Stuttgart (KNA) Der deutsche Hollywood Regisseur Roland Emmerich (70) hält seinen Science-Fiction-Film "Independence Day" heute schon für einen Klassiker der Filmgeschichte. "Das sehe ich an den Zuschauerzahlen", sagte Emmerich am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur ...
Stuttgart (KNA) Der deutsche Hollywood Regisseur Roland Emmerich (70) hält seinen Science-Fiction-Film "Independence Day" heute schon für einen Klassiker der Filmgeschichte. "Das sehe ich an den Zuschauerzahlen", sagte Emmerich am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Stuttgart. Dieser Film, der 1996 in die Kinos kam, bringe immer noch viel Geld ein: "Allein im vergangenen Jahr fast zwei Millionen Dollar (rund 1,7 Millionen Euro)."
Er glaube, dass "Independence Day" der Emmerich-Film sein werde, den die Menschen im Jahr 2055 - wenn er selbst 100 Jahre alt wird - noch am meisten anschauen werden. Auf die Frage, ob dies auch für den von Experten kritisch betrachteten zweiten Teil "Independence Day: Wiederkehr" gelte, antwortete er: "Nee, nur Teil 1."
"Independence Day" handelt von einem zerstörerischen Angriff Außerirdischer auf die Erde und dessen heldenhafter Abwehr durch die Menschen. Der Film wäre nach Emmerichs Einschätzung nicht besser geworden, wenn es in den 1990er Jahren schon Künstliche Intelligenz (KI) gegeben hätte. "KI wird in Zukunft zwar Spezialeffekte ersetzen und verbessern, aber nicht unbedingt Schauspieler und die schauspielerischen Leistungen", betonte Emmerich.
Er hatte kürzlich angekündigt, als Erster einen großen Film nur mit KI drehen zu wollen. Wird er dabei auf Schauspieler komplett verzichten? "Nein, nicht total! Denn ich brauche Menschen, die für die KI schauspielern. In einem menschlichen Gesicht spielt sich so viel ab, das kann man nicht imitieren", sagte Emmerich der KNA. Er fügte hinzu: "Ob ich wie üblich Schauspieler filme oder sie nur als Referenz aufnehme, werde ich testen."
Auf die Frage, ob es einen Film in der Vergangenheit gebe, bei dem er es bereue, nicht Regie geführt zu haben, antwortete Emmerich: "Gladiator" (2000) von Regisseur Ridley Scott. Kürzlich führte Emmerich allerdings bei der Gladiatoren-TV-Serie "Those About to Die" Regie.
Emmerich war diese Woche aus den USA in seine Heimatstadt Stuttgart gekommen, um das 30-jährige Bestehen von "Independence Day" zu feiern. Er äußerte sich am Rande der Film-Fachkonferenz FMX in Stuttgart.