 2028 in Paderborn

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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24./25. Mai: Pfingsten

Ursprung, Bedeutung, Traditionen

© Cherryblossom77 / Shutterstock.com
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

© Erzbistum Paderborn
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Kinderwallfahrt 2026

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Interplast-Germany.V. Michael Bergermann
20.05.2026

Vom OP in Hamm in die Krisenregionen der Welt: „Da muss ich hin!“

Seit fast 25 Jahren operiert Michael Bergermann ehrenamtlich Lippen-, Kiefer-, und Gaumenspalten. Auch im Ruhestand will er weitermachen.
© Nicoleta Ionescu / Shutterstock.com
17.05.2026

Jemanden haben, der mit durch die Angst geht

Gott löst die Angst nicht auf - aber er kann uns jemanden an die Seite stellen, um dadurch zu gehen. Und das passiert. Ein Impuls.
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Jung. Engagiert. Unverzichtbar. – Helfen beim Katholikentag

Rund 100 junge Menschen aus dem Südsauerland sind beim 104. Deutschen Katholikentag als Helferinnen und Helfer im Einsatz. Dort erleben sie Kirche als Ort der Gemeinschaft und der Begegnung.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Alte Pfarrkirche, stolze Bürgerkirche, lebendige Marktkirche und jetzt auch Wallfahrtskirche

Maria ist weitergezogen: St. Aegidius in Wiedenbrück hat im Jahr 2024 von der Franziskanerkirche St. Marien die Marienwallfahrt übernommen
© LuckyNova / Shutterstock.com
13.05.2026

Trost – wie finde ich ihn? Wie hilft Glaube?

Neue Themenseite „Trost - Umgang mit Trauer und Tod“: Wirken Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrungen.
© Maximilian Gödecke / Renovabis
11.05.2026

Über die Pfingstkollekte zu mehr Freundschaft in Europa beitragen – eine Reportage

Mehr als 100.000 Menschen flohen 2023 aus Bergkarabach nach Armenien. Eine Reportage im Rahmen der Renovabis-Pfingstaktion 2026 erzählt von Menschen, die alles verloren haben und dennoch Hoffnung schöpfen.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Katholische Landvolkshochschule Hardehausen: Ein Ort zwischen Bildung, Natur und Gemeinschaft

Seit mehr als 19 Jahren begleitet Stephan Kreye Menschen in der Familien- und Erwachsenenbildung in Hardehausen. Im Video gibt er Einblicke in seine Arbeit, erzählt von besonderen Erfahrungen und zeigt, was die Landvolkshochschule für ihn zu einem ganz besonderen Ort macht.

Taizé - Wo junge Menschen zu Gott finden

Taizé ist für viele junge Menschen mehr als nur ein Ort – es ist ein Raum für Stille, Begegnung und echtes Gebet. In diesem Video nehmen wir dich mit nach Taizé und zeigen, warum gerade hier so viele junge Leute ihren Zugang zu Gott neu entdecken.

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

KNA Newsticker

20. Mai 2026 16:43

Caritas-Präsidentin erhält Ehrendoktorwürde in Paderborn

Paderborn (KNA) Die Theologische Fakultät Paderborn zeichnet Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa mit der Ehrendoktorwürde aus. Mit dieser Auszeichnung werde ihr herausragendes und auf christlicher Überzeugung basierendes sozialpolitisches Engagement für Gesellschaft und Kirche gewürdigt ...

Paderborn (KNA) Die Theologische Fakultät Paderborn zeichnet Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa mit der Ehrendoktorwürde aus. Mit dieser Auszeichnung werde ihr herausragendes und auf christlicher Überzeugung basierendes sozialpolitisches Engagement für Gesellschaft und Kirche gewürdigt, hieß es in der Mitteilung der Universität.

Als Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes sei Welskop-Deffaa eine weithin vernehmbare katholische Stimme in Fragen der Freien Wohlfahrtspflege, hieß es weiter. Auch setze sie sich in vielfältiger Weise für Menschen ein, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind oder Benachteiligung erfahren könnten. Für soziale Gerechtigkeit engagiere sie sich seit Jahren außerdem in den Kommissionen "Gesellschaftliche und soziale Fragen" und "Caritative Fragen" der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Theologische Fakultät Paderborn bezeichnete die Caritas-Präsidentin zudem als "Grenzgängerin". Sie verbinde akademische Wissensbestände mit politischer Gestaltungskraft und denke multiperspektivisch. "Aufgrund ihres wissenschaftlichen Interesses, ihrer publizistischen Akzente und ihrer fachlichen Expertise genießt sie in der theologischen Sozialethik wie in weiteren Disziplinen hohes Ansehen", hieß es.

Seit 1978 hat die Theologische Fakultät den Doktorgrad honoris causa für hervorragende Verdienste um theologische Wissenschaft und Kirche viermal vergeben. Welskop-Deffaa erhält ihn als erste Frau. Die Verleihung findet am 2. Oktober in Paderborn statt.

20. Mai 2026 15:17

Israelischer Minister sorgt für Empörung - Kritik auch von den Grünen

Jerusalem (KNA) Mit einem Video über festgenommene Aktivisten der von Israel abgefangenen Gaza-Flottille hat Israels Minister für nationale Sicherheit, der rechtsradikale Itamar Ben-Gvir, am Mittwoch einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Italien bestellte laut Medienberichten den israelische ...

Jerusalem (KNA) Mit einem Video über festgenommene Aktivisten der von Israel abgefangenen Gaza-Flottille hat Israels Minister für nationale Sicherheit, der rechtsradikale Itamar Ben-Gvir, am Mittwoch einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Italien bestellte laut Medienberichten den israelischen Botschafter ein; Israels Außenminister Gideon Saar warf seinem Amtskollegen vor, dem Staat Israel "nicht zum ersten Mal" geschadet zu haben.

Auch aus Deutschland kam Kritik. Der menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Max Lucks, sprach von einer "menschenverachtenden Demütigung" und forderte Konsequenzen.

Das Video, das Ben-Gvir am Mittwoch veröffentlichte, zeigt gewaltsames Vorgehen der Polizei gegen festgenommene Aktivisten. Unter anderem werden diese von maskierten Beamten von den Booten gestoßen, auf alle viere gezwungen und über den Boden geschleift. Die Aufnahmen zeigen die Aktivisten mit hinter dem Rücken gefesselten Händen.

"So heißen wir die Terrorunterstützer willkommen. Willkommen in Israel", kommentierte Ben-Gvir das Video. Es zeigt den Minister, wie er das Lagerhaus mit den Festgenommenen betritt, eine israelische Fahne schwenkt und den Beamten zu ihrer "guten Arbeit" gratuliert.

Italien bezeichnete das Verhalten als unzulässig und verlangte eine förmliche Erklärung. Israels Außenminister Saar bezeichnete Ben-Gvirs Auftritt als skandalös. Er habe damit die professionelle Arbeit von Soldaten und Regierungsmitarbeitern zunichte gemacht.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel habe "jedes Recht, provokative Flottillen von Anhängern der Hamas-Terroristen daran zu hindern, in unsere Hoheitsgewässer einzudringen und den Gazastreifen zu erreichen". Dennoch entspreche Ben-Gvirs Umgang mit den Aktivisten nicht den Werten und Normen Israels. Er habe die Behörden angewiesen, die Betroffenen schnellstmöglich auszuweisen.

Das Außenministerium hatte am Dienstagabend mitgeteilt, alle 430 Aktivisten an Bord der rund 70 Schiffe festgenommen und nach Israel gebracht zu haben. Es bezeichnete den Schiffskonvoi nach Gaza als "PR-Stunt im Dienst der Hamas". Zu den Aktivisten gehören laut Berichten auch der italienische Abgeordnete Dario Carotenuto und die Schwester der irischen Präsidentin Catherine Connolly.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Lucks betonte, die menschenverachtende Demütigung sei nicht nur "unerträglich", sondern müsse politisch als völlig inakzeptabel zurückgewiesen werden. Die Bundesregierung müsse jetzt zügig personenbezogene Sanktionen sowie das Einfrieren von Vermögenswerten gegen den Minister prüfen und veranlassen, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

20. Mai 2026 14:07

Gericht: Verein "Jüdische Stimme" darf als extremistisch gelten

Köln (KNA) Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf den Verein "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" vorläufig weiter als gesichert extremistische Bestrebung einstufen. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte einen entsprechenden Eilantrag des Vereins ab, wie das Gericht am Mittwoch ...

Köln (KNA) Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf den Verein "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" vorläufig weiter als gesichert extremistische Bestrebung einstufen. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte einen entsprechenden Eilantrag des Vereins ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Nach Auffassung des Gerichts sprechen hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass der Verein völkerverständigungswidrige Bestrebungen verfolgt. In der Begründung verweist das Gericht insbesondere auf mehrere öffentliche Äußerungen des Vereins nach dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023. Dabei sei nicht mehr allein Kritik an der israelischen Politik oder der Lage im Gazastreifen erkennbar gewesen, sondern eine Glorifizierung und Billigung des Vorgehens der Hamas.

Der Verein ist die deutsche Sektion des Dachverbands "European Jews for a Just Peace" und setzt sich nach eigener Satzung für eine gerechte Friedenslösung zwischen Israel und Palästina ein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte ihn bereits im Juli 2024 als gesichert extremistische Bestrebung eingestuft und dies mit der Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichts im Juni 2025 öffentlich gemacht. Dagegen hatte sich der Verein gewandt.

Im April hatte das Verwaltungsgericht Berlin dem Bundesinnenministerium als Herausgeber des Verfassungsschutzberichts untersagt, den Verein entsprechend zu bezeichnen. Während es in dem Berliner Verfahren um die öffentliche Bezeichnung ging, betraf das Kölner Verfahren die Frage, ob das Bundesamt den Verein intern überhaupt als extremistische Bestrebung einstufen und behandeln darf. Das Kölner Gericht stellte zudem klar, dass bei seiner Entscheidung auch neuere Erkenntnisse berücksichtigt worden seien.

Beide Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen den Kölner Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster eingelegt werden.

20. Mai 2026 14:00

Hohenzollerngruft im Berliner Dom bekommt Kapelle

Berlin (KNA) Die Hohenzollerngruft im evangelischen Berliner Dom bekommt eine Kapelle. In der Grablege von 91 Mitgliedern der preußisch-deutschen Dynastie gibt es künftig einen neuen Andachtsraum für kleinere Gottesdienste und Konzerte, teilte der Dom am Mittwoch mit. Am Sonntag um 18.00 Uhr ...

Berlin (KNA) Die Hohenzollerngruft im evangelischen Berliner Dom bekommt eine Kapelle. In der Grablege von 91 Mitgliedern der preußisch-deutschen Dynastie gibt es künftig einen neuen Andachtsraum für kleinere Gottesdienste und Konzerte, teilte der Dom am Mittwoch mit. Am Sonntag um 18.00 Uhr soll der Berliner Bischof Christian Stäblein den Altar der Gruftkapelle in einem Gottesdienst widmen.

Als Altar dient ein Teil der 1975 abgerissenen Denkmalskirche, in der sich ursprünglich auch der Eingang zur Hohenzollerngruft befand. Ergänzt wird der neue Andachtsraum laut Dom unter anderem durch eine Orgel und Sitzbänke.

Die Gruftkapelle befindet sich demnach an der Spreeseite des Doms direkt unter dem Petrusaltar der Predigtkirche. Ursprünglich war der Raum als Begräbnisstätte für Kaiser Wilhelm II. vorgesehen - doch der Kaiser wurde im Exil in den Niederlanden bestattet, weshalb der Raum im Berliner Dom lange leer blieb.

Die Hohenzollerngruft gilt als eine der wichtigsten dynastischen Grablegen Europas. 2020 begann eine umfangreiche Sanierung. Im Zuge des am Ende 29 Millionen Euro teuren Projekts wurde etwa ein Lüftungs- und Klimasystem eingebaut, das zum Schutz der Sarkophage die Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius hält. Ursprünglich waren 18 Millionen Euro für den Bau veranschlagt. Erst Ende Februar dieses Jahres hatte die Hohenzollerngruft ihre Tore für Besucher wieder geöffnet.

20. Mai 2026 13:53

Ebola-Patient in Charité behandelt - Diakonie fürchtet Ausbreitung

Berlin (KNA) Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner ist am Mittwoch zur Behandlung in die Berliner Charité eingeliefert worden. Das bestätigte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Der Patient, ein US-amerikanischer Arzt, sei in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums aufg ...

Berlin (KNA) Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner ist am Mittwoch zur Behandlung in die Berliner Charité eingeliefert worden. Das bestätigte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Der Patient, ein US-amerikanischer Arzt, sei in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums aufgenommen worden.

Die US-Behörden hatten Deutschland um Hilfe gebeten - unter anderem wegen der kürzeren Flugzeit. Der Transport erfolgte von Uganda aus mit einem Spezialflugzeug für hochinfektiöse Patienten.

Insgesamt gebe es sieben Behandlungszentren für derartige Fälle in Deutschland, so die Bundesregierung. Laut Auswärtigem Amt hält sich derzeit eine "niedrige dreistellige Zahl" deutscher Staatsbürger im Kongo auf, in Uganda sei es eine mittlere dreistellige Zahl.

Nach dem Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda hat die Weltgesundheitsorganisation einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das ist die zweithöchste Warnstufe.

Unterdessen warnt die Diakonie Katastrophenhilfe vor einer weiteren Ausbreitung der Epidemie. Es gebe eine intensive Bewegung von Menschen zwischen den Provinzen. Die Diakonie plane Präventionsmaßnahmen und Infektionskontrollen in Gemeinden und Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Ländern, zudem solle die Bevölkerung über Risiken durch den tödlichen Virus aufgeklärt werden.

Das Gesundheitspersonal in den ostkongolesischen Provinzen sei nicht ausreichend ausgestattet, obwohl es in der Region immer wieder zu Epidemien komme. Es fehlt an adäquater und ausreichender Schutzausrüstung. Zwar steige derzeit das Bewusstsein der Menschen für die wachsende Gefahr, aber das reiche nicht.

Im Zentrum Afrikas verbreitet sich derzeit der seltene Bundibugyo-Typ. Für diese Ebola-Variante gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Mediziner unterscheiden sechs Ebola-Typen. Am gefährlichsten ist demnach die Zaire-Variante. Die Sterblichkeitsrate nach einer Ansteckung damit liegt bei 90 Prozent.

Die derzeit grassierende Bundibugyo-Variante soll bislang eine bis zu 40-prozentige Sterblichkeitsrate aufweisen. Sie überträgt sich bei Körperkontakt oder dem Umgang mit kontaminierten Materialien. Ebola-Erreger sollen in den Tropen in diversen Tieren, insbesondere Flughunden, vorkommen. Das kongolesische Gesundheitsministerium bezifferte am Dienstag die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle mit 513 und die Zahl der Toten, die vermutlich an dem Virus gestorben sind, mit 131.

20. Mai 2026 13:43

Eisenzeitliches Bauwerk am Aschaffenburger Mainufer entdeckt

München/Aschaffenburg (KNA) Eine Zufallsentdeckung im März bei Tiefbauarbeiten am Mainufer im bayerischen Aschaffenburg hat sich als eine besonders geschichtsträchtige Sensation herausgestellt. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch in München mitteilte, macht die Kombin ...

München/Aschaffenburg (KNA) Eine Zufallsentdeckung im März bei Tiefbauarbeiten am Mainufer im bayerischen Aschaffenburg hat sich als eine besonders geschichtsträchtige Sensation herausgestellt. Wie das bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch in München mitteilte, macht die Kombination aus Lage, hervorragender Erhaltung, bisher singulärer Holz-Stein-Konstruktion sowie die eisenzeitliche Datierung den Befund einzigartig. Die Spuren deuteten auf eine Anlage aus dem 4. Jahrhundert vor Christus hin.

Aufgrund des ungewöhnlich guten Erhaltungszustands der in etwa acht Metern Tiefe zutage getretenen Hölzer gingen die Wissenschaftler erst von einem frühneuzeitlichen bis neuzeitlichen Bauwerk aus, wie es heißt. Doch nachdem Proben einzelner Eichenbalken untersucht worden waren, kamen sie zu einem anderen Ergebnis. Die regionalen Eichenringchronologien ließen den Schluss zu, dass die Hölzer von Bäumen stammten, die im 4. Jahrhundert vor Christus gefällt und verbaut wurden.

Anhand erster angelegter Profile zeichne sich ab, dass eine große Zahl massiver Eichenbalken in einem konstruktiv anspruchsvollen und vermutlich auch repräsentativen Bauwerk verbaut worden sei. Das erklärte Stefanie Berg vom Landesdenkmalamt und verwies darauf, dass eine Trockensteinmauer zum Main hin die Konstruktion abschloss.

Herausragende Funde wie eine Tierkopffibel und ein goldener Fingerring hätten bereits belegt, dass es im Bereich der heutigen Aschaffenburger Altstadt eine frühlatènezeitliche Siedlung gab, hieß es. Seit längerem werde daher vermutet, dort könnte sich ein eisenzeitlicher Zentralort befunden haben. Die nun entdeckte archäologische Struktur am Mainufer habe ein außergewöhnlich hohes wissenschaftliches Potenzial. Die Forschenden erhofften sich neue Erkenntnisse darüber, wie die Anlage einst funktioniert habe.

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