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„WIR WOLLEN MEHR“

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Fastenzeit-Aktion für Familien und Paare

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Sunny Forest / Shutterstock.com
28.02.2026

Leuchten! Ein Impuls zum zweiten Fastensonntag

Die Verklärung Jesu und das Gefühl: "Hinterher ist man immer schlauer"
© Adrian Koczy / Pastoraler Raum Lippe-West
27.02.2026

Gemeinsames Fastenbrechen: Wie muslimische und christliche Gläubige in St. Kilian Schötmar zusammenfinden

Und, wie ist das mit dem Fasten? In Schötmar tauschten sich Menschen christlichen und muslimischen Glaubens aus. Sie sprachen über Almosen, Solidarität mit den Armen, Zusammenhalt. Auch das ist Ramadan. Auch das ist Fastenzeit.
© Miljan Zivkovic / Shutterstock.com
26.02.2026

Kein Wunschkonzert. Aber ein Weg.

Seit Januar legte Msgr. Peter Schallenberg in seinen Morgenandachten im WDR den Finger in unsere wunden Punkte. Wir rechnen, fordern, fliehen, hoffen auf Lohn - aber immer wieder dieselbe Zumutung: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber es kann gelingen. Wenn wir aufhören, es gewinnen zu wollen.
© Kathrin Harms / Misereor
26.02.2026

Neues Leben aus alten Teilen

Am Anfang war eine Idee, es brauchte eine Chance: Die Geschichte von zwei Brüdern aus Kamerun zeigt, wie ein ganzes Wohnviertel davon profitiert, wenn so eine Chance gewährt wird. Wie das Bischöfliche Hilfswerk Misereor e.V. dabei ins Spiel kam.
© Stiftung Creative Kirche
24.02.2026

Judith: Wenn 3000 Stimmen Hoffnung, Glauben und Leidenschaft tragen

Die Premiere von Judith und das Wunder der Schöpfung war ein Erlebnis. Kraftvoll. Emotional. 3000 Sängerinnen und Sänger. Mittendrin, überwältigt und im Film zu sehen: Sängerinnen von "Voices of Spirit" aus Langenberg und ihr Chorleiter Roland Orthaus. Er dirigierte die 3000.
© Reinhold Großelohmann / Erzbistum Paderborn
23.02.2026

Gott liebt die Fremden – zwölf Beispiele aus der Bibel in Werl zu erleben

Die Ausstellung „Gott liebt die Fremden“ im Werler Wallfahrtskloster greift das Thema Migration aus biblischer Perspektive auf. Sie lädt dazu ein, über Fremdsein und Begegnung neu nachzudenken.

Unsere Nachrichten

© Tim Sprenger / Erzbistum Paderborn
28.02.2026

Christus ist das Fundament

1.000 Teilnehmende erleben 24. Nacht der Lichter im Paderborner Dom in eindrucksvoller Atmosphäre aus Licht, Musik, Texten und Stille
© Erzbistum Paderborn
27.02.2026

300 Teilnehmende der Digitalen Woche 2026 bauen Brücken

Digitale Impulse für Religionslehrende zum interreligiösen Lernen in Religionsunterricht mit überdiözesaner Resonanz / neues Angebot im Februar 2027 geplant
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
24.02.2026

Wenn Berufung und Beruf zusammenkommen

Willkommenstage für 13 neue Lehrerinnen und Lehrer an Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn / Lehrkräfte vernetzen sich
© Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic
24.02.2026

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Der Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, ist heute (24. Februar 2026) zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing und wird die Deutsche Bischofskonferenz in den nächsten sechs Jahren nach außen vertreten.
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
23.02.2026

Nacht der Lichter mit besonderer Atmosphäre

Paderborner Dom füllt sich am 27. Februar 2026 mit Licht und Gesang aus Taizé / viele hundert Teilnehmende zur 24. Nacht der Lichter erwartet
© Stiftung Creative Kirche
22.02.2026

„Judith und das Wunder der Schöpfung“: 3000 Stimmen begeistern

Erzbischof Bentz erlebt Premiere des Musicals, das "in beeindruckender Weise unsere Verantwortung für die Schöpfung auf die Bühne bringt"

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Glaube in Zeiten des Umbruchs: Pfarrer Daniel Jardzejewski über das, was uns trägt

Daniel Jardzejewski ist Pfarrer in Bad Wünnenberg. Er spricht darüber, wie wir in dieser Zeit die Freude am Losgehen nicht verlieren – und warum es gerade jetzt wichtig ist, den Kern des Glaubens im Blick zu behalten. Es geht um die Frage: Worauf kommt es wirklich an?

Gottesdienst feiern ohne Priester: Wortgottesfeierleiterin in Mantinghausen

Xenia Neisemeier erzählt, was es bedeutet, Gottesdienst ohne Priester zu feiern – und welche Chancen sie in ihrem Dienst sieht: Durch die Wortgottesfeier können andere Lebensrealitäten sichtbar werden, Kirche kann vielfältiger werden und die heilige Messe kann gut ergänzt werden. Gleichzeitig gehört auch die ein oder andere Herausforderung dazu.

Judith und das Wunder der Schöpfung

Was passiert, wenn tausende Menschen ihre Stimmen bündeln und eine biblische Geschichte neu erzählen? Es entsteht mehr als nur Musik. Es entsteht ein Moment, der unter die Haut geht. Eindrücke von der Premiere von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in der Dortmunder Westfalenhalle.

KNA Newsticker

28. Februar 2026 16:49

Pro Asyl fordert bundesweiten Abschiebestopp in den Iran

Frankfurt (KNA) Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat ihre Forderung nach einem sofortigen Stopp von Abschiebungen in den Iran bekräftigt. Wer jetzt noch behaupte, der Iran sei sicher, verschließe die Augen vor der Realität, erklärte Geschäftsführer Karl Kopp am Samstag in Frankfurt. ...

Frankfurt (KNA) Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat ihre Forderung nach einem sofortigen Stopp von Abschiebungen in den Iran bekräftigt. Wer jetzt noch behaupte, der Iran sei sicher, verschließe die Augen vor der Realität, erklärte Geschäftsführer Karl Kopp am Samstag in Frankfurt. Neben der militärischen Eskalation verwies er auf Repressionen im Innern. In Teheran herrsche "ein Regime, das willkürlich inhaftiert, foltert und tötet", so Kopp.

"Niemand darf in ein Land abgeschoben werden, in dem Bomben fallen und ein Unrechtsstaat regiert", sagte der Vertreter von Pro Asyl. Bis es eine bundesweite Aussetzung der Rückführungen in den Iran gebe, müssten die Bundesländer ihre Kompetenzen nutzen und eigene Abschiebestopps verhängen; einige täten dies bereits. Deutschland müsse besonders gefährdeten Menschen Schutz gewähren, auch etwa mit humanitären Visa, sagte Kopp.

Schon vor knapp zwei Wochen hatte die Organisation eine ähnliche Forderung erhoben, damals wegen des harten Vorgehens der iranischen Regierung gegen Demonstranten. Pro Asyl geht davon aus, dass im Zusammenhang mit regimekritischen Protesten im Januar mehr als 33.000 Menschen getötet wurden.

28. Februar 2026 15:18

Papst trifft Weltkirchenrat: Hoffen auf konkrete Schritte zur Einheit

Vatikanstadt (KNA) Der Weltkirchenrat erhofft sich von Papst Leo XIV. kirchenrechtliche Konsequenzen bei der Einheit der Kirchen. Der Papst habe ein sehr authentisches Engagement für die Ökumene gezeigt, sagte der Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), H ...

Vatikanstadt (KNA) Der Weltkirchenrat erhofft sich von Papst Leo XIV. kirchenrechtliche Konsequenzen bei der Einheit der Kirchen. Der Papst habe ein sehr authentisches Engagement für die Ökumene gezeigt, sagte der Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Heinrich Bedford-Strohm, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Samstag in Rom. Zuvor war er gemeinsam mit einer ÖRK-Delegation von Papst Leo XIV. in einer über einstündigen Privataudienz empfangen worden. Der Vatikan bestätigte das Treffen ohne weitere Angaben.

Bedford-Strohm hoffe, dass Leo XIV. als Kirchenrechtler das grundsätzliche Bekenntnis zur Einheit der Kirchen mit konkreten Schritten hinterlegen werde. Klar geworden sei bei den Gesprächen am Samstagmorgen, dass es Leo XIV. mit der Ökumene wirklich ernst meine. Weitere Papiere wolle der Papst zwar nicht ins Zentrum rücken, das habe er betont, so der ehemalige EKD-Vorsitzende. "Aber wir waren uns einig darüber, dass es jetzt um gelebte Ökumene geht."

Darüber hinaus sei der Missbrauch insbesondere der christlichen Religion ein Thema des Austauschs gewesen. Es habe Einigkeit darüber geherrscht, dass die Kirchen weltweit eine prophetische Stimme entwickeln und sich dagegen erheben müssten. Einig gewesen sei man sich zudem in der Sorge um weitere Eskalationen und Tote in Nahost, so Bedford-Strohm.

Das Treffen im Vatikan war das erste ausführliche Treffen zwischen Weltkirchenrat und dem Papst nach dessen Amtsantritt im vergangenen Mai. Damals hatten Bedford-Strohm und ÖRK-Generalsekretär Jerry Pillay an einer Audienz für Kirchenführer teilgenommen und bereits kurz mit dem neuen Kirchenoberhaupt gesprochen.

Dem ÖRK mit Sitz in Genf gehören nach eigenen Angaben derzeit 356 Mitgliedskirchen in mehr als 120 Ländern und Gebieten weltweit an, die rund 580 Millionen Christen vertreten. Zu ihnen zählen die Mehrzahl der orthodoxen Kirchen sowie anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte Kirchen, nicht jedoch die römisch-katholische Kirche. Auch die russisch-orthodoxe Kirche, die den Krieg gegen die Ukraine unterstützt, ist weiter Mitglied.

28. Februar 2026 15:00

Erzbischof Gössl: "Alles bleibt wie immer" ist leeres Versprechen

Bamberg (KNA) Parteien, die behaupten, dass mit ihnen alles so bleibt wie immer, machen leere Versprechen - davon ist der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl überzeugt. "In einer sich verändernden Welt braucht es auch die Bereitschaft, sich zu bewegen", schreibt Gössl in seinem Hirtenwort zur ...

Bamberg (KNA) Parteien, die behaupten, dass mit ihnen alles so bleibt wie immer, machen leere Versprechen - davon ist der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl überzeugt. "In einer sich verändernden Welt braucht es auch die Bereitschaft, sich zu bewegen", schreibt Gössl in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit. Dieses soll in den Sonntagsmessen in allen Pfarreien des Erzbistums verlesen werden.

Manchen mache das Angst, so der Erzbischof. "In einer Welt und in einer Kirche, in denen so viel Vertrautes sich auflöst und verloren geht, fühlen sich Menschen zunehmend verunsichert." Der christliche Glaube könne aber Mut machen. Denn Gott gehe mit. Mit seinem Segen könne man auch heute Veränderungen gestalten und neue Wege und Zugänge zu den Menschen entdecken.

Diese Umbrüche könnten schmerzhaft sein, so Gössl. Auch die Kirche müsse manches loslassen - etwa Besitz, Gebäude, Stellen und gewohnte Zeiten und Orte für Gottesdienste. Das könne aber auch eine Chance sein: "Menschen können entdecken, dass die persönliche Beziehung zum Herrn das tragende Fundament unseres Lebens als Kirche ist, nicht die Hütten, die wir bauen, nicht die Gemeindehäuser und noch nicht einmal unbedingt all die Kirchengebäude." Die Fastenzeit könne aufzeigen, dass nicht die Steigerung von Besitz glücklich mache, sondern das Teilen von Zeit, Geld und Möglichkeiten.

28. Februar 2026 14:03

Warken gegen Leistungskürzungen im Gesundheitswesen

Berlin (KNA) Zahnbehandlungen sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auch zukünftig von den Krankenkassen bezahlt werden. Solche Vorschläge halte sie für schlecht und falsch, sagte Warken im Interview der Woche des Deutschlandfunks, das der Sender am Sonntag ...

Berlin (KNA) Zahnbehandlungen sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auch zukünftig von den Krankenkassen bezahlt werden. Solche Vorschläge halte sie für schlecht und falsch, sagte Warken im Interview der Woche des Deutschlandfunks, das der Sender am Sonntag ausstrahlt. "Wir wollen ein solidarisches Gesundheitssystem weiter haben."

Es solle nicht vom Geldbeutel abhängen, welche Behandlung, welches Medikament und welche Therapie man bekomme. Auch wolle sie keine Leistungen zurückfahren, sagte Warken. Es gehe nicht darum, den Menschen etwas wegzunehmen, aber neben Strukturreformen seien auch Sparmaßnahmen notwendig.

So kündigte die CDU-Politikerin harte Einschnitte an, um das Gesundheitssystem effizienter zu machen. Es müsse in erster Linie dort angesetzt werden, wo es Fehlsteuerungen, Fehlanreize und Doppelvergütungen im System gebe. Als Beispiel nannte sie die Terminvergabe, für die bereits Anreize geschaffen wurden - wobei Menschen dennoch lange auf Termine warten müssten.

Warken sprach sich dagegen aus, Beiträge auf Kapitalerträge zu erheben. Sie halte es für falsch, schon mit dem Ansatz reinzugehen: "Wir brauchen mehr Geld im System." Vielmehr müsse das vorhandene Geld besser eingesetzt werden. Zugleich betonte die Ministerin, offen zu sein für alle Vorschläge, die die eingesetzte Kommission Ende März präsentieren werde.

Zur Entlastung der Krankenkassen würde auch der Wegfall versicherungsfremder Leistungen beitragen. Aktuell übernehmen die Kassen etwa Kosten für die Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern von rund zehn Milliarden Euro im Jahr. Die aktuelle Finanzierung sei falsch, sagte Warken. Ein Teil der Versicherten trage Dinge mit, für die nicht sie, sondern der Staat verantwortlich sei.

Gefragt, ob sie das Ergebnis der Klage der Krankenkassen abwarten oder die Finanzierung direkt ändern würde, verwies sie auf die Zuständigkeit weiterer Ministerien und auf den angespannten Bundeshaushalt. Sie stehe jedoch auf dem Standpunkt, "Politik sollte eigentlich auch selbst handeln und dann nicht immer warten, bis es Gerichtsentscheidungen gibt".

28. Februar 2026 13:18

Bischof Wilmer zeigt sich tief besorgt wegen Eskalation in Nahost

Bonn (KNA) Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, zeigt sich tief besorgt wegen des israelischen Angriffs auf den Iran. Israels Sicherheit sei für ihn von herausragender Bedeutung, sagte Wilmer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn. Er bete fü ...

Bonn (KNA) Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, zeigt sich tief besorgt wegen des israelischen Angriffs auf den Iran. Israels Sicherheit sei für ihn von herausragender Bedeutung, sagte Wilmer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn. Er bete für die Menschen in Israel und im Iran, die einmal mehr Opfer der Gewalt würden.

Jeder, der die Freiheit liebe, sehne sich zudem nach dem Moment, an dem die iranische Bevölkerung von der brutalen Herrschaft befreit werde. "Aber werden die militärischen Auseinandersetzungen, die am Samstagmorgen begonnen haben, dem Mittleren Osten mehr Frieden und Freiheit bringen?", fragte Wilmer. Er hoffe, dass sich die Region endlich zu einer Stätte echten Friedens statt immer wiederkehrenden Blutvergießens wandeln möge.

28. Februar 2026 12:30

Kretschmann: Säkulare Gesellschaft braucht die Kirchen

Stuttgart (KNA) Nach Einschätzung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wächst gerade in der heutigen Zeit die Bedeutung der Kirchen. "Gerade weil die Gesellschaft säkularer wird, braucht sie engagierte Christen", sagte Kretschmann (77) am Samstag in Stuttga ...

Stuttgart (KNA) Nach Einschätzung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wächst gerade in der heutigen Zeit die Bedeutung der Kirchen. "Gerade weil die Gesellschaft säkularer wird, braucht sie engagierte Christen", sagte Kretschmann (77) am Samstag in Stuttgart. "Wir brauchen Kirchen, die die Gesellschaft in unseren Zeiten des Umbruchs begleiten, mit tiefgründigen Impulsen", forderte er. Die Kirchen müssten einen klaren Wertekompass mit Lebensklugheit und konstruktiver Kritik verbinden.

"Nicht so wichtig nehmen" sollten Christen hingegen ihre Differenzen mit anderen Christen. Reformen und Wandel gehörten zwar zum Wesenskern von Kirche. "Aber was wir jetzt nicht brauchen könnten, das wären Kirchen, die hadern, sich zerstreiten und im Klein-Klein verharren", sagte der Katholik in einem Grußwort vor der neugewählten Synode der württembergischen evangelischen Landeskirche.

Die Kirchen erführen immer dann große Wertschätzung, wenn sie "auf der Höhe der Zeit" seien und die Lebenswirklichkeit der Menschen genau kennen würden. Nur wenn die Kirchen die jeweilige Zeit "deuten können", würden sie als sinnstiftend erfahren.

In kurzer Zeit habe sich in der Gesellschaft ein "gewaltiger Säkularisierungsschub" vollzogen, sagte Kretschmann. Allein in den vergangenen rund 15 Jahren seiner Amtszeit als Ministerpräsident sei der Anteil der Christen in Baden-Württemberg von 70 auf 50 Prozent zurückgegangen.

"Immer weniger Menschen ist bewusst, dass wir entscheidende gemeinsame Werte und Haltungen dem christlichen Glauben zu verdanken haben", bilanzierte Kretschmann. Der Gesellschaft drohe damit Wesentliches verloren zu gehen. "Wir werden alle spüren, wenn in unserer Gesellschaft die Imprägnierung durch den christlichen Glauben und Geist nachlässt: Der Ton wird rauer werden, der Umgang härter, die Sichtweise enger." Das spüre man schon jetzt: "Meinungsunterschiede werden ruppiger ausgetragen, mit Beschimpfung, Diffamierung, manchmal sogar mit Gewalt."

Kretschmann betonte: "Der christliche Glaube verleiht unserer ganzen Gesellschaft grundsätzliche Dimensionen: Kultur, Humanität, Transzendenz und besonders Vertrauen". Die Kirchen müssten daher "mit ihrer anwaltlichen Stimme für Freiheit und Demokratie, für Gleichheit, für Rechte, für Toleranz und Frieden" eintreten. Dazu gehöre es, eine Haltung des Respekts nicht nur in anderen zu prägen, sondern auch selber zu leben.

Erzbistumsfinder

Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.

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